Jahrgang 
1891
Einzelbild herunterladen

17

Theodorich, Bonifatius, Karl der Grosse, Heinrich I., Friedrich Rotbart, Luther, der grosse Kurfürst, Friedrich der Grosse, Friedrich Wilhelm III., Kaiser Wilhelm I., Friedrich III.

6. Geographie. 2 Std. In a Siebert II, inb Erdmann. AZustralien, Asien, Afrika, Amerika. Hervorheben der wichtigsten charakteristischen Tiere und Pflanzen. Wiederholung Europas. Übungen im Kartenzeichnen. Das Gradnetz und die Zonen. Bewegung der Erde um ihre Achse und um die Sonne. Seydlitz, Grundzüge. Debes, Schulatlas für die mittleren Unterrichtsstufen.

7. Rechnen und Geometrie. 4 Std. In a Oberl. Völler,(Mai bis Okt. zuerst Dr. Mänz, dann Kunze), in b im Sommer Heydenreich, im Winter Angersbach. a) Rechnen. Gemeine Brüche und Decimalbrüche. Regeldetri-Aufgaben. Einfache Zinsrechnung. Lehr- buch: Böhme, IX. b) Geometrie. Vorbegriffe, geometrisches Zeichnen.

8. Naturbeschreibung. 2 Std. In a Oberlehrer Völler(Mai bis Oktober Angersbac)h), in b im Sommer Heydenreich, im Winter Angersbach. Im Sommer: Beschreibung und Vergleichung von Blütenpflanzen. Das Wichtigste aus der Morphologie. Im Winter: Beschreibung und Vergleichung von Säugetieren, Vögeln, einigen Kriechtieren und Lurchen unter Betonung der Gattungsmerkmale.

9. Schönschreiben. 2 Std. In a und b Spangenberg. Die qdeutschen und lateinischen Buchstaben in stufenmässiger Folge unter Anwendung in Wörtern und Sätzen. Taktschreiben.

10. Zeichnen. 2 Std. In a und b Erdmann. Freihandzeichnen nach Vorzeichmingen an der Schultafel.

Sexta.

Klassenvorstand: In a Spangenberg, in b Jürgens. Wöchentlich 28 Stunden(ohne Turnen und Gesang). Lehrgang einjährig.

1. Religion. 3 Std. In a Spangenberg, in b Jürgens. Ausgewählte biblische Geschichten des Alten Testamentes bis zur Teilung des Reichs. Die Einleitung zu den fünf Hauptstücken, das erste Hauptstück mit Luthers Erklärung, das zweite und dritte Hauptstück ohne dieselbe, 4 Kirchenlieder und 15 Bibelsprüche wurden gelernt. Lehrbücher: Biblische Geschichten von mehreren Lehrern Cassels, Hessischer Landeskatechismus und Gesangbuch.

2. Deutsch. 3 Std. In a Spangenberg, in b Jürgens. Ausgewählte Stücke aus dem Lesebuche von Hopf und Paulsiek gelesen, besprochen und wiedergegeben. Gedichte wurden auswendig gelernt und vorgetragen. Die Wortklassen mit besonderer Berück- sichtigung der Präpositionen. Der einfache Satz. Grammatische und orthographische Ubungen. Wöchentlich ein Diktat.

3. Latein. 8 Std. In a Oberlehrer Dr. Schantz, in b Oberlehrer Dr. Siebert. Das Sub- stantiv, Adjektiv, Pronomen, Numerale, die Präpositionen, die regelmässige und unregelmässige Komparation, die Genusregeln, das regelmässige Verbum mit Ausschluss des verbum infinitum und des Deponens. Ubungen im Übersetzen aus dem Lateinischen und ins Lateinische, wobei das Wichtigste aus der Satzlehre eingeprägt wurde. Sämtliche zu den Übungsstücken gehörigen Wörter wurden gelernt. Wöchentlich eine Haus- oder Klassenarbeit. Wittich,

Kurzgefasstes Lehrbuch des Lateinischen, I. 3