— 13— Von dem evangelischen Religionsunterrichte waren im W. wegen des Kon- firmandenunterrichts 12 Schüler dispensiert.— Im katholischen Religionsunterrichte fanden 4 Dispensationen statt.
An dem fakultativen hebräischen Unterricht nahmen im S.: 22 Schüler und im W.: 20 Schüler der Prima und Sekunda teil.
An dem fakultativen englischen Unterricht beteiligten sich im S.: 22 Schüler und im W.: 16 Schüler der Prima und Sekunda.
Mitteilungen über den technischen Unterricht:
a) Turnen. Frei- und Ordnungsübungen wechseln mit Gerät- und Gerüstübungen; die ersteren werden hauptsächlich von den unteren, die letzteren mehr von den oberen Klassen geübt. Im Sommer wurde auf Bewegungsspiele gebührend Rücksicht genommen und im Winter fleissig Schlittschuh gelaufen. Geturnt wurde von jeder Klasse in je 2 St. w.; zusammen in 16 Stunden. Dispensiert waren 18 Schüler.
(In I1 u. 2 und II1 4 St. w. Müller,— in II 2. III 1, III 2 und VI 8 St. w. Fischer, — in IV u. V 4 St. w. Reinhard.)
Ausserdem vereinigten sich die Schüler der oberen Klassen 2 St. w. im Gymnasial- Turnverein freiwillig zu Turnübungen und die Schüler der mittleren und oberen Klassen eben- falls freiwillig zum Fussballspiel.
b) An dem Baden und Schwimmen in der von der Kgl. Universität, der Stadt Marburg und dem Gymnasium gemeinsam unterhaltenen Schwimmanstalt in der Lahn beteiligten sich 110 Schüler. Schwimmunterricht erteilte der Bademeister Weintraut an 60 Schüler.
c) Chorgesang. 81 ausgewählte Schüler aus den Klassen V bis I bildeten den Sänger- chor. Besprochen und geübt wurden die Dur- und Moll-Tonleitern nach der Gesangschule von Kothe. Gesungen wurden die Chöre zum Herrigschen Lutherfestspiel, ferner Chöre unserer klassischen Meister, sowie vierstimmige Volks-, Marsch- und Vaterlandslieder. Eingeführt ist das Chorbuch von Sering, sowie Männerchöre»Turnplatz und Aula« von Stein.
Sopran und Alt 1 St. w., Tenor und Bass 1 St. w., Gesamtchor 1 St. W.(Müller).
d) Fakultatives Zeichnen für Schüler aus III— I. 83 Schüler wurden in 3 Abteilungen je 1 St. w. unterrichtet. Gezeichnet wurde nach Vorlagen, sowie nach Gips: Ornamente, Tier- und Körperstudien, sowie Landschaften in verschiedenen Kreiden und Farben.(Müller.)
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