Jahrgang 
1904
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Personen: Octavio Piccolomini: Alfred Henkel, II, 1a; Max Piccolomini: Fritz Völler, I, 2; Illo: Georg Prinz, I, 2; Isolani: Richard Maternus, I, 2; Buttler: Eduard Schubotz, I, 2; von Questenberg: Willy Müller, II, 1 b..

Im Laufe des Schuljahres wurden im Kreise des Lehrerkollegiums zwei 25 jährige Dienstjubilàen gefeiert, wie dies schon seit dem Jahre 1881, in welchem Prof. Heuser 25 Jahre im Dienst war, fast regelmässig geschehen war. Im selben Jahre war noch Herr Boppenhausen gefolgt, in 1882 Herr Gottschalk, in 1884 Oberlehrer Dr. Hornstein, in 1886 Prof. Grebe und Oberlehrer Stange, in 1888 Oberlehrer Zwirnmann, in 1880 Herr Jürgens und Direktor Wittich. In 1890 wurde das 40 jährige Jubilaum von Ober- lehrer Lange, bei dessen 25 jähriger Dienstzeit der Brauch noch nicht eingeführt war, in 1891 das 25 jährige des Herrn Karbiner und des Herrn Dr. Stein, in 1895 das von Prof. Dr. Siebert, Prof. Dr. Schantz und Herrn Erdmann und das 50 jährige des Herrn Spangenberg, an dem auch das Königl. Provinzial-Schulkollegium und die städtische Ver- waltung sich beteiligte, festlich begangen, wie seiner Zeit berichtet worden ist. Prof. Kramm hatte seiner Zeit gebeten, von einer Feier seines Jubiläums abzusehen. Bei Oberlehrer Krauth trat an die Stelle des amtlichen Dienstjubiläums im Jahre 1897 das 25 jährige Ehejubiläum, und in diesem Schuljahr waren es die Herren Prof. Völler und Prof. Dr. Danker, deren Dienst- jubiläen das Lehrerkollegium wieder bei einem fröhlichen Festmahl vereinigten.

An einer auswärtigen Freudenfeier nahm das Lehrerkollegium ebenfalls freudigen Anteil, an dem 100 jährigen Jubiläum der Musterschule zu Frankfurt a. M. Der Direktor, der seine persönliche Beteiligung zugesagt hatte, wurde leider durch Krankheit in den Osterferien hieran verhindert.

Auch an traurigen Ereignissen fehlte es nicht, die das Lehrerkollegium tief be- rührten, wenn sie auch die Anstalt nicht unmittelbar trafen. So nahmen wir an dem Tode des Herrn Prof. Wagner vom Königlichen Wilhelmsgymnasium, des ehemaligen Oberrealschuldirektors Dr. Ackermann, des ehemaligen Oberlehrers Riedel vom Friedrichsgymnasium und des Herrn Laus, Lehrers an der Oberrealschule, den innigsten Anteil.

Nachdem das Kuratorium der Schule Ostern 1903 aufgehoben worden war, wurde zur Ver- waltung der dem Magistrat obliegenden Angelegenheiten des Realgymnasiums und zur Vor- bereitung und Ausführung der zu tassenden Beschlüsse auf Grund des§ 64 der Städteordnung für die Provinz Hessen-Nassau eine Verwaltungskommission gebildet, der auch der Direktor als Mitglied angehört. Mitglieder sind ausserdem augenblicklich: Oberbürger- meister Müller, als Vorsitzender, Stadtschulrat Bornmann, als Stellvertreter, die Stadträte Vogt und Harnickell und die Stadtverordneten Landgrebe, Stippich und Dr. v. Wild.

Das Lehrerkollegium setzt sich folgendermassen zusammen: Direktor Dr. Wittich; Professoren IV: Dr. Siebert I, Dr. Kramm, Stange, Dr. Schantz, Völler, Dr. Danker, Heydenreich, Siebert II; Oberlehrer: Krauth, Dr. Meyer, Dr. Peters, Dr. Krüger, Dithmar, Kratsch, Grebe, Menges, Bauer, Dr. Fuckel, Kunze, Dr. Kugel, Dr. Knatz; Zeichenlehrer: Karbiner; Lehrer am Realgymnasium: Jürgens, Erdmann; Wissenschaftliche Hilfslehrer für Religion: Kaplan Göbel, Seminarlehrer Katz, Lehrer Schwab; Probekandidat: Dr. Stange.

Ewald Stange, Sohn des Professors Dr. Stange in Minden, geb. den 22. November 1877 zu Münden, evangelischer Konfession, bestand die Reifeprüfung Ostern 1897 am Realgymnasium in Minden,