B. Sprachen.
1) Deutſche Sprache, im Sommer⸗Semeſter 8, im Winter⸗Halbjahr 6 Stunden woͤchentlich. Bei Herrn Langrock, im Sommer 6, im Winter 5 Stunden wöchentlich: a) öorthographiſche Uebungen nebſt Einprägung der Grundregeln der Orthographie; b) Memorieren kleiner poetiſchen Stücke aus dem 1. Theil des eingeführten Leſebuches; c) Aufſätze, hauptſächlich erzählenden und beſchreibenden Inhaltes; d) Grammatik: die Lehre von den Wortarten.
Bis zum 21. Juli 1864 bei Herrn Roth, von da an bei Herrn L Langrock, im Sommer⸗Seme⸗
ſter 2, im Winter⸗Halbjahr 1 Stunde wöchentlich: Leſeübungen mit beſonderer Berückſichtigung der Betonung. Lehrbücher: Bremer Leſebuch, Wagner's Handbuch der deutſchen Sprachlehre.
2) Franzöſiſche Sprache, bei Herrn Litt, 4 Stunden wöchentlich: Die Uebungsſtücke in Albrecht's Elementarbuch von Seite 1 bis 55 wurden überſetzt, die Exercitien corrigiert und die in denſelben vorkom⸗ menden Wörter auswendig gelernt; außerdem mündliche und ſchriftliche Uebungen im Declinieren und Con— jugieren, beſonders in der Biegung der Hilfszeitwörter in bejahender, verneinender, fragender und fragend⸗ verneinender Form.
3) Lateiniſche Sprache. Sieh Seite 8.
c. Realmiſſenſchaften.
1) Arithmetik, bei Herrn Litt, 3 Stunden wöchentlich: Zahlenleſen und ⸗ſchreiben; die 4 Grundrech⸗ nungsarten mit unbenannten und beuannten ganzen Zahlen; die gemeinen Brüche.— Bei Herrn Roth in 1 Stunde wöchentlich: Kopfrechnen.
Lehrbuch: Niepoth's praktiſches Rechenbuch.
2) Naturgeſchichte, gemeinſchaftlich mit den Schülern der III. Claſſe, bei Herrn Litt, 2 Stunden wöchentlich: Characteriſtik der 3 Naturreiche; vergleichende Betrachtung des Pflanzen⸗ und Thierlebens; die Juſekten, beſonders die Käfer und die Schmetterlinge; die Vögel und die Amphibien.
Kein Lehrbuch, ſondern Ausarbeitungen der Schüler nach dictierten Fragen.
3) Geographie, bei Herrn Langrock, 2 Stunden wöchentlich: Die Elementar⸗Geographie wurde behandelt und Deutſchland nach ſeinen Gebirgs⸗ und Stromſyſtemen betrachtet. Lehrbuch: Wagner's Handbuch der Erdbeſchreibung. Wagner's Schulatlas.
D. KAünfle.
1) Freihandzeichnen, gemeinſchaftlich mit den Schülern der III. Claſſe, bis zum 21. Juli bei Herrn Lang, von da an bei Herrn Kromm, 2 Stunden vöchentlich: Vorübungen; gerad⸗ und krummlinige Figuren; beſondere Pflege des Contourzeichnens; Anfangsgründe des Schattierens; Ornamente und Landſchaften nach Vorlagen.
2) Schöuſchreiben, bei Herrn Roth, im Sommer⸗Semeſter 2, im Winter⸗Halbjahr gemeinſchaftlich mit den Schülern der III. Claſſe 3 Stunden wöchentlich: Körper⸗ und Federhaltung; elementariſche Ent⸗ wickelung und Einübung ſowohl des kleinen und großen deutſchen, als auch des kleinen und großen eing⸗ liſchen Alphabetes; Nachſchreiben der deutſchen Vorlegeblätter des hürnadhen Lehrervereins.
3) Geſang. Sieh Seite 9. 4) Turnen. Sieh Seite 9.
AVVVAn,
Dritte Claſſe. (Claſſenführer: Herr Kromm.) A. Religion. Sieh Seite 3 A. 1), 2) und 3).


