Jahrgang 
1929
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Studienaſſeſſor Dr. Seidenſtücker!¹) wurde als Nachfolger von Studienrat Eymer mit Wirkung vom 1. Januar 1929 zum Studienrat gewählt.

Die Entlaſtung des Studienaſſeſſors Dr. Seidenſtücker zu Studienzwecken übernahmen im erſten Schulvierteljahr cand. phil. Dreſſel, für den Reſt des Jahres Studienreferendar Dr. Stoeckicht und cand. phil. Dietrich.

Am 1. April 1929 trat Studienrat i. e. R. Dr. Guſtav Schwerdtfeger, der dem Lehrkörper vom 9. 6. 1897 bis 30. 4. 1924 angehörte, in den endgültigen Ruheſtand. Es ſei ihm auch an dieſer Stelle der Dank für ſeine der Schule geleiſtete Arbeit ausgeſprochen.

b) Oberſtudienrat. Der Oberſtudienrat, Studiendirektor Walther Koch, iſt der ſtändige Vertreter des Oberſtudiendirektors. Seine beſonderen Aufgaben ſind Einrichtung des Stundenplans, Schülerunfallverſicherung, Mitwirkung bei der Abfaſſung des Jahresberichts.

c) Ein Lehrerausſchuß iſt nicht vorhanden.

d) Mit unſerer Schule iſt eine PBädagogiſche Vorbereitungsanſtalt für das erſte Vorbereitungsjahr verbunden. Leiter iſt der Oberſtudiendirektor. Die didaktiſche Aus⸗ bildung der 4 Studienreferendare Dr. Hans Achim Schmidt, Dr. Otto Stoeckicht, Fritz Henkel, Dr. Hermann Blumenthal erfolgte im Berichtsjahre durch Oberſtudienrat Studiendirektor Koch, die Studienräte Doerbecker, Schüler, Manns, Dr. Verbeek.

e) Mitglieder des Schulausſchuſſes: Der Oberſtudiendirektor, Studienrat Doerbecker.

f) Lehrauftrag an der Univerſität: Oberſtudienrat Dr. Glaſer, Profeſſor der romaniſchen Philologie, Mitdirektor des romaniſchen Seminars.

Mitglieder des wiſſenſchaftlichen Prüfungsamtes: Oberſtudiendirektor Dr. Brand, die Studienräte Dr. Hauck, Prof. Dr. Glaſer. Am Kurſus für die Ausbildung von Turnlehrern war mit Vorleſungen und Ubungen Studienrat Kürſchner beteiligt.

¹) Hermann Seidenſtücker wurde am 23. 1. 1893 zu Haynrode(Kreis Worbis) geboren. Er beſtand die Reifeprüfung Oſtern 1913 am Realgymnaſium zu Kaſſel, ſtudierte Deutſch und neuere Sprachen an der kgl. Akademie in Poſen und in Marburg und wurde im Herbſt 1914 Soldat. Seit November 1915 als Offtzier beim III.(Marburger) Bataillon 83. Reſ. Inf. Regts. wurde er im Auguſt 1917 bei Verdun ſchwer verwundet. Nach einjährigem Lazarettaufenthalt wurde er entlaſſen, brauchte aber noch Jahre zur vollen Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit. Im Mai 1925 promovierte er zum Dr. phil.; im Frühjahr 1926 beſtand er das Staats⸗ examen. Seine pädagogiſche Ausbildung erhielt er an der Oberrealſchule zu Marburg, der er auch nach Beſtehen der pädagogiſchen Prüfung als Studienaſſeſſor zugeteilt blieb.