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bearbeitet:„Erhitzen im trockenen Reagenzglase, Glühen auf Kohle mit dem Lötrohr, Mischen der Substanz mit Soda und Glühen mit dem Lötrohr(Schwefelprobe), Flammenfärbung, Herstellung der Borax. oder Phosphorsalzperle, Versuch mit Kobaltnitrat und Erwärmen des Stoffes mit einigen Tropfen konzentrierter Schwefelsäure“. Die Substanz wird nun in Lösung gebracht und die Lösung mit den bekannten Reagentien behandelt. Es werden zur Lösung gesetzt:„Die Basen(Kalilauge, Natronlauge, Ammoniak), die Karbonatlösungen(Kalium-, Natrium-, Ammoniumkarbonat), Natriumphosphat, Schwefel- wasserstoff und Schwefelammonium usw.“ Bei gewissen Elementen, wie z. B. bei Eisen, Chrom, Mangan und Zinn, sind noch ganz spezielle Versuche anzustellen. Haben alle Schüler die Arbeit vollendet, so sammeln sie sich in der Nähe der Tafel.— Die gemachten Beobachtungen werden gemeinsam besprochen und soweit wie möglich durch Gleichungen erläutert. Reicht hierzu die Arbeitsstunde nicht mehr aus, so hat jeder Schüler diese Aufgabe zu Hause zu erledigen und die Ergebnisse werden am Anfang der nächsten Unterrichtsstunde wiederholt und an der Tafel erklärt. Auf diese Weise werden die Schüler mit den Darstellungen und Eigenschaften der wichtigsten chemischen Stoffe bekannt und lernen sie durch eigene Anschauung kennen.
In Physik wurde gelegentlich im Anschluß an den Unterricht freiwillig praktisch gearbeitet und zwar in verschiedenen oberen Klassen unter Leitung des Herrn Oberlehrer Dr. Brand, in UIIRG durch Herrn wiss. Hilfslehrer Dr. Eichhorn; im Winter hat Herr Proband Kraus gewöhnlich in jeder Woche einmal praktisch arbeiten lassen, woran sich
im Durchschnitt 28% der Schüler der OIIRG beteiligten.
Von besonderen Besichtigungen seien erwähnt: UIOR Gasfabrik uud Elisabeth- kirche, OIIOR Gasfabrik und Sammlung der Gipsabgüsse, die letzten auch von OIIRG, UIIOR eine Druckerei, UIIRG das städtische Elektrizitätswerk, OlllRG die Saalburg, UIHIOR die optische Fabrik von Leitz in Wetzlar, UIIIRG das Schloß und die geologische Sammlung der Universität, IVA die Edertalsperre und VB das Hinterländische Museum in Biedenkopf.
II. Auswahl aus Verfügungen.
K. Pr.-S.-K. übersendet am 26. März den Ministerial-Erlaß vom 17. Mäarz, durch den das Realgymnasium anerkannt ist.
K. Pr.-S.-K. genehmigt am 31. Maärz versuchsweise den Wegfall der besonderen Stunden für Linear-Zeichnen.
Der Herr Minister ernennt am 7. April den Direktor zum Mitglied der Königlichen
Wissenschaftlichen Prüfungskommission für die Allgemeine Prüfung mit Ausschluß der kath. Religionslehre für das Etatsjahr 1913 und am 17. März 1914 für das Etatsjahr 1914.
K. Pr.-S.-K. macht am 24. April auf einen Erlaß des Herrn Ministers wegen der Beteiligung von Schülern an Vereinen aufmerksam.
K. Pr.-S.-K. beruft am 30. April den Professor Heinze zu einem archaologischen Ferienkursus nach Aachen und Trier ein.
K. Pr.-S.-K. übersendet am 12. Mai einen Ministerial-Erlaß betreffend die feste Anstellung von wissenschaftlichen Lehrern.
K. Pr.-S.-K. genehmigt am 3. Juni, daß der Untersekundaner A. Thomas an der Huldigung der Jugendwehr vor Sr. Majestät teilnimmt.
K. Pr.-S.-K. genehmigt am 4. Juni die Einführung des sechsstündigen Vormittags- unterrichts für das Winterhalbjahr.


