Jahrgang 
1899
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Sekunda 2.. (Ordinarius Professor Pfarrer Vogt.)

Religionslehre. Evangelische: Lesen und Erklärung des Evangeliums Matthäus mit Berücksichtigung der anderen Synoptiker; Wiederholung des Katechismus und wichtiger Kirchen- lieder. 2 St. w.(Vogt.) b) Katholische: Von den Geboten; Erklärung und Einprägung einiger lateinischer Hymnen. Kirchengeschichtliche Charakterbilder. 2 St. w.(Weber.) c) Jüdische: Die Pflichtenlehre. Lektüre ausgewählter Psalmen und Gebete im Urtexte. Geschichte der Juden von 586 vor bis 150 n. Chr. 2 St. w.(MWunk.)

Deutsch. Lektüre: Hermann und Dorothea. Minna von Barnhelm. Jungfrau von Orleans. Gedichte von Schiller, Gedichte und Prosalektüre aus dem Lesebuch von Muff für Untersekunda. Auswendiglernen von Gedichten. Referate. Praktische Anleitung zur Aufsatz- bildung. Disponierübungen. Alle 4 Wochen ein Aufsatz. 3 St. w.(Schäfer II.)

Themata der deutschen Aufsätze:

1) Welche Umstände lassen die Lage Karls VII. als verzweifelt erscheinen?(Klassenarbeit.) 2) Eine Rede Klearchs.(Nach Xen. Anab. II, 5, 2 16.) 3) Klearch, Proxenus, Menon. Eine Charakte- ristik nach Xenophon. 4) Welche Bedeutung hat die Glocke im Leben der Menschen?(Klassenarbeit.) 5) Warum verdient Friedrich II. von Preussen den Beinamen des Grossen? 6) Gedankengang im ersten Gesange von GoethesHermann und Dorothea. 7) Welche Vorteile hat eine Reise zu Fuss für die geistige Ausbildung des Menschen? 8) Übersetzung aus Xenophons Anabasis.(Klassenarbeit.) 9) Was treibt die Menschen in die Ferne?(Klassenarbeit). 10) Prüfungsarbeib: Was bedingt die Volksdichte Europas, und welche Vorteile hat dieselbe im Gefolge?

Latein. Livius XXI mit Auswahl und Vergils Aen. I u. II mit Auswahl(nach Lange). Ciceros erste Rede gegen(atilina. 4 St. w. Wiederholung der Syntax mit Ergänzungen nach Ellendt-Seyffert; Extemporalien im Anschluss an die Lektüre; alle 6 Wochen eine schriftliche Obersetzung aus dem Lateinischen ins Deutsche. 3 St. wW.(Vogt.)

Griechisch. Lektüre: Xenophon, Anabasis II, 3 III. Ausgewählte Stellen aus den Hellenika. Homer, Odyssee I, IX, X, XI, XII. Grammatik: Wiederholung der Formenlehre, die wichtigsten Regeln der Kasus-, der Tempus- und der Moduslehre. Alle 14 Tage eine schrift- liche Arbeit. 6 St. w.(Schäfer II.)

Französisch. Lektüre: Boissonas, Une famille pendant la guerre 1870 71; dann Verne, Le tour du monde en 80 jours. Grammatik: Befestigung des Konjunktivs; Adjektiv, Adverb, Particip, Infinitiv, Präpositionen nach Plötz-Kares, Sprachlehre. Plötz-Kares, UÜbungsbuch Lektion 30 60. Sprechübungen. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit. 3 St. w.(Von Ostern bis 9. Juni Eawoldt, dann Stange.)

Geschichte und Erdkunde. Deutsche und preussische Geschichte von Friedrich dem Grossen an bis zur Gegenwart. Wiederholung der früheren deutschen Geschichte. Erdkunde der europäischen Länder ausser Deutschland. Das Wichtigste aus der mathematischen Geographie. 3 St. w.(Lorch.)

Mathematik. Gleichungen einschliesslich einfacher quadratischer mit einer Unbekannten und Logarithmen(Bardey 22 25, 18). Berechnung des Kreisinhaltes und Kreisumfanges, ein- fache Konstruktionsaufgaben. Die trigonometrischen Funktionen am rechtwinkligen Dreieck, Berechnung rechtwinkliger uud gleichschenkliger Dreiecke. Die einfachen Körper nebst Berech- nungen von Kantenlängen, Oberflächen und Inhalten. 4 St. w.(Eaooldt.)

Physik. Die wichtigsten chemischen Erscheinungen, Magnetismus, Elektricität, Akustik und einige einfache Abschnitte aus der Optik. 2 St. wW.(Euoldt, seit Neujahr Wenck.)