Jahrgang 
1881
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Allgemeine Arithmetik und Algebra. Uebung im Rechnen mit Potenzen und Wur⸗ zeln. Logarithmen. Gleichungen 1. Grades mit mehreren Unbekannten. Quadratiſche Gleichungen.

In Klaſſe I: Geometrie. Löſen von trigonometriſchen Aufgaben. Schwierigere Aufgaben aus der Planimetrie. Elemente der Stereometrie.

Allgemeine Arithmetik und Algebra. Quadratiſche Gleichungen mit 1 und 2 Unbe⸗ kannten. Komplexe Zahlen. Arithmetiſche und geometriſche Progreſſionen. Zinſeszins⸗ und Renten⸗ rechnung. Diophantiſche Gleichungen.

8. Naturwiſſenſchaften.

Der Unterricht in den Naturwiſſenſchaften ſoll dem Schüler einen gewiſſen Schatz von Kennt⸗ niſſen überliefern, ihm Freude an der Natur beibringen und ihn beobachten und das Beobachtete geiſtig verwerthen lehren.

a. Naturgeſchichte. Lehrziel iſt: Kenntniß der hauptſächlichſten Thier⸗ und Pflanzenformen, namentlich der einheimiſchen und für uns beſonders wichtigen; Bekanntſchaft mit den unterſcheidenden Merkmalen und den hierauf begründeten Syſtemen; Kenntniß der Hauptorgane des menſchlichen, thieriſchen und Pflanzen⸗Körpers, ſowie ihrer Funktionen; Ueberblick über die wichtigſten Mineralien und Felsarten, ſowie über deren Lagerungsverhältniſſe. Aus der großen Fülle von Stoff iſt nur relativ Weniges herauszugreifen, dies aber eingehend zu behandeln und ſtets die Verbindung zu einem Ganzen herzuſtellen. Ueberall iſt von der Anſchauung auszugehen.

Von Klaſſe IV an iſt ein Lehrbuch einzuführen.

Auf die einzelnen Klaſſen vertheilt ſich der Stoff in folgender Weiſe:

In Klaſſe VI wird durch Betrachtung einer verhältnißmäßig kleinen Anzahl von Repräſentanten des Thier⸗ und Pflanzenreichs zunächſt das Beobachtungs⸗ und Unterſcheidungsvermögen geübt. In der Zoologie wird dabei mit den Wirbelthieren begonnen.

In Klaſſe V werden die früher Leydidelten und die neu hinzutretenden Repräſentanten der beiden Reiche nach ihrer Verwandtſchaft in Gruppen zuſammengeſtellt.

In Klaſſe IV und III. Syſtematiſche Ueberſicht des Thier⸗ und Pflanzenreichs. Das Wichtigſte aus der Anatomie und Phyſiologie. Kurze Betrachtung der hauptſächlichſten Organe des menſchlichen Körpers und ihrer Verrichtungen.

1 Das Sommerhalbjahr wird vorzugsweiſe für Botanik, das Winterhalbjahr dagegen für Zoologie enützt.

In den Klaſſen II und I Mineralogie im Anſchluß an die Chemie, die wichtigſten Felsarten und ihre Lagerungsverhältniſſe.

b. Phyſik. Lehrziel: Kenntniß der wichtigſten phyſikaliſchen Erſcheinungen und ihrer Geſetze, mit beſonderer Berückſichtigung der praktiſchen Anwendungen.

In den beiden unteren Jahreskurſen beruht der Unterricht faſt ausſchließlich auf der Anſchau⸗ ung. An den in der Natur beobachteten Vorgängen und zahlreichen Verſuchen werden die Schüler auf die Erſcheinungen aufmerkſam gemacht, daraus die Geſetze abgeleitet und dann auf die Urſachen, die Kräfte, hingewieſen. In der oberſten Klaſſe tritt die deduktive Behandlung mehr hervor, jedoch muß das Experiment auch hier die Hauptrolle ſpielen. Ein Lehrbuch iſt einzuführen.

Der Unterrichtsſtoff vertheilt ſich in folgender Weiſe auf die einzelnen Klaſſen:

In Klaſſe III. Die allgemeinen Eigenſchaften der Körper. Einiges aus der Mechanik, ſoweit es zum Verſtändniß des Späteren nothwendig iſt, mit Begründung durch das Experiment. Einiges aus der Wärmelehre.

In Klaſſe II. Wärme, Magnetismus und Elektricität.

In Klaſſe I. Das Nothwendigſte aus der Akuſtik. Katoptrik, Dioptrik, das Auge und die optiſchen Inſtrumente. Mechanik. Ueberſichtliche Wiederholung.

c. Chemie. Lehrziel: Die Elemente der anorganiſchen Chemie, ſowie das Weſentlichſte aus der chemiſchen Technologie der wichtigeren anorganiſchen Produkte. Ein Lehrbuch iſt einzuführen.

Der Stoff iſt in angemeſſener Weiſe auf die Klaſſen II und I zu vertheilen.

9. Zeichnen.

Der Unterricht im Zeichnen beginnt mit Vorzeichnen durch den Lehrer an der Schultafel; daran reiht ſich das Zeichnen nach Vorlagen, Modellen und Gipsabgüſſen in methodiſcher Folge, wobei auch den antiken Formen Aufmerkſamkeit zuzuwenden iſt. An der graphiſchen Nachbildung von großen geo⸗