— 17—
—
3. Geographie. 2 Std. In a Spangenberg, in b Jürgens. Australien, Asien, Afrika, Amerika. Hervorheben der wichtigsten charakteristischen Tiere und Pflanzen. Wiederholung Europas. Übungen im Kartenzeichnen. Das Gradnetz und die Zonen. Bewegung der Erde um ihre Axe und um die Sonne. Seydlitz, Grundzüge. Debes, Schulatlas für die mittleren Unterrichtsstufen.
.Rechnen und Geometric. 4 Std. In a Spangenberg, in b Jürgens. 1) Rechnen: Gemeine Brüche und Dezimalbrüche. Regeldetri-Aufgaben. Einfache Zinsrechnung. Lehr- buch: Böhme, IX; 2) Geometrie-Vorbegriffe, geometrisches Zeichnen.
. Naturbeschreibung. 2 Std. Ina Heydenreich, in b Oberlehrer Stange. Im Sommer: Beschreibung und Vergleichung von Blütenpflanzen. Das Wichtigste aus der Morphologie. Im Winter: Beschreibung und Vergleichung von Säugetieren, Vögeln, Kriechtieren und Lurchen unter Betonung der Gattungsmerkmale.
. Schönschreiben. 2 Std. In a Spangenberg, in b Jürgens. Die deutschen und lateinischen Buchstaben in stufenmässiger Folge unter Anwendung in Wörtern und Sätzen. Taktschreiben.
10. Zeichnen. 2 Std. In a Erdmann, in b Karbiner. Freihandzeichnen nach Vor- zeichnen an der Schultafel.
—
—½
Sexta.
Klassenvorstaud: In a Oberlehrer Dr. Ulrici, in b Realgymnasiallehrer Krauth. Wöchent- lich 28 Stunden(ohne Turnen und Gesang). Lehrgang einjährig.
1. Religion. 3 Std. In a Spangenberg, in b Jürgens. Ausgewählte biblische Ge- schichten des Alten Testamentes bis zur Teilung des Reichs. Die Einleitung zu den fünf Hauptstücken, das erste Hauptstück mit Luthers Erklärung, das zweite und dritte Hauptstück ohne dieselbe; 4 Kirchenlieder und 20 Bibelsprüche wurden gelernt. Lehrbücher: Biblische Geschichten von mehreren Lehrern Cassels, Hessischer Landeskatechismus und Gesangbuch.
2. Deutsch. 3 Std. In a Erdmann, in b Krauth. Ausgewählte Stücke aus dem Lese- buche von Hopf und Paulsiek gelesen, besprochen und wiedergegeben. Gedichte wurden auswendig gelernt und vorgetragen. Die Wortklassen mit besonderer Berücksichtigung der Präpositionen. Der einfache Satz. Grammatische und orthographische IIbungen. Wöchent- lich ein Diktat.
3. Latein. 8 Std. In a Oberlehrer Dr. Ulrici, in b Krauth. Das Substantiv, Adjektiv, Pronomen, Numerale, die Präpositionen, die regelmässige und unregelmässige Komparation, die Genusregeln, das regelmässige Verbum mit Ausschluss des Verbum infinitum und des Deponens. UÜbungen im Übersetzen aus dem Lateinischen und ins Lateinische, wobei das Wichtigste aus der Satzlehre eingeprägt wurde. Sämtliche zu den ÜUbungsstücken gehörige Wörter wurden gelernt. 24 schriftliche Arbeiten, die Hälfte Klassenarbeiten. Wittich, Kurz- gefasstes Lehrbuch des Lateinischen, I.
4. Geschichte. 1 Std. In a Oberlehrer Dr. Ulrici, in b Oberlehrer Dr. Stehlich. Die Sagen von Herkules, Argonautensage, Trojanischer Krieg, Irrfahrten des Odysseus, Kodrus, Alexander der Grosse, Hermannsschlacht, Karl der Grosse, Luther, Gustav Adolf, Friedrich der Grosse, Wilhelm I.
3


