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ordneter, bei; bei der Enthüllung des Wimmeldenkmals war die Schule durch den Direktor, zwei Lehrer und neun Schüler mit 3 Fahnen vertreten. Bei der Aufführung des. Lutherfestspiels von Herrig im Oktober wirkte wieder der Sängerchor der Anstalt mit gutem Erfolge mit.
Am 2. Januar beging Herr Geheimrat Dr. Lahmeyer sein fünfzigjähriges Dienst- jubiläum; da er sich jegliche Art von Ehrung verbeten hatte, beschränkte sich das Lehrer- kollegium auf ein von sämtlichen Mitgliedern unterzeichnetes Glückwunschschreiben.
Herr Geheimrat Dr. Lahmeyer besuchte am 20. Mai die beiden Seminarkandidaten in ihrem Unterrichte, Herrn Wenck in Physik, Herrn Canstein in Geschichte; am 24. und 25. Mai wohnte er in Latein und Französisch in II, 2 b, in Latein in II, 1 b dem Unterricht bei, nachdem er am 23. Mai die Hefte der beiden Klassen in diesen Unterrichtsgegenständen einer genauen Durchsicht unterworfen hatte.
. Der regelmässige Gang des Unterrichts hatte auch in diesem Jahre mancherlei Störungen zu erfahren. Herr Prorektor Hornstein war auf 4 ½ Wochen, Herr Krauth auf 8 Tage zu einer Badekur, Herr Prof. Siebert zu seiner Erholung auf mehrere Wochen, Herr Lammeyer 8 Tage zu Studienzwecken beurlaubt. Die Herren Dr. Krüger und Dithmar waren zu längeren militärischen UÜbungen eingezogen. Herr Dr. Peters wurde noch bis zum 2. Juni durch sein Leiden von der Schule fern gehalten. Ausserdem fehlten ihres Be- findens wegen mehr als 20 Stunden die Herren: Prof. Dr. Ulrici, Prof. Völler, Oberlehrer Dr. Krüger, Oberlehrer Grebe, Oberlehrer Bauer und Erdmann. Herr Kand. Becker vertrat Dr. Peters bis zu dessen Wiedergenesung, dann war er bis zum Herbst bei der Ver- tretung der Herren Prof. Hornstein, Dithmar und Bauer mitbeteiligt; auch Kand. Wenck übernahm eine Anzahl Turnstunden. Die übrigen Vertretungen wurden von Mitgliedern des Lehrerkollegiums geleistet. Vom I. Oktober an war Herr Becker als unbesoldeter Hilfslehrer zugelassen, musste aber bald darauf volle Vertretung am hiesigen Friedrichsgymnasium übernehmen.
Die schriftliche Reifeprüfung fand im Sommerhalbjahr vom 15. bis 20. August. im Winter vom 28. Januar bis 8. Februar statt; die mündliche Prüfung wurde im Sommer am 20. September unter dem Vorsitz des Herrn Geheimrat Dr. Lahmeyer abgehalten, die für den Ostertermin am 14. und 15. März unter dem des Direktors, die mündliche Abschluss- prüfung steht noch aus; während die schriftliche vom 13. bis 18. Februar vorgenommen wurde. Vier Prüfungen zum Nachweis der Primareife fanden statt; ein Schüler des Casseler Pädagogiums, Paul Brill, bestand dieselbe.
Als Geschenk Seiner Majestät des Kaisers und Königs wurde bei der Sedanfeier vier Schülern das Werk von Büxenstein,„Unser Kaiser“, an Kaisers Geburtstag zwei Schülern das Werk von Wislicenus,„Deutschlands Seemacht, sonst und jetzt“, übergeben. Das erstere erhielten: Emil Schepelmann, I, 1 b, Gustav Grau, I, 2, Heinrich Heuser, I, 2, Karl Kümmell, I, 2, als Inhaber der vier besten Zeugnisse; das zweite kam an Hans Müller, IV b, und Hermann Habicht, I, 1 a, die Inhaber des dritt- und viertbesten Zeugnisses, da Ernst Strunck, I, 2 im vorigen Jahre dieselbe Gabe, Emil Schepelmann, J, 1 b, in diesem Jahre bereits eine solche empfangen hatte. Mittel, um selbst durch Geschenke die Leistungen be- sonders tüchtiger Schüler anzuerkennen, stehen der Schule nicht zur Verfügung.
Am 22. Februar fand im Turnsaal eine Abendunterhaltung statt; da der Besuch viel schwaächer als sonst war, ergab sich nur ein Reinertrag von 32 M., der der Preimestiftung über- wiesen wurde. 3


