6
ò
a) Betrachtung einzelner Pſalmen; Lectüre des Evangeliums Johannis;
b) Vorgeſchichte der chriſtlichen Kirche; Geſchichte der chriſtlichen Kirche bis zur Zeit Conſtantin's des Großen;.
c) im Katechismus Wiederholung der Lehre von Gott, der Erlöſung und Heiligung; Betrachtung der Lehre von den letzten Dingen, dem Leben des geheiligten Chriſten bis zu den Pflichten gegen die Nächſten; die darauf bezüglichen Sprüche erklärt und von den Schülern memoriert;
d) mehrere Kirchenlieder genan erklärt und von den Schülern dann auswendig gelernt.
2) Katholiſcher Religionsunterricht. Sieh Seite 3 A. 2). 3) Israelitiſcher Religionsunterricht. Sieh Seite 3 A. 3).
B. Sprachen.
1) Deutſche Sprache, 4 Stunden wöchentlich:
a) Grammatik: die Lehre vom zuſammengezogenen und zuſammengeſetzten Satze, ſowie von dem ver⸗ kürzten Nebenſatze, verbunden mit ſchriftlichen Uebungen im Definieren von Begriffen, im Bilden von logiſchen Schlüſſen und ſchwierigeren Satzverbindungen; Analyſe größerer Sprachſtücke in Bezug auf Redetheile, Satzarten und Interpunctionsregeln, bei Herrn Litt, 1 Stunde wöchentlich;
b) Styl: größere erzählende und ſchildernde Aufſätze, ſowie größere Geſchäfts⸗ und Convenienzbriefe, bei Herrn Litt, 1 Stunde wöchentlich;
c) Uebungen in der Orthographie; Repetition der orthographiſchen Grundregeln, bei Herrn Lang⸗ rock, 1 Stunde wöchentlich;
d) Memorieren proſaiſcher und poetiſcher Stücke aus dem 2. Theil des eingeführten Leſebuches, bei Herrn Langrock, 1 Stunde wochentlich.
2) Franzöſiſche Sprache, im Sommer⸗Semeſter 6, im Winter⸗Halbjahr 5 Stunden wöchentlich:
a) Grammatik, bei Herrn Kromm, 2 Stunden wöchentlich: die Lehre von dem Artikel, den Kub- stantifs, Adjectifs, Numératifs und Pronoms nach Hirzel's Grammatik; die betreffenden Uebungs⸗ ſtücke mündlich und ſchriftlich in's Franzöſiſche überſetzt; Sprechübungen;
b) Lectüre und Converſation, bei Herrn Freiherrn von Touſſaint, im Sommer⸗Semeſter 4, im Winter⸗Halbjahr 3 Stunden wöchentlich: Madame Cottin's Elisabeth von Seite 1 bis 16 mündlich überſetzt und in ſprachlicher Beziehung analyſiert; Uebungen im Conjugieren der unregel⸗ mäßigen Zeitwörter, im Briefſchreiben und in der Converſation. 1—
3) Engliſche Sprache, bei Herrn Kromm, 2 Stunden wöchentlich: in dem eingeführten Lehrbuch die Uebungsſtücke von Nr. 1 bis 95 überſetzt, und zwar die engliſchen mündlich, die deutſchen mündlich und ſchriftlich; die Wortlehre durchgenommen; Memorier⸗ und Sprechübungen.
Lehrbuch: Behnſch's praktiſcher Lehrgang der engliſchen Sprache.
4) Lateiniſche Sprache. Sieh Seite 8.
C. Realwiſſenſchaften.
1) Arithmetik, bei Herrn Litt, 2 Stunden wöchentlich: die Decimalbrüche; Anwendung derſelben bei Flächen⸗ und Körperberechnung; die Lehre von den Proportionen; die arithmetiſchen Progreſſionen; Ausziehung der Quadrat⸗ und Kubikwurzeln.
2) Geometrie, bei Herrn Kromm, 2 Stunden wöchentlich: die Lehrſätze über Linien und Winkel, die Congruenz der Dreiecke, die Parallellinien und Parallelogramme, die Vergleichung der Parallelogramme mit einander und mit den Dreiecken hinſichtlich des Flächeninhaltes; die Verwandlung geradliniger Figuren, die Proportionalität der Linien, die Aehnlichkeit der geradlinigen Figuren und die Ausmeſſung derſelben, verbunden mit Conſtructions⸗ und Rechnungsaufgaben.
3) Phyſik, bei Herrn Kromm, 2 Stunden wöchentlich: Einleitung, allgemeine Eigenſchaften der Körper, Aggregatzuſtände, Molecularkräfte, Adhäſion, Capillarität, Endosmoſe, Kryſtalliſation; die Lehre von dem Magne⸗ tismus, der Wärme, dem Schalle und dem Lichte, durch Verſuche erläutert.
Brettner's Lehrbuch der Phyſik. 3


