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nach Rod a. d. Weil und kehrte über Neuweilnau zurück. Die Quinta besuchte von Eppstein aus den Staufen und die Sexta die Burg Schwalbach im Aarthal. Alle diese Ausflüge, an denen sich auch mehrere Mitglieder des Kuratoriums und einige Väter von Schülern be- teiligten, nahmen einen ungetrübten Verlauf und hinterliessen bei den Teilnehmern angenehme Erinnerungen.
Das Turnfest der Schule wurde am 30. Juli auf der Schaumburg in herkömmlicher Weise mit Wettturnen, Reigen, Gesangsvorträgen und Preisverteilung abgehalten. Die stets wachsende Zahl der Teilnehmer aus allen Schichten der hiesigen Bevölkerung(es mochten deren gegen 600 sein) beweist, dass die Veranstaltung zu einem Lieblingsfest der Limburger und zu einem echten Volksfest geworden ist.
Zur Feier des Allerhöchsten Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers und Königs fand in der Aula am 27. Januar ein Festaktus statt, wobei Oberlehrer Dr. Horn die Festrede über Werner von Siemens und der Primaner Bertram einen Vortrag über den Frh vom Stein hielt.
Der Geburts- und Todestage der beiden dahingeschiedenen Kaiser Wilbelm I. und Friedrich III. wurde in den einzelnen Klassen in entsprechender Weise gedacht.
In den letzten Monaten des Schuljahres wurden wiederum von Lehrern der Anstalt und anderen hiesigen Herren 6 populär-wissenschaftliche Vorträge in der Aula gehalten, zu denen die Schüler der I und II unentgeltlich Zutritt hatten, während die übrigen Zuhörer ein geringes Eintrittsgeld entrichteten, dessen Ueberschüsse dem Unterstützungsfonds zufliessen. (cf. Abschn. IV).
6) Gesundheitszustand, Todesfälle etc.
Am 7. November erkrankte Oberlehrer Dr. Klapprott schwer an Magenblutungen und musste bis zum Beginn der Weihnachtsferien ganz und vom 7. Januar ab bis zum Schluss des Winterhalbjahres teilweise vertreten werden. Bis auf 5 Wochenstunden, die Herr Lehrer Lenz von der hiesigen Volksschule in dankenswerter Weise in der Zeit vom 15. November bis 20. Dezember übernahm, wurde die Vertretung von dem Kollegium ausgeführt.
Im übrigen war der Gesundheitszustand von Lehrern und Schülern ein ziemlich befriedigender.
Am 18. September verschied in Frankfurt a. Main der Geistliche Rat und Stadtpfarrer Bahl, der an unserer Schule volle 22 Jahre vom Sommer 1869 bis 1. Juli 1891 als ordent- licher Lehrer und katholischer Religionslehrer mit grosser Treue und Hingebung gewirkt hatte. An der Beerdigung(23. Sept.) beteiligten sich die Anstalt und das Kuratorium durch Sendung einer aus den Oberlehrern Bill, Abt und Schulte, sowie zwei Schülern der I2 bestehenden Deputation. Auch wurde am 25. Sept. in der hiesigen Hospitalkirche für den Dahin- geschiedenen von Oberlehrer Abt ein Exequienamt abgehalten, dem die katholischen Lehrer und Schüler der Anstalt beiwohnten. Das Andenken an den Verblichenen wird die Schule stets hoch in Ehren halten.


