— 14—
6. Geschichte. 2 Std. In a wissenschaftl. Hilfsl. Dr. Fuckel, in b Oberlehrer Kratsch. Deutsche Geschichte vom Ausgang des Mittelalters bis zum Regierungsantritte Friedrichs des Grossen mit besonderer Berücksichtigung der brandenburgisch-preussischen Geschichte (Jänicke, I und II) und Ausblicken auf die hessische Geschichte nach Wagners Abriss der hessischen Geschichte.
7. Erdkunde. 2 Std. In a Oberlehrer Grebe, in b Oberlehrer Dr. Meyer. Wiederholung und Erweiterung der physischen und politischen Erdkunde Deutschlands unter ausführlicher Behandlung der Provinz Hessen-Nassau. Die deutschen Schutzgebiete. Zusammenhängende Betrachtung der Alpen. Mathematische Erdkunde unter Benutzung der Karten 1—4 in Sydow-Wagners Schulatlas. Kartenentwürfe. Seydlitz, Schulgeographie, Ausg. D.
8. Mathematik. 5 Std. In a Oberlehrer Grebe, in b Prof. Dr. Kramm. I. Geometrie. Wiederholung der früheren Lehraufgabe. Die Lehre von der Proportionalität der Strecken, der Xhnlichkeit der Figuren, den Verhältnissen und der Inhaltsberechnung geradliniger Figuren und der Kreisberechnung. Der allgemeine pythagorâische Satz. Koppe-Diekmann, Planimetrie.
II. Arithmetik und Algebra. Wiederholung und Erweiterung des Lehrstoffs der III,/2. Die Lehre von den Proportionen, Potenzen und Wurzeln. Gleichungen vom 1. Grade mit einer und mehreren Unbekannten. Einfache quadratische Gleichungen. Heis, Sammlung.
9. Naturbeschreibung. 2 Std. In a Oberlehrer Grebe, in b Oberlehrer Bauer. Im Sommer: Beschreibung von weniger einfachen Blütenpflanzen; im Anschluss hieran Biologie, Systematik und Pflanzenverbreitung. Ausländische Kulturpflanzen. Bestimmungsübungen nach Wigands Flora. Schilling, Botanik, Ausgabe B.— Im Winter: Weichtiere, Würmer, Stachelhäuter, Pflanzentiere. System der wirbellosen Tiere und Wiederholung des Systems der Wirbel- tiere. Schilling, Tierreich.
10. Zeichnen. 2 Std. In a und b Karbiner. Zeichnen nach Gips. Linearzeichnen.
Untertertia.
Klassenvorstand: In a Oberlehrer Hey denreich, in b Professor Völler. Wöchentlich 30 Stunden(ohne Turnen und Gesang). Lehrgang einjährig.
1. Religion. 2 Std. In a Prof. Dr. Schantz, in b Prof. Dr. Siebert I. Die Geschichte des Reiches Gottes im alten Bunde. Entsprechende biblische Abschnitte wurden gelesen und erklärt, auch Psalmen. Katechismus: Wiederholung und Ergänzung des in früheren Klassen Gelernten nebst den entsprechenden Bibelsprüchen. Drei Kirchenlieder wurden neu- gelernt, früher gelernte wiederholt. Belehrung über das Kirchenjahr und die gottesdienst- lichen Ordnungen. Bibel, Katechismus, Biblische Geschichten, zusammengestellt von mehreren Lehrern Cassels, Gesangbuch.
2. Deutsch. 3 Std. In a Jürgens, in b Oberlehrer Krauth. Erklärung ausgewählter Lesestücke und Gedichte aus Muff. Ubung in der mündlichen und schriftlichen Wiedergabe des Gelesenen. Wiederholung der Lehre vom zusammengesetzten Satze. UÜberblick über die wichtigsten grammatischen Gesetze der deutschen. Sprache(Ablaut, Umlaut, Brechung, Rückumlaut). Im Jahre 12 Aufsätze, darunter 4 Klassenaufsätze.
3. Latein. 4 Std. In a Prof. Dr. Schantz, in b Oberlehrer Krauth. Die Lehre von den Final- und Konsekutivsätzen, den Tempus- und Kausal-, den abhängigen Wunsch-, Be- dingungs- und Konzessiv-, Frage- und Relativsâtzen, der consecutio temporum nach Wittich,


