Jahrgang 
1911
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opfers. b) Evangeliſche: Komb. mit Quarta und Quinta. Deutſch. Der einfache Satz. Flexion. Zeichenſetzung. Silbentrennung. Gedichte und Proſaſtücke. Wöchentlich ein Diktat. Latein. Die regelmäßige Flexion. Sprechübungen. Wöchentlich eine Klaſſenarbeit. Geſchichte. Lebens⸗ bilder aus der vaterländiſchen Geſchichte. Erdkunde. Heimatkunde. Geographiſche Grundbe⸗ griffe. Geſtaltung der Erdoberfläche. Rechnen. Grundrechnungsarten mit ganzen, benannten und unbenannten Zahlen. Münzen, Maße und Gewichte. Dezimale Schreibweiſe. Einfache dezimale Rechnungen. Einführung in die Bruchrechnung. Naturkunde. Beſchreibung vorliegen⸗ der Blütenpflanzen und Beſprechung der Formen und Teile der Wurzeln, Stengel, Blätter, Blüten, leicht erkennbaren Blütenſtände und Früchte. Beſchreibung wichtiger Säugetiere und Vögel inbezug auf äußere Merkmale und auf charakteriſtiſche Einzelheiten des Knochenbaues nebſt Mitteilungen über ihre Lebensweiſe, ihren Nutzen und Schaden.

Techniſche Fächer.

a) Turnen. Die Anſtalt beſuchten im Sommerhalbjahr 271, im Winterhalbjahr 268 Schüler. Von dieſen waren befreit:

Vom Turnunterricht Von einzelnen Übungs⸗ n6

überhaupt arten Auf Grund ärztlichen Zeugniſſes im Sommer 15; im Winter 20; im Sommer 10; im Winter 12; Aus anderen Gründen...:;;,; Zuſammen.. 7 15; 20). 3 10; 12; Alſo von d. Geſamtzahl d. Schüler 5 /%7,40/0 3,7%;4,4%.

Es beſtanden bei 9 getrennt unterrichteten Klaſſen 4 Turnabteilungen. Für den Turn⸗ unterricht waren insgeſamt wöchentlich 12 Stunden angeſetzt. Der größte Teil davon wurde für turneriſche Ubungen in der Gymnaſialturnhalle verwendet. Soweit das Wetter und die Beſchaffenheit des Platzes es geſtatteten, wurden auf dem Jugendſpielplatze Bewegungsſpiele vorgenommen. Auch wurden Übungsmärſche ins Gelände gemacht. Außerdem beſteht zur Pflege von Bewegungsſpielen eine Vereinigung von Schülern, die namentlich im Sommer Ballſpiele betreiben. b) Geſang. VI: Zuſammenfaſſende Wiederholung der in der Volksſchule erworbenen Kenntniſſe und Fertigkeiten. Die gebräuchlichſten dynamiſchen Zeichen und Tempo⸗ vorſchriften. Im Zuſammenhang mit dem theoretiſchen Unterricht Übungen zur Erzielung richtiger Tonbildung, Ausſprache und Atmung. Singen von einſtimmigen Liedern auf Grund der fort⸗ ſchreitenden allgemeinen geſanglichen Kenntniſſe und Fertigkeiten und unter Berückſichtigung des Textes. V: Erweiterung des Lehrſtoffes der VI. Fortſetzung der Gehörübungen durch UÜbertragen von Ton⸗ und Tonwertfolgen in die Notenſchrift.(Diktat). Weitere rythmiſche Üübungen und UÜbungen zur Vervollkommnung der Tonbildung, Ausſprache und Atmung. Ein⸗ führung in die Zweiſtimmigkeit. Zweiſtimmige Geſänge in harmoniſcher und polyphoner Stimmführung. IV I: Gemiſchter Chor. Männerchor. Einübung von Volktsliedern, volks⸗ tümlichen Liedern, Chorälen, Hymnen und Motetten ohne Begleitung eines Inſtrumentes, ferner Kantaten, Chöre und andere Kompoſitionen, die eine Begleitung erfordern, daneben kurze Be⸗ merkungen über bedeutende muſikaliſche Werke und deren Komponiſten. c) Zeichnen. Ober⸗ tertia: Gebrauchs⸗, Natur⸗ und Kunſtformen von vorwiegend runder Geſtalt nebſt Wiedergabe von Licht und Schatten mittels Bleiſtift, Kohle, Paſtellkreide und Waſſerfarben. Farbentreff⸗ übungen. Skizzieren und Zeichnen aus dem Gedächtnis. Untertertia: Erklärung der wich⸗ tigeren perſpektiviſchen Geſetze auf Grund von Beobachtungen. Darſtellen einfacher Gebrauchs⸗ gegenſtände mit Licht und Schatten. Quarta und Quinta: Zeichnen von flachen Gebrauchs⸗, Natur⸗ und Kunſtgegenſtänden(Flieſen und Muſter) mittels Bleiſtift, Kohle und Waſſerfarben. Skizzieren, Zeichnen aus dem Gedächtnis und Darſtellen an der Wandtafel. Wahlfreies Zeichnen: II2, III1, I2, I1: Malen und Zeichnen ſchwieriger darzuſtellender Natur⸗ und Kunſtgegen⸗ ſtände, Stillleben. d) Schreiben. VI und V: Einübung des deutſchen und lateiniſchen Alphabets. Übungen im Schönſchreiben nach Vorſchrift. IV, III2, IIIi: Schönſchreibeübungen.