Jahrgang 
1901
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Kgl. Gymnasium ernannt. In dieser Stellung verblieb er, bis er durch Verfügung des Kgl. Provinzial- schulkollegiums vom 25. April 1900 und des städtischen Magistrats zu Cassel vom 26. April 1900 zum katholischen Religionslehrer an den Königlichen und städtischen höheren Lehranstalten zu Cassel er- nannt wurde.

Frank, Wolfgang, Dr. phil., geb. den 24. März 1876 zu Ober-Lais, Kreis Schotten, Grossherzogtum Hessen, evangel. Glaubens, besuchte das Gymnasium zu Giessen und studierte seit Ostern 1894 zu München und Marburg Mathematik und Naturwissenschaften. Am 1. Mai 1898 promovierte er bei der philosophischen Fakultät zu Marburg auf Grund seiner Dissertation:Beiträge zur Geologie des süd- östlichen Taunus, insbesondere über die Porphyroide dieses Gebiets. Am 28. April 1899 bestand er in Marburg die Staatsprüfung. Den Rest des Sommersemesters 9o war er in Berlin. Vom Oktober 1899 bis 1900 genügte er in Giessen seiner Militär Dienstpflicht. Ende Oktober 1900 wurde er in das Pädagogische Seminar zu Cassel aufgenommen und darauf dem Realgymnasium zu Cassel zu seiner praktischen Ausbildung zugewiesen. Durch Verfügung der Königl. Regierung zu Cassel vom 29. I. 01 erhielt er die preussische Staatsangehörigkeit.

Holle, Fritz, Dr. phil., geb. den 11. Juni 1876 zu Magdeburg, evangel. Glaubens, besuchte das Realgymnasium zu Magdeburg bis Obertertia und das Gymnasium zu Leer, wo er am 19. März 1895 die Reifeprüfung bestand, und studierte seit Ostern 1895 in Berlin, Paris, London und Marburg. Am 25. Mai 1900 promovierte er auf Grund der Dissertation:avoir und savoir in den altfranzösischen Mundarten, bei der philosophischen Fakultät zu Marburg. Am 26. Oktober 1900 bestand er in Marburg die Staats- prüfung und wurde, nachdem er in das Pädagogische Seminar zu Cassel aufgenommen war, dem Real- gymnasium zu Cassel Ende November zu seiner praktischen Ausbildung überwiesen.

Wenn auch einzelne Schüler durch ansteckende oder andere schwere Krankheiten längere Zeit von der Schule ferngehalten wurden, so war doch der Gesundheitszustand der Gesamtheit im ganzen befriedigend. Grösser als sonst war die Zahl der Todesfälle: drei Schüler wurden durch schwere Krankheit dahingerafft. Am 10. Oktober starb der Unter- sekundaner Willi Buchheister, am 2. November der ÜUntersekundaner Otto Heuser, am 2. Dezember der Sextaner Hermann Glebe. Die Schule teilt den Schmerz der Eltern über den Hingang der drei gewissenhaften, tüchtigen Schüler und bewahrt ihnen ein ehrendes Andenken.

An Leistungen früherer Schüler ging ein: Dr. Voltz, Zeitschrift des Oberschlesischen Berg- und Hüttenmännischen Vereins. Dr. med. Wittich, Beiträge zur Typhusdiagnose. Dr. phil. G. Jürgens, Epistolae Ho-Elianae.