Jahrgang 
1928
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Wanderungen kamen wegen des ungünſtigen Wetters wenig zu ſtande; die erſte war am 9. Mai. Am 20. September beſuchten Mittel⸗ und Oberklaſſen das Turnſpielfeſt in Limburg (ogl. unter I, 6). In den Herbſtferien unternahm die Oberprima mit Studienrat Dr. Walters einen mehrtägigen Ausflug durch die Eifel nach Trier und zurück über die ſchönſten Punkte der Moſel. Winterſport wurde im Januar und Februar nachmittags eifrig betrieben.

Geſundheitszuſtand. ImSommer 1928, wo bis Anfang Juli geheizt werden mußte, gab es viele Erkältungskrankheiten unter den Schülern, ebenſo wieder im überkalten Februar 1929 und Anfang März. Anfang Juli ſtarb in ſeiner Heimat Hartenfels der wegen Krankheit zu Oſtern ausgetretene frühere Quartaner Stefan Reifenberg, ein braver und fleißiger Junge; an ſeinem Begräbnis nahmen von der Anſtalt ein Studienrat und mehrere Klaſſenkameraden teil. Beim Turnen oder auf dem Schulwege erlitten 8 Schüler in dieſem Jahre größere oder kleinere Un⸗ fälle. Dabei erwies ſich die Schülerunfallverſicherung bei derGothaer Allgemeinen Verſiche⸗ rungsbank als ſehr ſegensreich; alle Schüler und die meiſten Lehrer gehörten ihr an.

Das Biſchöfliche Konvikt beherbergte in dieſem Jahre 80 Schüler, d. h. weniger als ſonſt, weil geiſtlicher Beruf als Bedingung für Neuaufnahmen geſtellt wurde; dieſe auch für die Schülerzahl des Gymnaſiums ſehr nachteilige Bedingung iſt inzwiſchen wieder aufgehoben worden.

i) Schulgeld, Freiſtellen, Hilfsbücherei, Unterſtützungen.

Das Schulgeld betrug für Einheimiſche 200 Mk., für Auswärtige 250 Mk. jährlich, zu zahlen in Monatsraten, Eintrittsgeld für neue Schüler 5 Mk. Erlaſſen oder ermäßigt wurde das Schulgeld, abgeſehen von dem vorſchriftsmäßigen Nachlaß bei mehreren ſtudierenden Ge⸗ ſchwiſtern, einer Reihe würdiger und bedürftiger Schüler. Es waren 4 ganze Freiſtellen, 27 Er⸗ mäßigungen um die Hälfte, 36 um ein Viertel.

Die Hilfsbücherei borgte Schulbücher an bedürftige Schüler.

Der Verein ehemal. Schüler des Gymnaſiums(Vorſitzender Kaufmann J. Nink, Montabaur) ſpendete zu Weihnachten zuſammen 240 Mk. an würdige und bedürftige Schüler. Vom Herrn Miniſter wurde einem beſonders würdigen bedürftigen Schüler der Oberklaſſen eine Erziehungs⸗ beihilfe von 600 Mk. gewährt und einem jüngeren Schüler 500 Mk. Die Abiturienten des Jahrgangs 1903 überwieſen dem Direktor 75 Mk. zu Unterſtützungszwecken.

k) Berufsberatung.

Es wurden einige weitere Bücher zur Berufsberatung für die Schülerbücherei beſchafft, ferner Sammelbezug von Büchern und Merkblättern zur Berufsberatung vermittelt. Das Ar⸗ beitsamt Niederlahnſtein(Direktor Bertſche) überſandte in dankenswerter Weiſe eine große Zahl Aufklärungsblätter über akademiſche Berufe.

IV. Elternſchaft. Schenkungen.

Fühlung zwiſchen Schule und Elternhaus beſteht an unſerm kleinen Orte durch die ſtete Gelegenheit zu vertraulicher Ausſprache. Auch kamen die Eltern häufig zu den Veranſtaltungen der Schule(vgl. unter VI.)

An Schenkungen ſeien genannt außer der Weihnachtsſpende des Vereins derEhemaligen, und der Gabe der Abiturienten von 1903(ſ. Abſchnitt III. i): Von Senatspräſident Paehler⸗