III. Jahresbericht.
Aufnahmen: Das Schuljahr 1912 begann Montag, den 15. April, mit der Aufnahmeprüfung der für Quinta bis Obersekunda angemeldeten Schüler. Die für Sexta vorgemerkten Knaben waren schon am Freitag vor den Ferien geprüft worden. Aufgenommen wurden: In die beiden Sexten 76. in höhere Klassen 8, zusammen 84 Schüler.
Ferien: Die Pfingstferien dauerten vom 24. bis 31. Mai, die Sommerferien vom 5. Juli bis 6. August, die Michaelisferien vom 28. September bis 14. Oktober, die Weihnachtsferien vom 20. Dezember bis 4. Januar. Der Schluß des Schuljahres findet am 19. März 1913 statt.
Verwaltungs-Kommission: Die Verwaltungs-Kommission der Anstalt bestand aus den Herren: Bürgermeister Jochmus(Vorsitzender), Stadtschulrat Bobritz, Stadtrat Schoppach und Stadtrat Stippich(vom Maxgistrat), Justizrat Dr. Bartels, Hofapotheker Nagell und Sanitätsrat Dr. med. von Wild(vom Stadtverordnetenkollegium) sowie dem Direktor.
Lehrerkollegium: Nach dem Weggange der im vorigen Jahresbericht bereits erwähnten, an die neue Realschule übergetretenen fünf Herren und dem Ausscheiden des Lehrers Markert verließen die Anstalt noch: Der wissenschaftliche Hilfslehrer Dr. Henkel, der dem Sachsenhäuser Gymnasium i. E. zu Frankfurt a. M. überwiesen und der wissenschaftliche Hilfslehrer Lingelbach, der als Oberlehrer an die Landwirtschafts- und Realschule zu Schivelbein in Pommern berufen wurde. Der Probekandidat Zais wurde zur Fortsetzung seines Probejahres und zur Vertretung eines Ober- lehrers an die Oberrealschule zu Marburg gesandt. An die Stelle des in den Ruhestand getretenen Lehrers Markert trat der Lehrer Eimer*). Das Lehrerkollegium der Oberrealschule II bestand also im Anfange des Schuljahres 1912 aus folgenden Mitgliedern: 1. Direktor Dr. Dewitz, 2. Pro- fessor Dr. Hoebel, 3. Professor Dr. Wetzell, 4. Professor Zergiebel, 5. Professor Schröder, 6. Professor Hintz, 7. Professor Pietschker, 8. Professor Weber, 9. Oberlehrer Dr. Gaebel, 10. Oberlehrer Askevold, 11. Oberlehrer Nolte, 12. Oberlehrer Gass, 13. Oberlehrer Merkel, 14. Oberlehrer Dr. Pfister, 15. Oberlehrer Dr. Hess, 16. Oberlehrer Camphausen, 17. Oberlehrer Dr. Degenhardt, 18. Oberlehrer Kaak, 19. Oberlehrer Dr. Küster, 20. Zeichenlehrer Allwohl, 21. Lehrer Kühnemuth, 22. Lehrer Möller(Gesanglehrer), 23. Lehrer Eimer*), 24. Kaplan Dr. Schäfer, 25. Seminarlehrer Katz(israelit. Religionslehrer), 26. Lehrer Schwab(kath. Religionslehrer). . Zur Ausbildung waren der Anstalt überwiesen: Die Probekandidaten Bergmann, Werr und Fischer sowie die Seminarkandidaten Dünkel und Dr. Fries.
*) Carl Georg Eimer, geb. 6. Mai 1883 zu Höhnscheid in Waldeck, evangelisch, besuchte von 1895 an das Renlprogyeanasium zu Arolsen und die Realschule zu Eschwege, trat nach der Abschlußprüfung 1900 in das Seminar zu Homberg ein, bestand daselbst 1903 die 1. Lehrerprüfung, die 2. 1906 in Schlüchtern. 1903—08 verwaltete er dié 2. Lehrerstelle in Roßbach. Kreis Witzenhausen, trat am 1. April 1908 in den Schuldienst der Residenzstadt Cassel über und war an den Bürgerschulen 27/28 und 13 tätig. 1908 nahm er an einem Zeichenkursus, 1909 an einem Turn- und Spielkursus teil.


