Jahrgang 
1889
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Französisch, 2 St. Röschen: Lehre von der Konkordanz, vom Artikel, Adjektiv, Adverb, Zahlwort nach Ploetz, Syntax II, VII, VIII; gelegentliche Repetitionen aus den übrigen Teilen der Grammatik nach Ploetz, UÜbungen. Gelesen wurdeLes fourberies de Scapin von Molière, sowie Abschnitte aus Fénelon, Chateaubriand, Mme. de Staël, nach Herrig, La France littéraire. Alle vierzehn Tage ein Extemporale.

Geschichte und Geographie, 3 St. i. S. Matthäi, i. W. Freund: Geschichte der Neuzeit bis 1871 mit besonderer Rücksicht auf Deutschland und Hessen und Repetitionen aus der alten und mittleren Geschichte. Geographische Repetitionen.

Mathematik, 4 St. Ritsert: Stereometrie, Trigonometrie. Arithmetische und geometrische Reihen, Zinseszins- und Rentenrechnung. Der binomische Lehrsatz. Quadratische Gleichungen mit zwei und mehreren Unbekannten. Aufgaben nach Bardey. Gauß, Lehrbuch der Elementarmathematik.

Physik, 2 St. Lahm: Mechanik der festen, flüssigen und luftförmigen Körper, Lösung von Aufgaben. NachReis, Elemente der Physik.

Hebräisch, in zwei Abteilungen zu je 2 St. Draudt: Abteilung I: Wiederholung und Vervollständigung der Formenlehre nach der Grammatik von G. H. Seffer. Lektüre ausgewählter leichterer Abschnitte aus den historischen und poetischen Büchern des alten Testaments. Abteilung II: Die Grundzüge der hebräischen Formenlehre nach der Grammatik von G. H. Seffer, die im Anhang dieses Lehrbuchs enthaltenen Stücke wurden mit Auswahl übersetzt. Memorieren von Vokabeln nach Scholz'Abriß der hebräischen Laut- und Formenlehre, herausgegeben von Kautzsch.

Englisch, 2 St. Röschen: Degenhardt, kurzgefasstes Lehrbuch, L. 1 60. Gelesen wurden Abschnitte aus Degenhardt, Lesebuch, sowie Boyle, William I, Chapter IV. Alle vierzehn Tage eine Schreibübung.

Ober- und Unter-Sekunda.

Klassenführer: Im Sommer Dr. Matthäi, im Winter Dr. Lahm.

Religion, 2 St. Draudt: Die heilige Geschichte des alten Testaments verbunden mit der Lektüre ausgewählter Stücke aus den Propheten und Lehrbüchern nach Hofmanns Schulbibel und der Bibelkunde des alten Testaments nach Schäfer§ 6 30. Reformationsgeschichten.

Deutsch, 3 St. i. S. Matthäi, i. W. Becker: Klassenlektüre: HerdersCid, SchillersWilhelm Tell und GoethesHermann und Dorothea(in der komb. II); ein Abschnitt aus dem Nibelungenlied im Urtext(IIa); Stücke aus Buschmanns Lesebuch für Oberklassen(IIb). Von Gedichten wurden durchgenommen und zum Teil memoriert: SchillersEleusisches Fest und die Glocke(IIa), das Siegesfest und die Klage der Ceres(IIb). Daneben im Winter in IIa: Einführung in das Mittel- hochdeutsche, kurze Ubersicht der Entwicklung der deutschen Litteratur bis zum Ausgang des Mittelalters; in IIb: die wichtigsten Abschnitte aus der Lehre von den Dichtungsarten. UÜbungen im freien Vortrage. Aufsätze wurden über folgende Themata geschrieben: In IIa: Welche Züge gewinnen wir aus der IV. katilinarischen Rede zur Charakteristik Ciceros. 2) Es liebt die Welt das Strahlende zu schwärzen und das Erhabene in den Staub zu ziehen. 3) Der Starke ist am