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Auch die Schulfeier zur silbernen Hochzeit unseres erhabenen Kaiserpaares war gut besucht.
Chorgesang: Die Himmel rühmen von L. von Beethoven. Vorträge: Der Hohenzollernaar von H. Winter, Lang(O), Dem deutschen Kaiserpaar zur silbernen Hochzeit von V. Blüthgen, Kerl(O Il). Chorgesang: Zum Jubilqum von W. Tschirsch. Vorträge: Zur silbernen Hochzeit unsres Kaiserpaares von Ad. Wilbrandt, Reich- mann(UII B), Zum 27. Februar, NNiemann(UIII A). Knabenchor: Zur Silberhochzeit unsres Kaiserpaares von G. Hecht. Festrede des Herrn Oberlehrers Janicke, Allgemeiner Gesang: Vater, kröne du mit Segen unsern König und sein Haus!
Am 13. Dezember 1905 wurde die übliche Abendunterhaltung bei recht zahlreicher Beteiligung veranstaltet. Kindersymphonie von Joseph Haydn(Breuninger, Solscher UI, Sarde- mann UIIA, Diebel, Brunst, W. Kohler, Vogel, Wöllenstein U III A, Textor, Kuß U III B, Keuscher, Klee, Niederehe, Neutze IVB). Schelmenlieder für gemischten Chor von Johannes Schondorf. Trio in G-dur von Hugo Eberhard, Trio in G-moll von Paul Weckesser UI(Fahrner O!, Breuninger UI, Weckesser UD). Die Trommel von Herm. Besser(Walter Schäfer IVB). Joseph fHieydrich oder Deutsche Treue. Eine wahre Anekdote als Drama in einem Aufzuge von Theodor Körner(Hauptmann: Friedr. Kerl Oll, Oberleutnant: Kunz OII, Korporal: Behrendt OII, Kaufmann: W. Schäfer OIl, Wundarzt: Dey OIl, Bürger: Bromm OIh).
An dem vom Allgemeinen Deutschen Schulverein zur Erhalung des Deutschtums im Auslande veranstalteten Deutschen Abend erfreuten wiederum mehrere Mitglieder des Turn- vereins das Publikum durch großartige Leistungen. Hierbei sei auch erwähnt, daß unsre Schüler ihre vaterländische Gesinnung durch ihre durchaus freiwillige Beteiligung an der Flotten- spende zum 27. Februar 1905 betätigten, während sämtliche Oberprimaner, nach Einholung der Genehmigung, der hiesigen Ortsgruppe des Flottenvereins als Mitglieder beitraten.
Der vaterländischen Gedenktage wurde in den betreffenden Morgenandachten gedacht.
Die Oberprimaner schrieben am Beginne des Dezembers Probearbeiten, die Schüler der UI, OIl und UIl in der 2. Hälfte des März ihre Versetzungsarbeiten. Erstere legten am 1. März die Reifeprüfung ab, die reif erklärten Abiturienten wurden am 3. März mit einer An- sprache des Direktors entlassen, die an das Distichon anknüpfte:„lmmer behalte getreu vor Augen das Höchste; doch heute strebe nach dem, was heut' du zu erreichen vermagst!“
Am 26. August besuchte mit ministerieller Erlaubnis Herr prof. Lascaux aus La Chatre(Frankreich) und am 26. bis 31. August Herr Prof. D. Savory aus London den Unter- richt. Dieser erfreute uns und unsere Schüler dann durch einen englischen Vortrag über das Schulwesen seines Vaterlandes am 5. September und durch einen Bericht über seine Beobach- tungen im Speaker vom 23. September 1905.
Am 30. Juni, I., 3. und 5. Juli wurde der Hitze wegen von 11 Uhr an freigegeben. Der Unterricht währte im Sommier von 7 bis 12 Uhr, im Winter von 8 bis 1 Uhr, vom 13. November bis 19. Februar von 8 ½ bis 1 Uhr und nachmittags, soweit erforderlich, von 3 Uhr 10 Minuten bis 5 Uhr.


