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d. Bewäſſerung. e. Düngung der Wieſen. f. Sonſtige Pflege der Wieſen. g. Verjüngung alter und Anlegung neuer Wieſen. h. Erndte und Ertrag der Wieſen. 3 2. Die künſtlichen Wieſen. a. Anban und Werth der verſchiedenen Kleearten und Kleegrasſaaten. Als Grundlage des Unterrichtes wurde das landwirthſchaftliche Lehrbuch von Lippe⸗Weißenfeld
benutzt.
Phyſik und Chemie, 2 Stunden wöchentlich, bei dem Director. Unter Zugrundlegung des II. Kapitels des landwirthſchaftlichen Lehrbuchs von Lippe⸗Weißenfeld wurden die wichtigſten chemiſchen Grund⸗ ſtoffe und deren Verbindungen nach Darſtellung, Eigenſchaften und Anwendung in der Landwirthſchaft durchgenommen, durch Verſuche erläutert und einige ſtöchiometriſche Uebnngen zur Anwendung der behandel⸗ ten Lehren angereiht. An paſſenden Stellen wurden wichtige phyſikaliſche Erſcheinungen, die Erſcheinungen der Molekularanziehung, der Schwere, der Wärme betrachtet und die einſchlägigen Inſtrumente, z. B. Luftpumpe, Waſſerpumpe, Aräometer, Waagen, Barometer, Thermometer, Pſychrometer, u. a. m. vorgeführt, erklärt und durch Verſuche erläutert.
Mineralogie(Agrologie), 2 Stunden vöchentlich, bei Herrn Buxbaum. Unterſchied zwiſchen Geſtein und Steinart, die wichtigſten einfachen Mineralien und die gemengten Geſteine.(Thon⸗ ſchiefer, Glimmerſchiefer, Gneiß, Granit, Syenit, Grünſtein, Porphyr, Melaphyr, Baſalt, Phonolith, Trachyt, Lava,— Trümmerfels, Conglomerat, Sandſtein, Schutt, Kies, Sand, Grus, Mergel, Thon, Walkerde, Tuff, Dammerde). Die Bodenkunde unter Zugrundlegung des landwirthſchaftlichen Lehrbuchs von Lippe⸗ Weißenfeld.(Die phyſikaliſchen und chemiſchen Eigenzchaſten des Bodens.)— Claſſifikation des Bodens.
Der Unterricht wurde gefördert durch Tafeln, die den Durchſchnitt der Erde, ein geologiſches Schema und praktiſche Beiſpiele deutſcher Gebirgſtöcke(Odenwald, Rieſengebirg ꝛc.) darſtellen, durch die inſtructive Anſchauung vollſtändiger Sammlungen der Mineralien, Fels⸗ und Erdarten, ſowie durch Ex⸗ curſionen.
Rechnen, 2 Stunden wöchentlich, bei Herrn Weis.
I. Abtheilung. Einfache und zuſammengeſetzte Regel⸗de⸗trie, Ziusrechnung, Rabatt⸗ und Dis⸗ conto⸗Rechnung, Speſen⸗Rechnung, Gewinn⸗ und Verluſtrechnung, Theilungs⸗ und Geſellſchaftsrechnung und Miſchungsrechnung.
II. Abtheilung. Die Lehre von den gemeinen und Decimalbrüchen, die einfache und zuſam⸗ mengeſetzte Regel⸗de⸗trie und die Zinsrechnung,.
In beiden Abtheilungen wurden die neuen Münzen, Maße und Gewichte gründlich eingeübt.
eometrie, 1 Stunde wöchentlich, bei Herrn Buxbaum. Anſchauliche Feſtſtellung geometriſcher Begriffe an Körpermodellen; die Lehre von den geraden Linien und Winkeln; die Theorie der Parallelen; die Congruenz der Dreiecke und ihre Anwendung auf Conſtructionen; das Viereck, insbeſondere das Paral⸗ lelogramm und Trapez; Gleichheit und Verwandlung, Ausmeſſung, Berechnung und Theilung der Figuren. Längen⸗, Flächen⸗ und Körperberechnungen im Anſchluß an die wichtigſten Lehrſätze aus der Planimetrie und Eerane Löſung vieler Aufgaben mit beſonderer Berückſichtigung der in der Landwirthſchaft vorkom⸗ menden Fälle.
Behufs Uebung im Feldmeſſen und Planzeichnen wurden die gebräuchlichſten Meßinſtrumente (Abſteckſtäbe, Klafterſtäbe, Meßkette, Kreuzſcheibe ꝛc.) vorgezeigt, ihr Zweck und Gebrauch erläutert und außerdem angegeben, wie ſolche in Bezug auf ihre Richtigkeit geprüft und corrigiert werden können. Dann wurden mehrere Grundſtücke wirklich aufgenommen, die Pläne dazu gezeichnet und in Farben gelegt.
Deutſche Sprache, 2 Stunden wöchentlich, bei Herrn Litt. Anfertigung von Geſchäftsaufſätzen, als: Quittungen(in verſchiedener Form), Schuldſcheinen, Vollmachten, Reverſen, Zeugniſſen, Contracten, Rechnungen eꝛc. nebſt leichteren Briefen, für welche in der Regel der Inhalt und Gedankengang durch kurze, den Schülern dictierte Sätze gegeben wurde. Die Arbeiten der Schüler wurden corrigiert mit Rückſicht auf Orthographie, Interpunction, grammatiſche und logiſche Richtigkeit.


