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II. Verfügungen der vorgesetzten Behörden,
soweit sie für Schüler und deren Angehörige Interesse haben.
Berlin, 7. II. 1913.„Ob und in wie weit Schüler in geeigneten Fällen— die Geneh- migung ihrer Eltern vorausgesetzt— an besonderen Veranstaltungen und Einrichtungen von außerhalb der Schule stehenden Vereinen sich beteiligen dürfen, unterliegt der Genehmigung des Schulleiters.“
Cassel, 25. IV. 1913: Die Uebertragung der Verwaltung der Gymnasialkasse an Herrn Stadtrechner Pipberger wird genehmigt.
Berlin, 20. Xl. 1913: Die Bestimmungen der Anweisung zur Verhütung der Verbreitung übertragbater Krankheiten durch die Schulen werden auf die„spinale Kinderlähmung“ aus— gedehnt.
Cassel, 17. I. 1914: Die Wahl des Herrn Geistl. Rates Domdekan Dr. G. Hilpisch zum Mitgliede des Kuratoriums wird genehmigt.
Berlin, 18. II. 1914: Den Extraneern soll bei Ablegung der Reife- und Schlußprüfung die Möglichkeit gegeben werden, sich auch im Zeichnen prüfen zu lassen.
III. Chronik der Anstalt.
1. Kuratorium.
An Stelle des verstorbenen Herrn Rentners Dr. Wolff wurde vom Magistrat Herr Geistlicher Rat Domdekan Dr. Georg Hilpisch zum Mitgliede des Kuratoriums gewählt und vom Königl. Provinzial-Schulkollegium bestätigt.
2. Lehrerkollegium.
Mit Schluß des vorigen Schuljahres verließ uns Herr Prof. Dr. Jöris, um die Leitung des Gymnasiums in Montabaur zu übernehmen. 12 Jahre lang hat er seine wertvollen Dienste der Limburger höheren Schule gewidmet. Lehrer wie Schüler sahen ihn ungern scheiden. Unsere besten Wünsche begleiten ihn! Als Ersatz wählte das Kuratorium Herrn Valentin Reichert') vom Gymnasium in Montabaur zum Oberlehrer. Es sorgte auch für die Neu— besetzung der schon längere Zeit erledigten Oberlehrerstelle durch die Wahl des Herrn Ed. Reichwein,²) der bereits als wiss. Hilfslehrer an unserer Anstalt tätig war. Die Herren B. Dill und P. Gross wurden nach Beendigung ihres Probejahres der Anstalt auch weiterhin zur Be— schäftigung überwiesen. Herr Dr. Lutz leistete während des Schuljahres an der Anstalt sein Probejahr ab. Zeitweilig waren die Herren Dr. Karl Welz und Jos. Reichert vom Gymnasium in Montabaur an der Anstalt tätig, ersterer zur Vertretung des Herrn Val. Reichert, letzterer zur Vertretung des Herrn Xaver Thiemeyer, die beide zu einer Swöchentlichen militärischen Uebung beurlaubt waren. Herr Dr. Welz blieb nach Erledigung dieses Auftrages noch bei
¹) Valentin Reichert wurde als Sohn des Postsekretärs Val. Reichert am 9. März 1885 zu Queuleu bei Metz geboren Er besuchte das Kaiser-Wilhelms-Gymnasium zu Montabaur und studierte in Würzburg und Straßburg die klassischen Sprachen und Germanistik. Sein Staatsexamen legte er in Straßburg ab; am Gymnasium nebst Realprogymnasium zu Oberlahnstein leistete er sein Seminarjahr ab, am Kaiser-Wilhelms-Gymnasium in Montabaur sein Probejahr. Seiner Militärpflicht genügte er beim 9. Infanterie-Regiment in Würzburg. Hernach war er'! Jahr wiss. Hilfslehrer in Montabaur und trat dann als Oberlehrer Ostern 1913 zum Gymnasium und Realprogymnasium in Limburg über.
²) Ed. Reichwein, geb. zu Welschneudorf(Kreis Unterwesterwald) am 24. Okt. 1882, besuchte das Kaiser- Wilhelms-Gymnasium zu Montabaur und bestand daselbst Ostern 1902 die Reifeprüfung. Sein philologisches Staatsexamen bestand er im Juni 1908 zu Münster i. W. Das Seminarjahr leistete er bis Herbst 1909 am Kgl. Gymnasium in Weilburg ab. das Probejahr am Gymnasium in Montabaur. Als wiss Hilfslehrer war er seitdem in Corbach, Hadamar und Limburg(seit 1. I. 1913) tätig.


