Jahrgang 
1928
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g) Freiwilliger Unterricht. Es nahmen teil: 1. am hebräischen Unterricht: OI: 2; OII: 1. 2. französischen Unterricht: OI: 8; UI: S.-S. 8; OII: S.-S. 11; W.-S. 12. 3. in der Einheitskurzschrift: Der Kursus kam nicht zustande. Durch Verfügung des P. S. K. vom 18. 2. 1926 1996 ist genehmigt, daß von Ostern 1926 am wahlfreien hebräischen Unterricht auch Schüler der hiesigen städtischen Real- anstalten teilnehmen dürfen; davon machten 3 Schüler der OII Gebrauch.

h) Schülerselbstverwaltung.

An der Schule besteht ein Schülerturnverein und ein Musikverein; beide werden von den Schülern selbständig verwaltet, das Orchester unter ständiger Hilfe des Musiklehrers. Der Schülerturnverein zeigte sein Können am 17. 12. in einem Schauturnen, dem auch eine große Anzahl Gäste beiwohnte. Zur Verwaltung der Hilfs- und Unterstützungsbücherei werden die Schüler herangezogen, ebenso für die Verwaltung der Sammlungen für Physik, Naturwissenschaft, Erdkunde und Geschichte. In jeder Klasse ist ein von den Schülern selbständig gewählter Vertrauensmann. Ein Nachmittag in der Woche war aufgabenfrei. Tageswanderungen machte jede Klasse soweit möglich den Vorschriften entsprechend. Zweimal fuhren die Schüler zum Besuch des Theaters nach Kassel. Rudersport können wir nicht treiben. Ein Schularzt ist nicht vorhanden.

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Das Schulgeld beträgt 200 RM. im Jahr, monatlich zahlbar in Beträgen von 17, 17 und 16 RM. Von dem Bruttoaufkommen an Schulgeld werden 20% zu sozialen Zwecken verwandt. Da hier in Marburg die sogenannten Geschwisterermäßigungen 19% des Schulgeldes in Anspruch nehmen, bleiben, wenn nicht eine Aenderung der Bestimmungen eintritt, für Schul- geldermäßigungen, Freistelleu und Unterstützungs- sowie Hilfsbibliothek nur sehr geringe Mittel zur Verfügung.

Eine Erziehungsbeihilfe bewilligte der Herr Minister ausnahmsweise für den Sextaner Kraft.

k)

Auch in diesem Jahr fanden besondere Veranstaltungen zur Berufsberatung nicht statt. Die Schule läßt keine Gelegenheit unbenutzt, um zur Kenntnis der Eltern und der Schüler zu bringen, was sie über besondere Berufseignung beobachtet, in der Regel so gut wie ohne jeden Erfolg. Die Angaben über den gewählten Beruf bei der Liste der Abiturienten sind ohne Zuverlässigkeit.

Das Bestreben der Schule, Berufskenntnis durch Fübrung in technischen Betrieben zu schaffen, begegnet z. T. unüberwindlichen Schwierigkeiten infolge der Haftpflichtgesetzgebung.

IV. Der Elternbeirat

wurde am 13. 6. 1926 neugewählt. Er besteht jetzt aus: Herrn Oberst v. Bartenwerffer, als Vorsitzendem, Frau Pfarrer Ganß, Herrn Prof. Dr. Claussen, Herrn Juwelier Freund, Herrn Architekten Bauer, Herrn Bibliotheksrat Dr. Berger.

V. Verschiedenes. A) Die Lehrerbibliothek.

Der Etat der Lehrerbibliothek(unter Verwaltung des Studienrats Strippel) mußte etwa zu ¼ auf die Erhaltung der vorhandenen Bestände verwandt werden, zu etwa ½ diente er dem Bezug von Zeitschriften. Unter diesen Umständen war die Spende des Herrn Ministers von 2000 RM. hochwillkommen, vorhandene Lücken auszufüllen und besonders neuere Werke anzuschaffen. Außerdem brachten noch einige Geschenke erfreulichen Zuwachs.