Jahrgang 
1902
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VII. Mitteilungen an Eltern und Schüler.

Donnerstag, den 20. März, von 3 ½ 5 Uhr nachmittags, wird in der Turnhalle ein

Schauturnen

abgehalten werden, zu welchem die Angehörigen unserer Schüler hiermit freundlichst eingeladen werden. Es wird in folgender Ordnung geturnt werden:

Sexla a. Ordnungsübungen. Sexla b: Aufmarsch, Springen. Quinla b. Leitern.

Quarla a: Reck.

Tertia a: Bock.

Tertia b. Stabübungen. Secunda a und b: Barren, Pferd.

Von der früher üblichen Abhaltung einer öffentlichen Schlufsfeier wird mit Rücksicht auf die beschränkten Raumverhältnisse im Schulsaale Abstand genommen.

Die Realschulklassen stimmen mit den entsprechenden Klassen der Oberrealschule in Bezug auf Lehrplan, Berechtigungen und Schulgeldsatz völlig überein.

Der erfolgreiche Besuch der Prima der Realschule, auf Grund dessen der Berechtigungs- schein für den einjährig-freiwilligen Militärdienst und für alle Zweige des Subalterndienstes erworben wird, berechtigt zugleich zum Ubergang in die Ober- Sekunda der Ober-Realschule ohne Aufnahme-Prüfung.

Somit kann bei Einschulungen die Wahl zwischen den beiden hiesigen lateinlosen Anstalten nach der örtlichen Lage erfolgen.

Der Besuch der Realschule kann vollen Erfolg nur dann haben, wenn der betreffende Schüler die Anstalt wirklich bis zu der Schlussprüfung, die für Schüler unter 15 16 Jahren nicht zu erreichen ist, besucht. Ist einmal der Entschluls gefalst, dem Knaben eine höhere Schul- bildung angedeihen zu lassen, die ihm die Einjährigen-Berechtigung verleiht und die Wege zum weiteren Fortkommen ebnet, so mufs, wenn die Mittel es irgend erlauben und die Begabung des Schülers ausreichend ist, darauf gehalten werden, dals er nun auch wirklich einen bestimmten Abschlufs erreicht. Jedes Stückwerk ist bei der Jugenderziehung von Ubel. Verlälst ein Schüler die höhere Lehranstalt bereits aus Quarta oder Tertia, so hat er notwendiger- weise von manchen Lehrgegenständen nur die Anfangsgründe erlernt und ist zu einer abge- schlossenen Bildung nicht gelangt.

Ferner weise ich wiederum darauf hin, dafs es im Interesse der Schüler liegt, wenn die Familien sich in möglichst enger Fühlung mit der Schule halten. Die Lehrer der Anstalt sind gern bereit, über den Kenntnisstand und über das Verhalten der Schüler persönlich Auskunft zu erteilen. Wir ersuchen deshalb die