Jahrgang 
1913
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Serta.

Religion. a) Katholiſche: 2 Stunden kombiniert mit Quinta. In der 3. Stunde Gebete, Lieder, Beichtunterricht, Kirchenjahr. Liturgie des hl. Meßopfers. b) Evangeliſche: Komb. mit Quarta. Deutſch. Gedichte und Proſaſtücke aus dem Leſebuch. Mündliches Nacherzählen von Vorerzähltem oder im Anſchluß an geleſene Stücke. Lernen der Gedichte des Kanons. Gram matik; Der einfache Satz, ſtarke und ſchwache Flexion von Subſtantiven, Adjektiven, Pronomina und Verben. Rechtſchreibeübungen und Diktate nach Vorſchrift. Latein. Die regelmäßige For⸗ menlehre. Schriftliche Ubungen und Klaſſenarbeiten nach Vorſchrift. Geſchichte. Lebensbilder aus der vaterländiſchen Geſchichte. Erdkunde. Heimatkunde. Geographiſche Grundbegriffe. Ge⸗ ſtaltung der Erdoberfläche. Rechnen. Grundrechnungsarten mit ganzen, benannten und unbe⸗ nannten Zahlen. Münzen, Maße und Gewichte. Dezimale Schreibweiſe, einfache dezimale Rechnungen, Einführung in die Bruchrechnung. Naturkunde. Beſchreibung vorliegender Blüten⸗ pflanzen und Beſprechung der Formen und Teile der Wurzeln, Stengel, Blätter, Blüten, leicht erkennbaren Blütenſtände und Früchte. Beſprechung wichtiger Säugetiere und Vögel inbezug auf äußere Merkmale und auf charakteriſtiſche Einzelheiten des Knochenbaues nebſt Mitteilungen über ihre Lebensweiſe, ihren Nutzen und Schaden.

Techniſche Fächer.

Schreiben in VI und V. Einübung des deutſchen und lateiniſchen Alphabets unter Be rückſichtigung der neuen Schriftbeſtrebungen(Ly- und To⸗Feder); in IV- IIII: Schönſchreibe⸗ übungen. Curnen. Die Anſtalt beſuchten im Sommerhalbjahr 300, im Winterhalbjahr 286 Schüler. Von dieſen waren befreit:

Vom Turnunterricht überhaupt Von einzelnen Übungsarten Auf Grund ärztlichen Gutachtens im Sommer 19; im Winter 31; ſim Sommer 4; im Winter 5;

uſammen alſo von der Geſamtzahl 1 Zuf der Clale... ntzah im Sommer 6 ½%; im Winter 11 im Sommer 1 ½¼%; im Winter 3 ½%;

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Die 9 Klaſſen wurden in 4 Turnabteilungen unterrichtet, von denen die größte 95, die kleinſte 45 Schüler zählte. Im Sommer wurden die Freiübungen und Bewegungsſpiele auf dem Jugendſpielplatze abgehalten. In einer der 3 Wochenſtunden wurde ein Turnmarſch unter⸗ nommen. An freien Nachmittagen hielt der Gymnaſialfußballklub auf dem Spielplatze Ubungs⸗ ſpiele ab. Durch Konferenzbeſchluß ſind Wettſpiele mit auswärtigen Vereinen und Schulen verboten worden. Im Winter wurde in der Gymnaſial⸗Turnhalle geturnt. Die Schüler hatten Gelegenheit, auch an freien Nachmittagen in der Turnhalle zu turnen. In I2 wurde das Stoß⸗ fechten geübt, an dem ſich die beſſeren Turner der mittleren Klaſſen beteiligen konnten. Ein⸗ mal in der Woche bekamen Schüler der I2 und III den Turnunterricht in den unteren Klaſſen. Zeichnen. Unterſtufe Vund IV. Im Sommer Zeichnen und farbiges Anlegen einfacher Blüten⸗ formen nach der Natur und dem Gedächtnis. Im Winter Entwerfen von Ornamenten zur Entwicklung des Farbenempfindens. Gebrauch der Kohle, der Waſſerfarbe und des farbigen Papieres. Illuſtrierendes Zeichnen und Malen. Zeichnen von Blättern und Schmetterlingen und farbiges Darſtellen derſelben in Farbe und buntem Papier. Anfänge in der Kunſtſchrift. Silhouetten aus dem Gedächtnis. Mittelſtufe IIIz und IIII. a) Neben dem Zeichnen und Malen von Blättern und Schmetterlingen in der Hauptſache Darſtellen von Gefäßen und Ge⸗ brauchsgegenſtänden. Perſpektiviſches Zeichnen. Im Sommer Zeichnen im Freien nach Kunſt⸗ denkmälern, im Winter nach Innenräumen und figürliches Zeichnen(Bewegungsſkizzen). Klebe⸗ arbeiten in farbigem Papier und Übungen in Kunſtſchrift mit Quellſtift und Rohrfeder. b) Projektionslehre: Darſtellen einfacher math. Körper in 3 Projektionstafeln und Parallel⸗ perſpektiven nebſt Schatten. Uibungen im Gebrauch von Winkel, Schiene und Reißzeug. Ober⸗ ſtufe Iz und II. Im Sommer 26, im Winter 21 Schüler. a) Zeichnen und Malen von Stilleben auf Wathmanpapier. Darſtellen von Innenräumen und einheimiſchen Kunſtdenk⸗ mälern. Zeichnen nach lebendem Modell(Kopf). Kunſtſchrift, Silhouetten. b) Projektions⸗ lehre. Einfache Bauformen in Parallelperſpektive mit Schattenkonſtruktion. Einführung in die