Jahrgang 
1876
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8. Mathematik. 3 St. a) Algebra: Wiederholung des Penſums der Untertertia, Gleichungen erſten Grades mit einer Unbekannten; Uebungen in der Syntheſis ſolcher Gleichungen. b) Geometrie. Wiederholung des Penſums der Untertertia bis zur Lehre von der Proportionalität der Linien; Aufgaben zu den einzelnen Capiteln mit Berückſichtigung der geometriſchen Oerter. Alle drei Wochen eine ſchriftliche Arbeit. Prorector Breuer.

9. Naturgeſchichte. 2 St. Im Winter Zoologie, ſpeciell die Lehre von den Vögeln; darauf Anthropologie. Im Sommer Botanik, und zwar Repetition der wichtigſten Capitel aus der allgemeinen Botanik, Uebungen im Beſtimmen der Pflanzen nach dem Linné'ſchen Syſtem mit beſonderer Berückſichtigung der natürlichen Familien derſelben. Heſſe.

6. Antertertia. (Ordinarius: im Winter bis Weihnachten Wiſſenſchaftl. Hilfslehrer Nenhaus, von da bis Oſtern Gymnaſiallehrer Heſſe, im Sommer Viſſenſchaftl. Hilfslehrer Schilling)

1. Religion. a) katholiſche: comb. mit Illa.

b) evangeliſche: comb. mit Illa. und IV. ſiehe IV.

2. Deutſche Sprache. 2 St. Leſen und Erklären poetiſcher und proſaiſcher Muſter⸗ ſtücke aus Kehreins Leſebuch, Obere Lehrſtufe. Im Anſchluß daran das Wichtigſte aus der Vers⸗ lehre und den Dichtungsgattungen. Uebungen im Deklamiren. Alle drei Wochen ein Aufſatz. Im Winter Neuhaus, darauf Lückenbach, im Sommer Schilling.

3. Lateiniſche Sprache. 10 St. Repetition und Erweiterung des Penſums der Quarta, Syntax, Lehre von den tempora und modi(Indicativ und Conjunktiv) nach Meining's Elementargr. Ueberſetzungen ins Lateiniſche nach Oſtermanns Uebungsbuch für llI. und Vokabu⸗ liren nach deſſen Vokabularium. Alle 8 Tage ein Penſum oder Extemporale. Geleſen wurde Caesar de bello Gallico lib. 1. und II., theilweiſe ſchriftlich überſetzt zum Zweck der Retroverſion. Im Winter Neuhaus, darauf Lückenbach, im Sommer Schilling.

Ovid. Metamorph. 2 St. Geleſen wurden: Die vier Weltalter, die Giganten, Lycaon, Die Waſſerflut, Deucalion und Pyrrha, Phaeton, Battus, Philemon und Baucis. Memorirt wurden: Die vier Zeitalter und Battus. Die wichtigſten Regeln aus der Proſodie und Metrik. Im Winter Eyſert, im Sommer Schilling.

4. Griechiſche Sprache. 6 St. Einübung der Verba auf pe ſowie der gebräuch⸗ lichſten Verba anomala. Wiederholung und Ergänzung der früheren Abſchnitte der Formenlehre nach Spieß. Mündliche und ſchriftliche Ueberſetzungen nach dem Uebungsbuch von Spieß. Wöchentlich ein Penſum oder Extemporale. Im Winter Neuhaus, darauf Blömer und Bauſch, im Sommer Schilling.

5. Franzöſiſche Sprache. 2 St. Repetition des Penſums der Quarta; dann Lec⸗ tion 1 20 aus Ploetz Schulgrammatik. Im Sommer Lectüre aus Ploetz Chrestomathie, Sect. I. Alle 14 Tage eine häusliche Arbeit. Bis Weihnachten Bloemer, von da an Heſſe.

6. Geſchichte. 2 St. Deutſche Geſchichte von den früheſten Zeiten bis zur Refor⸗ mation nach Pütz. Blömer.