Jahrgang 
1864
Einzelbild herunterladen

4.

2) Franzöſiſche Sprache, bei Herrn Litt, 4 Stunden wöchentlich: Die Uebungsſtücke in Albrecht's

Elementarbuch von Seite 1 bis 60 wurden überſetzt, die Exercitien corrigiert und die in denſelben vorkommen⸗

den Wörter auswendig gelernt, außerdem mündliche und ſchriftliche Uebung im Declinieren und Conjugieren, beſonders in der Biegung der Hilfszeitwörter in bejahender, verneinender und fragender Form, vorgenommen.

3) Lateiniſche Sprache. Siehe Seite 8.

C. Realmiſſenſchaften.

1) Arithmetik, bei Herrn Litt, 3 Stunden wöchentlich: Zahlenleſen und ⸗ſchreiben; die 4 Grundrech⸗ nungsarten mit unbenannten und benannten ganzen Zahlen; die gemeinen Brüche. Bei Herrn Roth in 1 Stunde wöchentlich: Kopfrechnen.

Lehrbuch: Niepoth's praktiſches Rechenbuch.*

2) Naturgeſchichte, gemeinſchaftlich mit den Schülern der III. Claſſe, bei Herrn Litt, 2 Stunden wöchentlich: Characteriſtik der 3 Naturreiche; vergleichende Betrachtung des Pflanzen- und Thierlebens im All⸗ gemeinen; die Lehre vom Körperbau des Menſchen, verbunden mit geeigneten Hinweiſungen auf Geſundheits⸗ regeln; die Säugethiere.

Kein Lehrbuch, ſondern Ausarbeitungen der Schüler nach dictierten Fragen.

3) Geographie, bei Herrn Langrock, 2 Stunden wöchentlich: Die Elementar⸗Geographie wurde be⸗

handelt und Deutſchland nach ſeinen Gebirgs⸗ und Stromſyſtemen betrachtet. Lehrbuch: Wagners Handbuch der Erdbeſchreibung. Wagner's Schulatlas.

D. Rünſte.

1) Freihandzeichnen, gemeinſchaftlich mit den Schülern der III. Claſſe, bei Herrn Lang, 2 Stunden wöchentlich: Vorübungen; gerad⸗ und krummlinige Figuren; beſondere Pflege des Contourzeichnens; Uebungen im Schattieren; Ornamente und Landſchaften nach Vorlagen.

2) Schönſchreiben, bei Herrn Roth, im Sommer⸗Semeſter 2, im Winterhalbjahr gemeinſchaftlich mit den Schülern der III. Claſſe 3 Stunden wöchentlich: Körper- und Federhaltung; elementariſche Entwickelung und Ein⸗ übung ſowohl des kleinen und großen deutſchen, als auch des kleinen und großen engliſchen Alphabetes; Nachſchreiben der deutſchen Vorlegeblätter des thüringiſchen Lehrervereins.

3) Geſang. Siehe Seite 8. 4) Turnen. Siehe Seite 8.

Dritte Claſſe. (Claſſenführer: Herr Kromm.)

A. Religion. Siehe Seite 3 A. 1)

B. Sprachen.

1) Deutſche Sprache, im Sommer 7, im Winter 6 Stunden wöchentlich.

Bei Herrn Langrock im Sommer 6, im Winter 5 Stunden wöchentlich: a) Einprägung der orthographiſchen Regeln und Einübung derſelben an Dictaten; b) Memorieren und Vortragen größerer poetiſchen Stücke aus dem 1. Theil des eingeführten Leſebuches; c) Fertigung leichterer Geſchäftsaufſätze und Uebung im Briefſchreiben;

d) Grammatik: die Lehre vom einfachen und erweiterten einfachen Satze, verbunden mit mündlichen und ſchriftlichen Uebungen.