Jahrgang 
1912
Einzelbild herunterladen

14

licher Hilfslehrer), 27. Zeichenlehrer Allwohl, 28. Zeichenlehrer Schröder II, 29. Lehrer Kühnemuth, 30. Lehrer Markert, 31. Lehrer Eck, 32. Kaplan Dr. Schäfer, 33. Seminarlehrer Katz(israelitischer Religionslehrer), 34. Lehrer Schwab(katholischer Religionslehrer).

Die beiden Seminarkandidaten Hans Werr und Titus Zais waren auch im Sommer 1911 der Anstalt noch zur praktischen Ausbildung überwiesen.

Ebenso war der französische Lehramtsassistent Léon Jobard, Licencié ès-Lettres auch im Sommer 1911 noch an der Anstalt tätig.

Mit dem Schluß des Sommerhalbjahres 1911 verließ uns der ordentliche Lehrer Eck, der, seinem Wunsche entsprechend, an die Bürgerschule 10 zurückkehrte. Der Kandidat Levéque be- endete zum gleichen Termine sein Probejahr und ging als Oberlehrer an die hiesige höhere Mäd- chenschule mit höherem Lehrerinnenseminar über. Der wissenschaftliche Hilfslehrer Dr. Gottschalk wurde in gleicher Eigenschaft dem Königlichen Realprogymnasium zu Biedenkopf überwiesen, wo er nach kurzer Zeit als Oberlehrer Anstellung fand. An die Stelle des Lehrers Eck trat der Gesang- lehrer Möller aus Grebenstein, an die Stelle des Kandidaten Levêque trat der Proband Hermann Bergmann. Der wissenschaftliche Hilfslehrer Dr. Henkel wurde als Ersatz für Dr. Gottschalk überwiesen.

Der bisherige Proband Lingelbach blieb als wissenschaftlicher Hilfslehrer an der Anstalt. Die bisherigen Seminar-Kandidaten Werr und Zais wurden zur Ableistung ihres Probejahres überwiesen. Letzterer vertrat auch im Winter den beurlaubten Oberlehrer Askevold.

Die Seminarkandidaten Dr. Fries und Dünkel wurden der Anstalt von Michaelis ab zur praktischen Ausbildung überwiesen.

Mit dem Schlusse des Schuljahres werden uns die Professoren Theisen, Dr. Heuser und Dr. Schläger sowie Oberlehrer Laubert uud Zeichenlehrer Schröder II verlassen, um an die neu zu errichtende Realschule in der Schomburgstraße überzugehen. Es wird ihnen allen für ihre segensreiche, zum Teil langjährige Tätigkeit an unserer Anstalt auch an dieser Stelle herzlicher Dank gesagt. Der ordentliche Lehrer Markert wird ebenfalls Ostern 1912 aus unserer Mitte scheiden. Derselbe hat in 43 jähriger Dienstzeit im öffentlichen Schulamt, in einer 40 jährigen Wirksamkeit an Casseler höheren Schulen 14 Jahre war er Mitglied unseres Lehrerkollegiums sich hohes Ver- trauen und aufrichtige Liebe bei allen, die ihn kannten, erworben. Bei seinem Ubertritt in den Ruhestand wird ihm der herzlichste Dank der Anstalt und der Wunsch ausgedrückt, daß sein Lebensabend lang, sonnig und reich gesegnet sein möge. Von Sr. Majestät dem Kaiser und Könige wurde dem Scheidenden, mittels Allerhöchsten Erlasses vom 15. März der Kgl. Kronenorden IV. Klasse verliehen, den ihm der Direktor in der Schluß- und Abschiedsfeier am 30. März über- reichte.

Reifeprüfungen: Eine Michaelisprüfung fand nicht statt, da Meldungen nicht vorlagen.

Zur Osterreifeprüfung 1912 waren 16 Oberprimaner angemeldet, die die schriftlichen Arbeiten

* Heinrich Möôller, geb. 21. April 1877 zu Battenhausen, Kreis Frankenberg, evangelisch, besuchte die Prä- parandenanstalt zu Homberg und das Lehrerseminar zu Schlüchtern 1894/97, bestand die erste Lehrerprüfung 1897, die zweite 1900. Zuerst verwaltete er die Lehrerstelle zu Densberg, Kreis Fritzlar von 1898 1910. Vom 1. Februar 1902 ab war er an der Stadtschule zu Grebenstein als Lehrer tätig, gleichzeitig war ihm auch das Organistenamt an der Stadtkirche daselbst übertragen. 1906/07 besuchte er das Königliche akademische Institut für Kirchenmusik in Berlin und bestand hier die Prüfung als Musiklehrer an höheren Lehranstalten.