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Weber dahier übersandte als Ergänzung zu dem in den letzten Jahren geschenkten grossen Geschichtswerke seines verstorbenen Vaters, des Historikers Georg Weber, Registerband IV.— Die Herren Direktoren Bernhardt-Weilburg, Dr. Schirmer-Eschwege schenkten Festschriften zur Feier des 350 jährigen, bezw. 50 jährigen Bestehens ihrer Anstalten; Direktor Dr. Göbel- Marnheim(Pfalz) übersandte, wie schon früher, einen Jahresbericht der von ihm geleiteten Real- und Erziehungsanstalt.— Herr Geheimer Regierungsrat Dr. Fr. Münscher dahier schenkte: eine Festschrift zur Feier des 25 jährigen Bestehens des Gymnasiums zu Jauer und eine wissenschaftliche Abhandlung von Dr. Deecke, Mühlhausen i. E.— Herr Kollege Witt überreichte: Die Königliche Turnlehrerbildungsanstalt zu Berlin, Kursus 1889— 90.— Von den Verlagsbuchhandlung en Pierer (Altenburg); Kranzfelder, Lampart& Co.(Augsburg); Friedberg& Mode, Gärtner, Goldschmidt, Herbig, Nicolai(Berlin); Helwing, Norddeutsche Verlagsanstalt (Hannover); Manz(Hannover-Linden); Freytag, Renger, Velhagen& Klasing(Leipzig); Krumbhaar(Liegnitz); Stalling(Oldenburg) wurden Werke ihres Verlags, meist pädagogischen Inhalts, gütigst übersandt. Die Universitätsbuchhandlung von O. Ehrhardt dahier schenkte: Klein, Ernst, Akademische Erinnerungen und Müller, Ludwig, Rückblicke auf Kurhessen und das Ende des Kurfürstentums; die von N. G. Elwert dahier: Hinrichs, Verzeichnis der neu erschienenen Bücher 1890. I.
2. Für die Schülerbibliothek wurde ebenfalls eine Reihe passender Bücher neu- angeschafft.
3. Naturgeschichtliche Sammlung.
Geschenkt wurde von dem Obertertianer Hesse: eine kleine Käfersamm lung.
4. Physikalisch-chemische Sammlung.
Angekauft wurden: eine Normalstimmgabel, eine Heron'sche rotierende Kugel, 2 Glüh- lämpchen, ein Rheostat, Modelle der Schraube ohne Ende und des Wellrades, ein Diamill- Element, ein Papin'scher Topf, Modell von Fernrohr und Mikroskop.
VI. Stiftungen und Unterstützungen für Schüler.
1. Die Zahl der Freischüler während des Rechnungsjahres 1890/91 betrug 53, die Summe des erlassenen Schulgeldes 3095 Mark. Ausserdem wurden vom K. Prov.-Schulkollegium noch 16,66 Mark Schulgeld niedergeschlagen.
2. Der Kapitalbestand der Münscher-Stiftung*) beträgt 1610,53 Mark. Dieselbe ist am 3. April 1890 infolge einer Schenkung von seiten des Herrn Kaufmanns Weydt zu Frank- furt a. M., des Vaters zweier früheren Schüler des Gymnasiums, um den Betrag von 50 Mark gewachsen. Das Stipendium in der Höhe von 60 Mark wurde am 22. April 1890 durch Herrn Geh. Rat Dr. Münscher an den Oberprimaner Friedrich Hoffmann verliehen.
3. Die Unterstützungsbibliothek leiht eingeführte Schulbücher, so weit der Vorrat reicht, an Schüler unbemittelter Eltern aus. Diese Bibliothek, welche entstanden ist aus
*) Ober diese Stiftung vergleiche das Anstaltsprogramm von 1886, S. 34— 35.


