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II. Die Lehrer.
1. Infolge der Teilung der UI konnte der Studienassessor Risse hier bleiben.
Außerdem wurde hier als Assessor geführt: Dr. Rasner, tätig an der Christiansschule in Hermannsburg(Hannover).
Herbst 1926 bestanden Dr. Gramsch und Dr. Rau die pädagogische Prüfung; Dr. Gramsch war bis Weihnachten am hiesigen Lyzeum, ab Weihnachten am Philippinum beschäftigt; Dr. Rau wurde in die Rheinprovinz übernommen und am Gymnasium in Wetzlar beschäftigt. Zu Ostern 1927 bestand Dr. Watz die pädagogische Prüfung. Zuntz wurde zur Ableistung des zweiten Vorbereitungsjahres nach Kassel überwiesen.
Die durch die Beförderung von Herrn Studiendirektor Ewald Kraus verwaiste Studien- ratsstelle wurde erst zum 1. Oktober definitiv besetzt mit Herrn Dr. Fritz Heckmann, bis dahin am Wilhelms-Gymnasium in Kassel. Von Ostern bis Herbst vertrat ihn Herr Studien- assessor Dr. Alfred Schönwetter, dem die Schule zu Dank verpflichtet ist; er wurde dann nach Frankfurt a. M. versetzt.
Zum 1. 1. 1927 verließ Studienrat Dr. Rudolf Klec das Philippinum, um die Leitung der Aufbauschule i. E. in Homberg zu übernehmen. Dr. Klee war besonders eng mit dem Philippinum verwachsen. Gerade 22 Jahre hat er dem Kollegium angehört und in steigendem Umfang wichtigen Unterricht auch auf der Oberstufe erteilt, besonders in Religion und Deutsch. Daneben hat er manche Generation in die Anfangsgründe des Lateinischen eingeführt. Um die Schule als Ganzes hat er sich große Verdienste erworben durch die Verwaltung der Schüler- bibliothek und die Organisation der Hilfsbücherei, die hauptsächlich den privaten Studien der Primaner entgegenkommen und dem deutschen Unterricht dienen sollte. Besonders verdient machte er sich auch stets durch die erfolgreiche Ausgestaltung der Schulfeiern und Weihnachts- aufführungen; die meisten der Studienreferendare, deren Ausbildung die Schule zu leiten hatte, werden seiner während ihres ganzen Berufslebens dankbar gedenken. Seine ungewöhnliche Arbeitskraft und Arbeitsfreudigkeit, seine unermüdliche Hilfsbereitschaft sowie sein reges wissenschaftliches Interesse werden nicht sobald vergessen werden. Daß der deutsche Unterricht, der durch die neuen Lehrpläne besonders einschneidend berührt wird, hier ohne merkbaren Sprung weiter geführt werden konnte, ist zum großen Teil als sein Verdienst anzuerkennen.
Den Kleeschen Unterricht übernahm bis Ostern Herr Studienassessor Dr. Gramsch, der mit anerkennenswertem Eifer und Erfolg besonders auch der schweren Aufgabe gerecht wurde, die Abiturientenklasse im Deutsch zu unterrichten.
Am 1. 4. 1927 trat Herr Studienrat Dr. Enßlin eine mehrmonatige Studienreise nach Italien an, bis Schulschluß vertreten durch das Kollegium.
Eine Anzahl Lehrer mußten auf längere oder kürzere Zeit dem Unterricht wegen Erkrankung fern bleiben, die Vertretung wurde durch das Kollegium geleistet. Eine schwere Operation hatte Herr Oberschullehrer Willgerodt zu überstehen.
2. Oberstudienrat und Lehrerausschuß sind hier nicht vorhanden.
3. Pädagogische Vorbereitungsanstalt. Leiter: der Direktor; Lehrer: die Studienräte Dr. Klee, Luckey, Dr. Enßlin, Dr. Westerburg. Mitglieder waren: die Studienreferendare ab Mich. 1925: Dr. Gramsch, Dr. Rau; ab Ostern 1926: Dr. Watz, Zuntz.
4. Am wissenschaftlichen Prüfungsamt sind tätig: der Direktor als Vorsitzender, Dr. Klee, Dr. Enßlin, Luckey als Mitglieder.
5. An der Universität halten Vorlesungen oder Uebungen ab: der Direktor, seit dem 17. 7. 1925 als Honorar-Professor, Studienrat Engelhardt, Studienrat Dr. Enßlin.
6. Der besondere Prüfungsausschuß für Ergänzungsprüfungen für Lateinisch und Griechisch bestand wie bisher weiter.


