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10. Musikaliensammlung. Verwalter: Lehrer a. G. Stolzenberg. Geschenkt warde vom Königl. Ministerium„Hurra Germania“, Lied von Abt mit Klavier-
begleitung. Angeschafft wurden: 30 Sopran-, 12 Alt-, 10 Baßstimmen zu„König Goldner“ v. H. Müller.
VI. Mitteilungen an die Schüler und deren Eltern.
1. Vielfache Störungen des Unterrichts sind durch Hilfeleistungen seitens der Schüler bei der Ernte, als Radfahrer für die Lazarette, bei der Sammlung von Woll- sachen und Goldmünzen, durch Einziehung vieler Lehrer zum Heer, durch Erkrankung einiger Professoren, sowie durch den dadurch erfolgten öfteren Wechsel in den einzelnen Unterrichtsfächern entstanden. Auch sind wohl manche Schüler infolge der Abwesenheit des Vaters, der im Felde steht, in ihren Leistungen zurückgegangen. Darauf ist bei der Versetzung gebührende Rücksicht genommen worden.
2. Die Aufnahmeprüfung für Sexta findet am vorletzten Schultage, Dienstag, den 30. März, vormittags 10 Uhr statt; für die anderen Klassen Donnerstag, den 15. April, von vormittags 8 Uhr ab.
3. Es wird darum gebeten, den Konfirmationsunterricht möglichst in die Zeit zu verlegen, in welcher die Schüler die Obertertia besuchen.
4. Nach einem Erlaß des Herrn Ministers wird für die Aufnahme in den zwei- jährigen höheren Lehrgang der Königlichen Gärtnerlehranstalt in Berlin-Dahlem neben vierjähriger gärtnerischer Praxis der Nachweis der Berechtigung zum einjührig- freiwilligen Militärdienst oder einer gleichwertigen wissenschaftlichen Vorbildung gefordert. An der Königlichen Lehraustalt für Obst- und Gartenbau in Proskau und an der Königlichen Lehranstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau in Geisenheim a. Rh. genügt zur Aufnahme in den ebenfalls zweijährigen höheren Lehrgang der Nachweis der Reife für die Obertertia eines Gymnasiums, Realgymnasiums oder Oberreal- schule neben zweijähriger gärtnerischer Praxis. Für die Zulassung zur staatlichen Fachprüfung für Garten-, Obst- und Weinbautechniker an den genannten Anstalten wird in allen Fällen der Besitz des Berechtigungsscheines für den einjährig-freiwilligen
Dienst vorausgesetzt. Cassel, März 1915.
Der Königliche Gymnasial-Direktor: Professor Dr. Euler,
vertreten durch Professor Wiskemann.


