Jahrgang 
1901
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IV. Geſchichte der Anſtalt.

Das Schuljahr begann Montag den 22. April mit Anmeldung und Aufnahmeprüfung der eintretenden Schüler. Dienstag den 23. April nahm der Unterricht nach einer kurzen Schulfeier ſeinen Anfang.

Durch Verfügung Großh. Miniſteriums vom 14. April 1900 wird dem Großh. Lehramts⸗ aſſeſſor Dr. Wilhelm Kalbfleiſch zu Michelſtadt die proviſoriſche Verwaltung einer Lehrerſtelle an der Großh. Oberrealſchule zu Darmſtadt und dem Lehramtsacceſſiſten Heinrich Winter zu Gernsheim die proviſoriſche Verwaltung einer Lehrerſtelle an der Großh. Realſchule zu Michelſtadt mit Wirkung vom Beginne des Schuljahres 1900/01 an übertragen.

Durch Verfügung Großh. Miniſteriums vom 14. April und vom 3. Mai 1900 wird dem Großh. Oberlehrer Hans Kißner zu Michelſtadt die proviſoriſche Verwaltung einer Lehrerſtelle am Großh. Ludwig⸗Georgs⸗Gymnaſium zu Darmſtadt unter Wahrung ſeiner Rechte als definitiv ange⸗ ſtellter Lehrer an der Großh. Realſchule zu Michelſtadt, und durch Verfügung vom 14. April und vom 18. April 1900 wird dem Großh. Lehramtsaſſeſſor Wilhelm Liebrich zu Beerfelden die provi⸗ ſoriſche Verwaltung einer Lehrerſtelle an der Großh. Realſchule zu Michelſtadt mit Wirkung vom 18. April 1900 übertragen.

Durch Allerhöchſtes Dekret am 5. Mai 1900 wird der Großh. Oberlehrer Hans Kißner zu Michelſtadt zum Oberlehrer an dem Großh. Ludwig⸗Georgs⸗Gymnaſium zu Darmſtadt mit Wirkung vom 18. April 1900 und der Großh. Lehramtsaſſeſſor Wilhelm Liebrich aus Gießen zum Oberlehrer an der Großh. Realſchule zu Michelſtadt mit Wirkung vom 20. April 1900 ernannt.

Durch Verfügung Großh. Miniſteriums vom 7. Mai 1900 wird dem Oberlehrer Profeſſor Dr. Wittich zu Michelſtadt der ärztlicherſeits für notwendig erklärte Urlaub bis zum 30. September 1900 bewilligt, und durch Verfügung vom 30. Mai 1900 wird dem Lehramtsacceſſiſt Heinrich Wagner zu Gießen zur Vertretung des Oberlehrers Prof. Dr. Wittich die proviſoriſche Verwaltung einer Lehrerſtelle an der Großh. Realſchule zu Michelſtadt mit Wirkung vom 7. Juni 1900 übertragen.

Herr Miniſterialrat Eiſenhuth und Herr Geh. Oberſchulrat Nodnagel beſuchten am 10. Auguſt 1900 unſere Lehranſtalt und wohnten dem Unterricht in faſt allen Klaſſen bei.

Durch hohe Dekrete Großh. Miniſteriums vom 26. September 1900 werden die Lehrer an der Großh. Realſchule zu Michelſtadt Wilhelm Hilß und Wilhelm Weis mit Wirkung vom 1. Oktober 1900 unter Anerkennung ihrer langjährigen und treuen Dienſte in den Ruheſtand ver⸗ ſetzt. Seine Königliche Hoheit der Großherzog geruhten Allergnädigſt, denſelben aus dieſem Anlaß das Ritterkreuz 2. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen zu verleihen.

Durch hohes Dekret Großh. Miniſteriums vom 26. September 1900 wird der Lehrer an der Volksſchule zu Michelſtadt Johannes Olt zum Lehrer an der Realſchule zu Michelſtadt mit Wirkung vom 1. Oktober 1900 ernannt.

Durch Verfügung Grobh. Miniſteriums vom 24. September und 15. Oktober 1900 wird dem Lehramtsaſpiranten Albert Reitz zu Wolfhagen, Reg.⸗Bez. Kaſſel, die proviſoriſche Verwaltung einer Lehrerſtelle an der Großh. Realſchule zu Michelſtadt übertragen.

Durch Verfügung Großh. Miniſteriums vom 4. Oktober 1900 wird dem Lehramtsacceſſiſten Heinrich Wagner zu Michelſtadt die proviſoriſche Verwaltung einer Lehrerſtelle an der höheren Bürger⸗ ſchule zu Langen übertragen.

Durch Verfügung Großh. Miniſteriums vom 26. Oktober 1900 wird nach Rücktritt des israel. Religionslehrers Jakob Gottſchall dem israel. Religionslehrer Abraham Fröhlich zu Michel⸗ ſtadt die Erteilung des israel. Religionsunterrichts an der Großh. Realſchule zu Michelſtadt übertragen.

Seine Königliche Hoheit der Großherzog geruhten Allergnädigſt, dem israel. Religionslehrer Jakob Gottſchall zu Michelſtadt am 23. November 1900 des ſilberne Kreuz des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen zu verleihen.

Unter dem Vorſitze des Direktors, dem die Geſchäfte des Regierungsvertreters übertragen waren, fand am 8. März die Abgangsprüfung der Schüler der Klaſſe IIa und die fakultative Abſchlußprüfung einiger Schüler der Klaſſe IIb ſtatt. Sämtliche Schüler der Klaſſe IIa und 6 Schüler der Klaſſe IIb, welche ſich der mündlichen Prüfung unterzogen, konnten als beſtanden erklärt werden.