Jahrgang 
1871
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Alexander VYpsilanti, von W. Rüller, vorgetr. von Max Fulda aus V. How bad news are to be communicated, Gespräch, vorgetr. von Karl Vigelius und Eduard Kremer aus III. h. Der Dessauer und das Kaiserschwert, von Fouqué, vorg. v. Jacob Wahl aus IV. i. Das Münster, von Schenkendorf, vorgetr. von Jos. Gernand aus IV. k. La Chute des feuilles, par Millvoye, vorgetr. von Paul Ramroth aus III. 6) Musik: a. Steirisches Lied und b. Glöckchen-Polka von Becker, auf der Zither vorgetr. v. H. Moos aus III. 7) Declamation: Scene aus Schillers Tell(I. 4), vorgetr. von Kil. Laturner, Karl Menges und M. Hübinger aus II. 8) Gesang: Rheinsage. 9) Entlassung der Abiturienten. 10) Gesang: Danklied, von C. P. Schulz.

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C. Wiedereröffnung des Unterrichts.

Die Ferien dauern bis zum 25. April. Am 26. April Vormittags 8 Uhr findet im Lokal der Anstalt die Aufnahmeprüfung statt. Die zur Prüfung sich Meldenden haben einen Geburtsschein und ein Zeugniss der früher besuchten Schulée vorzulegen. In Sexta können nur Knaben, welche das 9. Lebensjahr zurückgelegt haben, aufgenom- mmen werden; im Uebrigen entscheidet die Prüfung. Am 27. Vormittags 10 Uhr nach vorgängigem Gottesdienst für die katholischen Schüler in der Hospitalskirche, für die evangelischen im Classenzimmer der Sexta wird das Schuljahr mit einer Ver- sammnng aller Schüler in herkömmlicher Weise eröffnet werden.

Mit dem neuen Schuljahr tritt eine Vorbereitungsklasse in's Leben, welche Kna- ben von mindestens acht Jahren aufnimmt, um sie zum Uebertritt in die Sexta der höheren Bürgerschule zu befähigen. Da die Einrichtung einer solchen Klasse auf den Wunsch einer bedeutenden Zahl hiesiger Einwohner erfolgt, so enthalte ich mich einer weiteren Auseinandersetzung über die Zweckmässigkeit dieser auch anderwärts als wün- schenswerth erkannten Massregel. Sie soll im Wesentlichen dahin führen, den Ueber- gang zu den erhöhten und strengeren Anforderungen der höheren Lehranstalt zu ver- mitteln, ihm die Stetigkeit zu wahren, ohne welche eine naturgemässe und darum gedeihliche Entwickelung nicht gedacht werden kann, sie wird der Sexta, die sonst in der Regel in Unterricht und Disciplin Vieles nachzuholen hat, ehe sie ihr eigent- liches Pensum beginnen kann, gründlich vorgebildete Schüler zuführen können. Zum Lehrer der Classe ist Herr H. Metzen, dermalen zu Rüdesheim ernannt. Es steht zu hoffen, dass auch diese Classe am 26. April ihren Unterricht werde beginnen kön- nen, da die Einrichtung des Locals in Angriff genommen ist und bis zu dem bezeich- neten Termin beendigt sein kann.

Das jährliche Schulgeld für diese Classe ist auf 10 Thaler festgesetzt.

J. Hetzel, Rector.