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Am 8. Februar forderte der Tod noch ein viertes Opfer von uns. Der Schüler der Quinta a Max Schröter ertrank während eines Ausfluges, den er mit seinem Vater unternahm, in der Nähe von Dennhausen unter dem Eise der Fulda. Auch seiner wurde in treuer Liebe gedacht.
Professor Theisen mußte auch im ablaufenden Schuljahre noch in einigen Lehrstunden vertreten werden, Oberlehrer Askevold war vom 8. August bis Ostern 1912 krankheitshalber be- urlaubt. Seine Vertretung übernahm mit Genehmigung des Kgl. Provinzial-Schulkollegiums der Kandidat Zais.
Aus anderen Gründen mußten den Unterricht für längere Zeit aussetzen: Oberlehrer Dr. Küster, der von den Sommerferien bis Michaelis zu einer militärischen Übung in Wiesbaden ein- berufen war und durch die Kandidaten Werr und Wetzell vertreten wurde, sowie der Seminar- kandidat Zais, der in der Zeit vom 20. April bis 26. Juni der Oberrealschule I zu Cassel behufs Vertretung eines erkrankten Oberlehrers überwiesen war.
Verschiedenes. Der Direktor nahm als Vertreter der Anstalt teil an dem Festakt zur Feier des 25 jährigen Bestehens des Kgl. Wilhelmsgymnasiums am 6. Mai und an der feierlichen Einweihung des neuen Gebäudes für das hiesige Realgymnasium am 17. Juni.
Am Tage der Wahl zum Reichstag, dem 12. und an dem der Stichwahl, am 20. Januar, fiel der gesamte Unterricht von 11 Uhr an aus.
Vor Weihnachten gelangte, wie auch früher stets, eine große Anzahl der vom Casseler Prüfungsausschuß für Jugendschriften übersandten Flugblätter„Auswahl empfehlenswerter Jugend- lektüre“ zur Verteilung an die Schüler.
Das Lehrerkollegium war auch 1911 Mitglied des germanischen Nationalmuseums in Nürnberg.
Am 5. Juni rettete der Schüler der Quarta b, Eduard Niesel, einem elfjährigen Knaben das Leben, indem er den schon Bewußtlosen aus den Fluten der Fulda schwimmend ans Land brachte. Ihm wurde von Seiner Majestät dem Könige mittelst Allerhöchsten Erlasses vom 12. Fe- bruar 1912 die Erinnerungsmedaille für Rettung aus Gefahr verliehen, die ihm der Direktor am 7. März mit lobenden Worten vor seinen Mitschülern überreichte.
Die Sammlung für die Kleinkinderschule, die, wie alljährlich, Herr Professor Pietschker unter den Schülern veranstaltete, ergab 1911 den Betrag von 388.35 M.


