b. Durchgearbeiteter Lehrstoff.*)
Da im abgelaufenen Schuljahre der Hauptsache nach ganz derselbe Lehrstoff wie in den voraus-
gegangenen Jahren durchgenommen wurde, so beschränken wir uns darauf, im folgenden nur die den deutschen Aufsätzen zu Grunde gelegten Themen, die fremdsprachliche Schriftstellerlektüre sowie die eingeführten Lehrbücher mitzuteilen.
Ia:
la:
1b:
2a:
2 b:
2c:
I. Deutsche Aufsätze
wurden geschrieben über nachfolgende Themen**):
1. Mignon.— 2.*) Brief(Bericht über die Pfingstferien).— 3.*) Die Poesie des Reisens.(In Gesprächsform.)— 4. Die Rede der Donna Isabella an die Altesten der Stadt im 1. Akte der„Braut von Messina“.— 5.*) Herbsttage am Rhein. — 6.*) Lebenslauf.— 7. Rustans Erwachen.(Nach Grillparzers„Der Traum ein Leben“.)— 8.*) Holbeins Darmstädter Madonna.— 9. Wahrheit und Dichtung in den beiden ersten Akten von Laubes„Karlsschülern“.— 10.*) Die Leiden eines Knaben.(Nach Wildenbruchs Novelle„Das Orakel“.)
1. Der Grundgedanke in dem Gedichte„Das Eleusische Fest“.— 2. Ist man berechtigt,„Minna von Barnhelm“ ein echt deutsches Drama zu nennen?— 3.*) Maria Stuart und Maria Antoinette.(Eine Vergleichung.)— 4. Johannas Persön- lichkeit nach dem Prologe zu Schillers„Jungfrau von Orleans“.— 5. Ist es recht, die„Jungfrau von Orleans“ eine romantische Tragödie zu nennen?— 6.*) Goethes Heim.(Nach Wahrheit und Dichtung.)— 7. Weh dem, der zu der Wahrheit geht durch Schuld!— 8. Der 3. Auftritt des l. Aufzugs von Goethes„Iphigenie auf Tauris“ als Drama für sich betrachtet.— 9.*) Der sittliche Kampf in der Seele Iphigeniens. †)
1. Inwiefern bilden in Lessings„Minna von Barnhelm“ Tellheim und Riccaut einen Gegensatz?— 2. Der Frühling in der Natur und der Frühling im menschlichen Leben.— 3.*) Welche Umstände wirken im II. Aufzuge von Schillers „Maria Stuart“ scheinbar günstig auf das Schicksal der Heldin ein?— 4. In müss'ger Weile schafft der böse Geist.— 5. Die Jungfrau von Orleans vor ihrem öffentlichen Auftreten.— 6.*) Johanna als Friedensstifterin.— 7. In welcher Weise entspricht Körner in seinem„Zriny“ den Anforderungen der Exposition?— 8.*) Episoden aus Goethes „ltalienischer Reise“.— 9. Der Monolog im I. Aufzuge von Goethes„Iphigenie“. †)
1. Gedankengang in Uhlands Gedicht„Das Schloss am Meere“.— 2.*) Siegfried im Sachsenkriege.— 3. Die Träume im Nibelungenliede.— 4. Bertran de Born vor und nach dem Tode seines Freundes.— 5*) Des Odysseus Ankunft in seiner Heimat.— 6. Inwiefern wird das Schicksal des Odysseus in dem Gebete des Polyphem schon im voraus ange- deutet?— 7. Welche Freuden bringt uns der Winter?— 8.*) Das Gespräch zwischen Mutter und Sohn im IV. Gesange von Goethes„Hermann und Dorothea“.— 9. Die Wirtin zum goldenen Löwen als Gattin, Hausfrau und Mutter. †)
1. Charakteristik des alten Tamm.(Nach Vossens ldylle„Der 70. Geburtstag“.)— 2. Sänger und Held.(Nach Uhlands. „Bertran de Born“ und„Taillefer“.)— 3.*) Rüdegers Seelenkampf und Untergang.— 4. Mein schönster Ferientag.— 5.*) Des Odysseus Aufnahme bei Alkinoos.— 6. Das Eingreiſen der Götter in die Geschichte des Odysseus.— 7. Ein Gang nach der Kaiserbrücke zur Winterzeit.— 8.*) Warum gab Goethe dem I. Gesange von„Hermann und Dorothea“ die UÜberschrift: Schicksal und Anteil?— 9. Die Wirtin zum goldenen Löwen.(Nach Goethes„Hermann und Dorothea“.)†)
1. Die linden Lüfte sind erwacht.— 2.*) Rüdeger von Bechlarn, der Vater aller Tugenden.— 3. Die Treue, ein Leit- motiv im Nibelungenliede und in der Gudrun.— 4, Die Hilfsquellen der österreichisch-ungarischen Monarchie und ihre Bedeutung für das Land.— 5.*) Inwiefern wird uns gerade während des Aufenthalts des Odysseus bei den Phäaken klar, dass jener ein Lieblingsheld der Griechen sein musste?— 6. Frauengestalten der Odyssee und der grossen deutschen Volksepen.— 7. Wozu ist Geld doch gut? Wer's nicht hat, hat nicht Mut; wers hat, hat Sorglichkeit; wer's hat gehabt, hat Leid.(Friedrich von Logau.)— 8.*) Der Wirt und die Wirtin zum goldenen Löwen.(Nach Goethes„Hermann und Dorothea“.)— 9. Der Segen der Ordnung.(Im Anschluss an„Hermann und Dorothea.“*)*†)
*) Genauere Angaben über die Auswahl des Lehrstoffs wie auch über die Art seiner Behandlung enthält der
Ostern 1900 in Kraft getretene„Einrichtungs- und Lehrplan“ unsrer Anstalt.
**) Der Stern bei einer Nummer besagt, dass der betr. Aufsatz in der Klasse geschrieben wurde.
†) Ausserdem noch drei einstündige Klassenarbeiten.


