Jahrgang 
1867
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Erſte Claſſe. (Claſſenführer: Der Director.)

A. Religion. Sieh Seite 6 A. 1) und Seite 3 A. 2) und 3).

B. Sprachen.

1) Deutſche Sprache, bei Herrn Litt, 3 Stunden wöchentlich:

a) Literaturgeſchichte: Die Poetik. Charakteriſtik der wichtigſten lyriſchen, epiſchen, dramatiſchen und didaktiſchen Dichtungsarten; Lektüre vieler Muſterſtücke. Im Winterhalbjahr die Literaturgeſchichte von der älteſten Zeit bis auf Opitz. Geleſen wurden W. Tell, die Braut von Meſſina, Iphigenia; memoriert wurden die Glocke von Schiller, die 3 Ringe von Leſſing, außerdem zahlreiche ſentenziöſe Stellen aus Tell, der Braut von Meſſina, Iphigenia und Wallenſtein. 2 Stunden wöchentlich.

b) Styl: Größere Aufſätze verſchiedener Art, beſonders Briefe; die Redefiguren mit vielen Beiſpielen. 1 Stunde wöchentlich. L 2) Franzöſiſche Sprache, im Sommerſemeſter 6, im Winterhalbjahr 4 Stunden wöchentlich: a) Lectüre, bis zum Herbſt bei Herrn Freiherrn von Touſſaint, von da an bei Herrn Kromm, im Sommerſemeſter 3, im Winterhalbjahr 1 Stunde wöchentlich: Voltaire, Charles XII., von Seeiite l bis 30; b) Grammatik, bei Herrn Kromm, 2 Stunden wöchentlich: Die Lehre von den Verbes nach Hirzel, verbunden mit mündlicher und ſchriftlicher Ueberſetzung der betreffenden Uebungsſtücke;

c) Stylübungen, bis zum Herbſt bei Herrn Freiherrn von Touſſ aint, von da an bei Herrn Kromm, 1 Stunde wöchentlich: Uebungen im franzöſiſchen Niederſchreiben deutſcher Dictate, Briefe ꝛc. In allen Stunden Uebungen in der Converſation.

3) Engliſche Sprache, bei Herrn Kromm, 2 Stunden wöchentlich: Im eingeführten Lehrbuch die Uebungsſtücke von Nr. 100 bis zu Ende mündlich und ſchriftlich überſetzt; in der 2. Abtheilung des Lehrbuchs die Leſeſtücke zum Theil durchgenommen, verbunden mit grammatiſcher Analyſe; geleſen Tales of a Grand- father by W. Scott, von Seite 1 bis 30; Sprechübungen.

Lehrbuch: Behnſch's praktiſcher Lehrgang der engliſchen Sprache. 4) Lateiniſche Sprache. Sieh Seite 9.

C. nealmiffenſchaften.

1) Algebra, bei dem Director, 2 Stunden wöchentlich: Betrachtung und Eintheilung der Größen überhaupt. Die vier Grundrechnungsarten mit allgemeinen Zahlengrößen. Die Lehre von den Potenzen und Wurzeln. Die Logarithmen. Gleichungen des erſten und zweiten Grades mit einer und mehreren Unbekannten. Die arithmetiſchen und geometriſchen Progreſſionen. Anwendung auf Zinſeszinſen und Rentenrechnung. Lehrbuch: Beiſpiele und Aufgaben zur Algebra von Lauteſchläger.

2) Kaufmänniſches Rechnen, bei Herrn Litt, 1 Stunde wöchentlich: Die Zins⸗, Gewinn⸗ und Ver⸗ luſt-, Alligations⸗, Rabatt⸗ und Discontorechnung: die Münzrechnung; Kenntniß der wichtigſten Zinsfuße; das Wichtigſte aus der Lehre von den Wechſeln. 3

3) Geometrie, bei dem Director, 2 Stunden wöchentlich: Die Lehre von dem Kreiſe und den Viel⸗ ecken in und um denſelben; Eintheilung, Eigenſchaften und Benennung der wichtigſten Körper. Berechnung der Oberfläche und des Inhalts derſelben. Grundanſchauungen der darſtellenden Geometrie. Die Elemente der gegenſeitigen Anwendung der Algebra und Geometrie aufeinander.