Jahrgang 
1890
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schulrat Bornmann, 7) Pfarrer Wagner, 8) Direktor Wittich. Gegen Schluss des S'hul- jahres ist aus dem Stadtrat an Stelle des Herrn Tegethoff Herr Wentzell gewählt worden. Durch langjährige wohlmeinende Thätigkeit für unsere Schule hat Herr Stadtrat Tegethoff sich Anspruch auf unseren wärmsten Dank erworben, den wir hiermit gern ihm aussprechen.

Das Lehrerkollegium setzte sich folgendermassen zusammen: 1) Direktor: Dr. Wittich; 2) Oberlehrer: Prorektor Professor Heuser, Professor Grebe, Professor Dr. Hornstein, Dr. Siebert, Dr. Kramm, Stange, Zwirnmann, Dr. Schantz, Dr. Grebel, Dr. Ulrici; 3) Ordentliche Lehrer: Krauth, Völler, Dr. Stehlich, Dr. Danker, Heydenreich, Siebert, Dr. Peters, Dr. Meyer, Lange; 4) Wissenschaftliche Hilfs- lehrer: Dr. Mänz, Bethge, Angersbach; 5) Ordentliche Elementarlehrer: Spangenberg, Jürgens, Erdmann; 6) Ordentlicher technischer Lehrer: Karbiner; 7) Probekandidaten: Dithmar, Dr. Seelig, Assistent an der hiesigen Ständischen Landesbibliothek, Dr. Dreylin g; 8) Katholische Religionslehrer: Kaplan Wiegand, Nau; 9) Israelitischer Religionslehrer: Dr. Stein, Dirigent des israelitischen Seminars..

Von den wissenschaftlichen Hilfslehrern waren die Herren Dr. Mänz und Bethge besoldet, indem sie nach Verhältnis ihrer Lehrstunden sich in das Gehalt für eine Hiffslehrerstelle teilten; Herr Angersbach war unbesoldet. Uber den nterricht der beiden ersteren Herren gibt der Stundenverteilungsplan Auskunft, bezüglich des Herrn Bethge auch noch das früher betreffs der Ver- teilung des Unterrichts des verstorbenen Oberlehrers Dr. Grebel Bemerkte. Herr Angersbach hatte im Sommerhalbjahr wöchentlich 5 Mathematikstunden in Obertertia a und drei Naturgeschichts- stunden in Untersekunda unter Verantwortung des Herrn Professor Hornstein, im Winterhalbjahr zwei Mathematikstunden und drei Physikstunden in Untersekunda a unter Verantwortung der Herren Prof. Grebe und Oberlehrer Stange zu erteilen. Auch wurde derselbe, ebenso wie die Herren Dith- mar, Dr. Dreyling und Dr. Seelig, soweit es bei diesem seine Bibliotheksthätigkeit zuliess, mehr- fach zu Vertretungen herangezogen.

Angersbach, Adam Lorenz, geboren am 9. Juni 1861 zu Cassel, evangelischen Bekenntnisses, Sohn des zu Salmünster gestorbenen Stationsvorstehers Angersbach, besuchte das Königliche Gymnasium zu Fulda von Ostern 1872 bis Ostern 1882 und widmete sich bis Ostern 1886 auf den Universitäten Berlin, München und Göttingen dem Studium der Mathematik, Physik und beschreibenden Naturwissenschaften. Im Dezember 1886 bestand er zu Göttingen die Staatsprüfung. Nachdem er auf dem Fürstlich Waldeckschen Gymnasium zu Corbach von Ostern 1887 bis Ostern 1888 sein pädagogisches Probejahr abgeleistet hatte, verblieb er an derselben Anstalt noch ein Jahr als unbesoldeter wissenschaftlicher Hilfslehrer; seit Ostern 1889 ist er in gleicher Eigenschaft am Real- gymnasium zu Cassel beschäftigt.

Seelig, Fritz Wilhelm Christian Gotthilf, wurde am 24. Oktober 1860 zu Rotenburg a. F. geboren, besuchte von Ostern 1869 bis Herbst 1879 das Königl. Gymnasium, gen. Lyceum Fridericianum, zu Cassel und studierte von 1879 bis 1883 drei Semester in Berlin und fünf Semester in Strassburg i. E. deutsche Philologie und Geschichte; 1883/84 lebte der seinen Arbeiten in Cassel und Strassburg und genügte 1884/85 seiner Dienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger im Königl Bayer. Infanterie-Leib-Regiment zu München. Von Oktober 1885 bis Ende des Jahres 1886 war er Erzieher in der Schweiz und in Frankreich und 1887 Lehrer am Institut Khuen in Strassburg. Seine 1887 im Druck erschienene Doktordissertation trägt den Titel:Hans von Bühel. Eine litterarhistorische Untersuchung, und am 12. Januar 1889 bestand er in Strassburg das examen pro facultate docendi Seit 1888 gehörte er der Kaiserlichen Universitäts- und Landes-Bibliothek zu Strassburg an, von wo er am 1. Januar 1889 als Assistent an die Ständische Landesbibliothek zu Cassel berufen wurde. Ostern 1889 trat er am Realgymnasium zu Cassel sein Probejahr an.

Boekholt, Johann, geboren am 11. August 1861 zu Leer Ostfriesland), evangelischen Bekenntnisses, besuchte daus Real- gymnasium seiner Vaterstadt und widmete sich auf den Universitäten Bonn, Göttingen und Marburg dem Binuiam

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