— 12—
nungen nach Schellen I. Teil,§ 2— 6, 7, 10—15, 22—28. Reſolvieren und Reduzieren. Wöchentlich eine ſchriftliche Arbeit. 4 St. Seck.
7. Naturkunde. Beſchreibung vorliegender Blütenpflanzen. Beſchreibung wichtiger Wirbel⸗ tiere. 2 St. Hch. Becker.
Techniſche Fächer.
a) Turnen. Die Anſtalt beſuchten im Sommerſemeſter 271, im Winterſemeſter 272 Schüler. Von dieſen waren befreit:
Vom Turnunterricht 7 Von einzelnen Übungsarten:
überhaupt: Auf Grund ärztlichen Zeugniſſes: ſ5im Sommer 32; im Winter 38 im Sommer 7; im Winter 7 aus anderen Gründen....„ 5 33;„„ 34]„„—=,„— zuſammen im Sommer 65; im Winter 72 im Sommer 7; im Winter 7 Alſo von der Geſamtzahl der Schüler.... Sommer 23%; Winter 260 Sommer 3%; Winter 3%
Es beſtanden 4 Turnalteilungen, die in 12 Turnſtunden unterrichtet wurden: in der Prima und Tertia erteilte Wiſſenſchaftlicher Hilfslehrer Schnädter, in der Sekunda und in den drei unteren Klaſſen Oberlehrer Th. Becker den Turnunterricht.
Im Sommer wurde im Freien auf dem unmittelbar am Gymnaſialgebäude liegenden Platze geturnt, ſpäter in der Turnhalle des Königl. Lehrerſeminars. Bei Regenwetter wurde auch im Sommer⸗ ſemeſter die Turnhalle benutzt. Den Schülern ſtand die Schwimmanſtalt des Gymnaſiums zur Verfügung.
Bewegungsſpiele wurden im Sommer auf dem Turnplatze vorgenommen. Außerdem beſteht zur Pflege von Bewegungsſpielen eine Vereinigung von Schülern, die namentlich das Fußballſpiel be⸗ treiben. Die Schüler, die im Biſchöflichen Konvikte wohnen, ſpielen und turnen außerdem auf eigenem Spiel⸗ und Turnplatz.
b) Geſang. Der Geſangunterricht wurde für Oberprima bis Quarta in drei Abteilungen erteilt. Choralabteilung, Männerſtimmen, Sopran⸗ und Altſtimmen. Eingeübt wurden gemiſchte Chor⸗ geſänge aus Palme, Sangesluſt und Männerchöre von Arndt, Hürſe; außerdem Choräle aus Jepkens und Meſſen von Stein, Scharbach für Männerchöre. 3 St.— Quinta und Sexta komb. Aus der all⸗ gemeinen Muſiklehre: Tonbildung, Notenſyſtem, muſikaliſche Zeichen, Geſtalt und Geltung der Noten und Pauſen, die eürlählichſten Takte und Tonarten, Intervalle, der Dreiklang. Einſtimmige Lieder aus Vallien I. Teil und Volkslieder aus Palme. 2 St. Seck.
c) Zeichnen. Obertertia: Zeichnen nach Gipsmodellen mit Licht und Schattenwirkung. 2 St.— Untertertia: Zeichnen noch Draht⸗, Holz⸗ und Gipsmodellen. 2 St.— Quarta: Zeichnen ebener geradliniger und krummliniger Gebilde mit zu Grunde gelegten regelmäßigen geometriſchen Figuren nach Vorzeichnung an der Tafel. Einübung der griechiſchen Buchſtaben. 2 St.— Quinta: Zeichnen gerader Linien und geradliniger Gebilde nach Vorzeichnung an der Tafel. 2 St.— Am wahlfreien Zeichnen nahmen im Sommerſemeſter 22, im Winterſemeſter 18 Schüler teil. Zur Ausführung gelangten Zeichnungen nach Gipsmodellen und Vorlagen: Tiere, Teile von Figuren, Ornamente, Blumen, Landſchaften. 2 St. Seck.
d) Schreiben. Quinta und Sexta komb. Die deutſche und lateiniſche Schrift,— Buchſtaben, Wörter, Sätze—, die Zahlen 1—10, die griechiſchen Buchſtaben. 2 St. Seck.


