Jahrgang 
1901
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b)An Deutschland, von Martin Greif, vorgetr. v. Ernst Sunkel, II, 1a; c)Hohenzollernlied, von Paul Bähr, vorgetr. v. Hans Haas, I, 2a; d)An der Jahrhundertwende, von Jul. Lohmeyer, vorgetr. v. Hermann Ludewig, I, 1a. 5) Chorgesang:Siegeslied, von E. Höbel. 6) Festrede, gehalten vom Direktor. 7) Chorgesang:Heil Dir im Siegerkranz, von Carey. Nach Schluss der Feier kamen 100 Döplersche Gedenkblätter an die besten Schüler zur Verteilung.

Die Kaisersgeburtstagsfeier fiel infolge Allerhöchster Anordnung aus; am 26. Januar wurden die Schüler nur in den Klassen auf die Bedeutung des folgenden Tages aufmerksam gemacht.

Die Gedächtnisfeiern für Ihre Majestäten Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. wurden in der herkömmlichen Weise abgehalten.

Herr Geheimrat D. Dr. Lahmeyer wohnte am 26. Mai und 14. September dem Unterricht der Herren Dr. Eichelkraut und Wenderoth, am 14. Februar dem der Herren Dr. Frank und Dr. Holle bei.

Am 31. August war Herr Schulrat Dr. Küppers, Unterrichtsdirigent der Königl. Turnlehrerbildungsanstalt in Berlin, bei dem Turnunterricht des Herrn Oberlehrer Dithmar in III, la und des Herrn Jürgens in VIb zugegen und äusserte sich sehr befriedigt über denselben.

Die städtische Verwaltung hat im Laufe des Sommers im Anschluss an die ver- änderten Bestimmungen der Wilhelm-Augusta-Stiftung die Hinterbliebenenversorgung für die Lehrer der höheren Schulen städtischen Patronats in dankenswerter Weise verbessert; dieselbe wohlwollende Fürsorge zeigte sich in dem Beschluss, das Gesetz vom 4. Dezember 1899 betr. Reliktenversorgung der Volksschullehrer auch für die Zeichen- und Elementarlehrer in diesen Schulen in Kraft treten zu lassen. Ferner genehmigten die städtischen Behörden, dass die durch Ministerialerlass vom 22. März 1900 für die staatlichen höheren Schulanstalten vor- geschriebenen Vergütungssätze für Hilfsunterricht auch bei den städtischen höheren Schulen vom 1. April 1900 an in Anwendung kommen sollten, dass weiter die Bestimmungen des 3. Nachtrags zum Normaletat vom 4. Mai 1802 vom gleichen Zeitpunkt ab für die Zeichenlehrer an den städtischen höheren Schulen in Geltung treten und die 150 M.-Zulage an die Elementarlehrer dieser Anstalten auch bis zur Erreichung des Höchstgehaltes, d. h. dauernd, gewährt werden sollte.

Störungen im regelmässigen Gange des Unterrichts blieben auch in diesem Jahre nicht aus. Herr Dr. Knatz war das erste Vierteljahr zu einer wissenschattlichen Reise nach ltalien, Griechenland und Kleinasien beurlaubt. Er wurde von Herrn Kand. Michels ver- treten, der für diese Zeit dem Realgymnasium zur Fortsetzung des Probejahrs überwiesen wurde. Herr Prof. Dr. Ulrici war durch seine Gesundheitsverhältnisse gezwungen vom 1. Mai bis zu den Sommerferien Urlaub zu nehmen, und Herr Oberlehrer Kratsch war vom 15. Mai bis zu den Sommerferien zu einer militärischen UÜbung einberufen. Die Vertretung wurde grössten- teils durch die Herren Dr. Eichelkraut und Wenderoth sowie durch die Herren Professor Dr. Siebert, Professor Dr. Schantz, Oberlehrer Siebert, Oberlehrer Dr. Meyer und Oberlehrer Dr. Peters geleistet. Für den noch bis Ende Juni beurlaubten Herrn Oberlehrer Dr. Stehlich, der dann am 1. Juli in den Ruhestand trat, erteilte Herr Dr. Kugel, der vom 1. April ab dem Realgymnasium zur Fortsetzung seines Probejahres überwiesen war, den Unterricht bis zu den Herbstferien, zuerst als dessen Vertreter, dann als Inhaber einer Hilfslehrerstelle. Der Direktor hatte einen 10tägigen Erholungsurlaub bis zu den Herbstferien und war von Ende Februar an 2 ½ Wochen durch Krankheit an der Ausübung seiner Dienstgeschäfte verhindert. Herr Ober- lehrer Dr. Meyer wurde im Januar und Februar 5 Wochen durch Krankheit vom Schulbesuche