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klärung des Kirchenjahres und des hl. Meßopfers. Gebete und Lieder. b) Evangeliſche: Komb. mit Quarta und Quinta. Deutſch. Der einfache Satz. Flexion. Zeichenſetzung. Silbentrennung. Gedichte und Proſaſtücke. Schriftliche Arbeiten nach Vorſchrift. Latein. Die regelmäßige Formenlehre der Deklinationen und Konjugationen. Schriftliche Übungen und Klaſſenarbeiten nach Vorſchrift. Geſchichte. Lebensbilder aus der vaterländiſchen Geſchichte. Erdkunde. Heimat— kunde. Geographiſche Grundbegriffe. Geſtaltung der Erdoberfläche. Rechnen. Grundrechnungs⸗ arten mit ganzen, benannten und unbenannten Zahlen. Münzen, Maße und Gewichte. Dezimale Schreibweiſe. Einfache dezimale Rechnungen. Einführung in die Bruchrechnung. Naturkunde. Beſchreibung vorliegender Blütenpflanzen und Beſprechung der Formen und Teile der Wurzeln, Stengel, Blätter, Blüten, leicht erkennbaren Blütenſtände und Früchte. Beſprechung wichtiger Säugetiere und Vögel inbezug auf äußere Merkmale und auf charakteriſtiſche Einzel— heiten des Knochenbaues nebſt Mitteilungen über ihre Lebensweiſe, ihren Nutzen und Schaden.
Techniſche Fächer.
Schreiben. VI und V: Einübung des deutſchen und lateiniſchen Alphabets. Ubungen im Schönſchreiben nach Vorſchrift. IV, III2, IIII: Schönſchreibübungen. Turnen. Die Anſtalt beſuchten im Sommerhalbjahr 279, im Winterhalbjahr 283 Schüler. Von dieſen waren befreit:
überhaupt arten
Auf Grund ärztlichen Gutachtens im Sommer 8; im Winter 13; Aus anderen Gründen...„„—.„„—;
Vom Turnunterricht I Von einzelnen Übungs⸗
im Sommer 5; im Winter 7;
„/ 7„„„
Zuſammen.. im Sommer 8; im Winter 13; im Sommer 5; im Winter 7; Alſo von d. Geſamtzahl d. Schüler„„ 2 1%;„„ 4 ½%;„„ 1 1%:„„ 21/2%;
Die 9 Klaſſen wurden in 4 Turnabteilungen unterrichtet. Im Sommer wurden die Freiübungen und Bewegungsſpiele auf dem JIugendſpielplatze abgehalten. In einer der 3 Wochenſtunden wurde ein Turnmarſch unternommen. An freien Nachmittagen übten ſich einige Schüler freiwillig im volkstümlichen Turnen(Laufen, Gerwerfen, Diskuswerfen). Es beſteht ein Gymnaſial⸗Fußballklub und ein Tennisklub, welche Vereinigungen auf dem Jugendſpielplatze ihre Spiele betreiben; auch fanden Wettſpiele ſtatt. Im Winter wurde in der Gymnaſial⸗Turnhalle geturnt. In Ie wurde das Stoßfechten(deutſches Florett) eingeführt. Es beſteht ein Gymnaſialturnverein, deſſen Mitglieder an den Mittwoch- und Sonnabendnachmittagen in der Halle turnen(auch wird hier unter Anleitung das Stoßfechten geübt). An dieſen Nachmittagen wurde auch von Schülern der 3 unteren Klaſſen freiwillig geturnt unter Aufſicht. Einmal wöchentlich bekamen Schüler der I2 den Turnunterricht in den unteren Klaſſen. Zeichnen. Unterſtufe V, IV: Zeichnen und farbiges Anlegen einfacher Gebrauchsgegenſtände und runder Naturformen aus dem Gedächtnis. Gebrauch der Kohle und Waſſerfarbe. Bildung des Farbenſinnes durch Entwerfen farbiger Ornamente. Illuſtrierendes Zeichnen und Malen. Zeichnen von Blättern und Teilen einheimiſcher Schmetterlinge und farbiges Anlegen derſelben. Ausſchneidearbeiten in buntem Papier und libungen in der Kunſt⸗ ſchrift. Mittelſtufe III2 IIII: a) Zeichnen und farbiges Anlegen von Blättern, Schmetter⸗ lingen, einfacher Körper und Gefäßformen. Einführung in die Perſpektive; Zeichnen von Innenräumen und nach lebendem Modell(Kopf). b) Projektionslehre: Darſtellen ein facher math. Körper in drei Projektionstafeln. bungen im Gebrauch von Winkel, Schiene und Reiß⸗ zeug. Oberſtufe II2z— Ii: Im Sommer 20, im Winter 16 Schüler. a) Zeichnen und Malen von Stilleben. Darſtellen von Innenräumen und einheimiſchen Kunſtdenkmälern. Zeichnen nach dem lebenden Modell(Kopf). Kunſtſchrift, Wandtafel⸗ und Gedächtniszeichnen. b) Projektionslehre: Einfache Bauformen in Parallelperſpektive mit Schattenkonſtruktion. Ein⸗ führung in die Perſpektive. Anfertigung von Modellen in Ton. Veranſtaltung von Ausſtel⸗ lungen. Beteiligung an einer Ausſtellung von Schülerarbeiten in Berlin.


