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VII. Zur Geschichte der Anstalt.
1. Personalangelegenheiten.
Am 1. April 1905 wurde Herr Lehramtsakzessist Dr. Ausfeld zum Lehramtsassessor ernannt.
Durch Dekret Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 1. April 1905 wurden mit Wirkung vom gleichen Tage die Herren Lehramtsassessoren Dr. Bdami und Weissbart zu Ober- lehrern an der hiesigen Anstalt, Herr Lehramtsassessor Werner zum Oberlehrer an dem Real-
gymnasium und der Realschule zu Gießen ernannt.
Konrad Friedrich ddami, geb. am 3. August 1877 zu Damm bei Aschaffenburg. besuchte die Volksschule. die Realschule und dann das Gymnasium zu Worms, studierte vom Mai 1896 an in Giessen klassische und romanische Philologie, promovierte und legte August 1900 das Staatsexamen daselbst ab. Oktober 1900 trat er in das Seminar am Neuen Gymnasium zu Darmstadt ein, wurde vorübergehend an dem Gymnasium und der
Realschule zu Offenbach, zu Worms, an dem Ludwig- Georgs- Gymnasium zu Darmstadt verwandt und ist seit Ostern 1902 an der hiesigen Anstalt tätig.
Luduvig Weisshart wurde am 28. November 1875 zu Offenbach a. Main geboren. Er besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt und bestand daselbst im Frühjahr 1894 die Reifeprüfung. Von 1894 bis 1900 widmete er sich dem Studium der klassischen Philologie und Geschichte auf den Universitäten Heidelberg, Leipzig, Berlin und Giessen. Am letzteren Orte bestand er im Sommer 1900 die Prüfung für das höhere Lehramt. Seine Lehrtätigkeit begann er am Grossh. Neuen Gymnasium zu Darmstadt; nach vorübergehender Verwendung an der Grossh. Oberrealschule daselbst genügte er vom 1. Oktober 1901 bis 30. September 1902 seiner Militärpflicht beim 5. Grossh. Hess. Infanterie- regiment Nr. 168. Durch Verfügung Hohen Ministeriums vom 27. September 1902 wurde er mit der provisorischen Verwaltung einer Lehrerstelle am Grossh. Gymnasium Fridericianum zu Laubach betraut und am 1. Oktober 1903 zum Lehramtsassessor ernannt.
Durch Allerböchstes Dekret vom 12. April 1905 wurde Herr Oberlehrer Friedrieh Franx von der Großh. Real- und Landwirtschaftsschule zu Groß-Umstadt zum Oberlehrer an dem Gymnasium Fridericianum mit Wirkung vom 1. Mai an ernannt.
Friedrich Franz, evangelisch, wurde am 3. Dezember 1870 in Giessen geboren. I Nachdem er das Realgymnasium seiner Vaterstadt durchlaufen hatte, studierte er an der Landes-Universität neuere Philologie. Im W. S. 96/97 bestand er die Prüfung für das höhere Lehramt und trat dann als Akzessist in das pädagogische Senen am Gym- nasium in Giessen ein. Ostern 1898 wurde ihm die Verwaltung einer Lehrerstelle an der höheren Bügerschule in Lauterbach übertragen, und hier wurde er Ostern 1899 zum Lehramts-Assessor ernannt. Am 1. April 1901 wurde er an die Grossh. Real- und Landwirtschaftsschule in Gross-Umstadt versetzt, wo am 1. April 1903 seine Er- nennung zum Oberlehrer erfolgte. Seit 1. Mai 1905 ist er als Oberlehrer am Grossh. Gymnasium Fridericianum tätig.
Vom 17. Mai bis 5. August 1905 war Herr Lehramtsakzessist Ernst Keller mit der Vertretung des beurlaubten Herrn Prof. Dr. Wetzell beauftragt.
Durch Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 18. September 1905 wurde Herr Lehrer Weil auf seinen Antrag von der Erteilung des Gesangsunterrichts an unserer Anstalt mit Wirkung vom 1. Oktober ab entbunden.
Durch Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 25. September 1905 wurde Herrn Lehramtsassessor Grüninger die provisorische Verwaltung einer Lehrerstelle an dem Gym- nasium und der Oberrealschule zu Worms mit Wirkung vom 16. Oktober an übertragen.
Durch Allerhöchste Entschließung vom 21. September 1905 wurde der Lehrer am Gymnasium Fridericianum Herr Bergheimer auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 16. Oktober ab bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand versetzt.
An seiner Stelle ward durch Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern mit Wirkung vom 23. Oktober 1905 an der Lehrer an der Stadtschule zu Laubach, Herr Ludiwig Gerhard, mit der provisorischen Verwaltung einer Lehrerstelle an unserer Anstalt beauftrugt und durch Kller- höchste Entschließung vom 16. Dezember 1905 definitiv angestellt.
Ludwig Gerhard, geboren zu Lich im Kr. Giessen am 27. Aug. 1863, besuchte nach der Konfirmation die Präparandenanstalt zu Lich, dann das Lehrer-Seminar zu Friedberg und erhielt seine erste Verwendung im Schul- amte im Jahr 1883 in Bettenhausen. Er verwaltete dann die erste Stelle der Volksschule zu Allendorf a. L.da. und Geilshausen. In letzterem Orte wurde er definitiv angestellt und blieb daselbst bis zum Jahr 1898. In diesem Jahr wurde er durch Se. Erlaucht den verstorbenen Grafen Friedrich zu Solms-Laubach für die 1. Lehrerstelle der Stadtschule zu Laubach präsentiert. Im Oktober 1905 durch Verfügung Grossh. Ministeriums des Innern mit der provisorischen Verwaltung einer Lehrerstelle am Gymnasium Fridericianum zu Laubach beauftragt, wurde er durch Dekret vom 16. Dezember desselben Jahres zum definitiv angestellten Lehrer dieser Anstalt ernannt.


