Jahrgang 
1871
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8 3) Kalligraphiebei Herrn Roth, 2 Stunden wöchentlich: Machſchreiben der deutſchen und engliſchen Vorlegeblätter von Heinrigs. n an.

4) Geſang. Sieh Seite 10. 5) Turnen. Sieh Seite 10.

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Zweite Klaſſe. (Claſſenführer: Herr Litt.)

A. Religion. Sieh Seite 6 A. 1) und Seie 3 A. 2) und 3).

B. Sprachen.

1) Deutſche Sprache, bei Herrn eitt, 2 Stunden wöchentlich:

a) Styl: Größere Aufſätze verſchiedener Art; Uebungen im Disponieren; die Redefiguren mit inäben und theilweiſem Nachbilden von zahlreichen Beiſpielen. 2 Stunden wöchentlich; n

b) Literatur: Die Poetik. Kenntniß der wichtigſten Dichtungsarten, ſowie der hervorranendſten Dichter in jeder einzelnen Dichtungsart nebſt Lectüre von Muſterſtücken. 1 Stunde wöchenthich

2) Franzöſiſche Sprache, bei Herrn Kromm, 5 Stunden wöchentlich: a) Grammatik: Die Lehre von den Verbes nach Hirzel, verbunden mit mündlicher und ſchriftlicher Ueberſetzung der betreffenden Uebungsſtücke, 2 Stunden wöchentlich; b) Lectüre: Charles XII. par Voltaire, livre I. und II., 2 Stunden wöchentlich; c) Styl und Converſation: Uebungen im Niederſchreiben franzöſiſcher Dictate, freie Ueberſetzung

und Niederſchreiben von Erzählungen ꝛc., verbunden mit Uebungen in der Eonwerſätion, 1 Etunde wöchentlich.

3) Engliſche Sprache, bei Herrn Kromm, 2 Stunden wschenlic: In Behnſch's Lehrgang die Uebungsſtücke von Nr. 93 bis zu Ende mündlich und ſchriftlich überſetzt; in der 2. Abtheilung deſſelben Buchs die Leſeſtücke zum Theil durchgenommen; in Georg's engliſcher Grammatik die Lehre vom Haupt⸗ und Eigen⸗ ſchaftswort, mit mündlicher und ſchriftlicher Ueberſetzung der zugehörigen Aufgaben.

4) Lateiniſche Sprache, bei Herrn Becker, 4 Stunden wöchentlich: Wiederholung der Lehre von den unregelmäßigen Formen. Die ſyntactiſchen Regeln in Spieß Quinta, 2. Abſchnitt, wurden bis Nr. XXI. ge⸗ lernt und durch ſcht ſtlich und mündliche Exercitien eingeübt. Gornel: Pausanias, Cimon, Lysander, Alcibiades. Wöchentlich 1 Stunde flores et fructus. Alle vierzehn Täge ein Exercitium Pro lces

C. Realwifſenſchaften.

1) Algelrn, b bei dem Director, 2 Stunden wöchentlich: Betrachtung und Eintheilung der Größen überhaupt. Die vier Grundrechnungsarten mit allgemeinen Zahlengrößen. Die Lehre von den Potenzen und Wurzeln. Die Logarithmen. Gleichungen des erſten und zweiten Grades mit Einer und mehreren Unbe⸗ kannten. Die arithmetiſchen und geometriſchen Progreſſionen. Anwendung auf Zinſeszinſen und Rentenrechnung.

Lehrbuch: Beiſpiele und Aufgaben zur Algebra von Lauteſchläger. Schriftliche Beantwortung von Fragen.

2) Kaufmänniſches Rechnen, gemeinſchaftlich mit den Schülern der 1. Claſſe, bei dem Director, 1 Stunde wöchentlich. Nach Rothſchild's Taſchenbuch für Kaufleute wurden die Procentrechnung unter An⸗ wendung der Uſancen beim Waarenhandel, ſowie der Unkoſten beim Bezug der Waaren(Speſen), ferner die Comptanten⸗, Wechſel⸗ und Effektenrechnung durchgenommen und bei der Answahl der Beiſpiele Darſilung und Bezug wichtiger Waaren beſprochen(Waarenkunde).