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Beschluss des Königl. Provinzial-Schulcollegiums vom 26. April dem hlesigon Gymnasium zugewiesen worden war, die ihm zugewiesenen Lectionen.
Sonnabend den 21. Mai begann der Schulamts-Candidat Arnold Reinhard aus Unter-Weisenborn, Kr. Hersfeld, der durch Beschluss des Königl. Prov.-Schulcollegiums vom 21. März 1881 zur Ableistung des Probejahrs dem hiesigen Gymnasium zugewiesen war, seine Thätigkeit an unserer Anstalt.
Vom 10— 16. Juni fand das herkömmliche schriftliche Tentamen der Primaner statt.
Freitag den 17. Juni wurde das Frühlingsfest, wie gewöhnlich, in dem hinter dem Glaskopf gelegnen Wald gefeiert.
Donmnerstag den 23. Juni langte das Rescript des Herrn Ministers der geistlichen Unterrichts- und Medicinal-Angelegenheiten an, durch welches Gymnasiallehrer Dr. Wiske- mann zum Oberlehrer ernannt wurde.
Den 25. Juni starb der Universitäts-Probator a. D. Schlingloff, welcher die Kasse des Gymnasiums viele Jahre hindurch mit Treue verwaltet hatte. Die Lehrer des Gymnasiums folgten am 27. Juni seiner Leiche. Mit der provisorischen Verwaltung der Gymnasialkasse wurde der Expedient am Königlichen Landrathsamt dahier Martin Schmidt betraut.
Die Sommerferien, welche diesmal 4 Wochen dauerten, begannen Sonnabend den 2. Juli.
Montag den 1. August wurden die Lectionen, da der unterzeichnete Director zur Herstellung seiner Gesundheit eine Kur in Wildbad gebrauchen musste, durch den Pro- rector Professor Dr. Collmann eröffnet. Auch ubernahm derselbe die Leitung des Gymnasiums und hat dieselbe bis zum 15. August fortgeführt. Zugleich wurde am 1. August der durch Beschluss des Königl. Provinzial-Schulcollegiums vom 25. Juli dem Gymnasium zugewiesene Probe-Candidat Paul Bleckmann aus Düsseldorf in seine Thätigkeit eingeführt.
Sonnabend den 20. August machten die Obersecundaner unter Begleitung ihres Ordinarius Dr. Braun II einen Ausflug nach Rauschenberg.
Sonntag den 28. August nahmen Lehrer und Schüler des Gymnasiums an der Feier des heiligen Abendmahls theil.
Am Abend des 31. August wurde von dem unter den Gymnasiasten für Instrumental- Musik und Sologesang bestehenden Verein eine musikalische Abend-Unterhaltung veranstaltet, bei welcher auch mehrere frühere Gymnasiasten mitzuwirken die Gefälligkeit hatten. Der Erfolg war ein recht günstiger.
Das Sedanfest wurde Freitag den 2. September durch einen Rede-Act in der Aula des Gymnasiums gefeiert. Nachdem von mehreren Schülern Gedichte und von dem Sängerchor einige Musikstücke vorgetragen worden waren, schilderte Gymnasiallehrer Pfarrer Vogt als Festredner in eingehender Weise das Leben des Feldmarschalls Grafen


