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C. Übersicht über den im Schuljahr 1893 94 erledigten Unterrichtsstoff.
Prima.
Klassenlehrer: Herr Oberlochrer Zergiebel. Religion. 2 St. w. Bibellesen behufs Ergänzung und Erweiterung der Bibel- kunde. Wiederholung des Katechismus und Aufzeigung seiner inneren Gliederung. Wiederholung von Sprüchen, Liedern, Psalmen. Dr. Krefsner.
Deutsch. 3 St. w. Gelesen und erklärt wurden: Hermann und Dorothea, Wilhelm Tell, Minna von Barnhelm, ausgewählte Gedichte Schillers und Goethes. Auswendig- lernen von Dichterstellen und Gedichten nach dem für die Schule aufgestellten Kanon. Gelegentliche Be- merkungen aus der Poetik und Metrik. Übungen im Vortrag. Praktische Anleitung zur Aufsatzbildung in der Klasse. Alle 4 Wochen ein Aufsatz. Zergiebel.
Aufsätze: 1. Die Vorteile der Fulsreisen.— 2. Welche Ereignisse lernen wir in den drei ersten Gesängen von Goethes Hermann und Dorothea kennen, die vor den Beginn der Handlung fallen?— 3.„Was Gott schickt, das ist wohl gemeint, obgleich es uns oft anders scheint“, nachzuweisen an Uhlands Gedicht „Der blinde König?.— 4. Beurteilung der That des Ritters in Schillers„Kampf mit dem Drachen“.— 5. Unglück selber taugt nicht viel, doch es hat drei gute Kinder: Kraft, Erfahrung, Mitgofühl.— 6.(Klassen- aufsatz). Gedankengang in Schillers„Lied von der Glocke“.— 7. Erlebnisse Melchthals bis zur Ver- sammlung auf dem Rütli.— 8. Lebenslauf, Wahl des Berufs und Gründe derselben.— 9. Tell, der Mann der That.— 10.(Prüfungsaufsatz.)
Französisch. 5 St. w. Gelesen wurde: De Phalsbourg à Marseille(nach Brano's Le Tour de la France). Auswendig- lernen von Gedichten nach dem für die Schule aufge- stellten Kanon aus: Bengnuerel, Choix de poésies fran- gaises. Sprechübungen im Anschlufs an das Gelesene, an kleinere vorerzählte Geschichten und an Vorkomm- nisse des gewöhnlichen Lebens. Wiederholung und Er- weiterung der Grammatik im Anschlufs an den Lese- und Ubungsstoff unter besonderer Berücksichtigung der Fürwörter und der am häufigsten auftretenden Verhält- niswörter.— Die schriftlichen Arbeiten(meist Klassen- arbeiten) bestanden in Diktaten mit und ohne Umwand- lung, Inhaltsangaben, Erzühlungen, Beantwortungen französisch gestellter Fragen, grammatischen Ubungen und Ubersetzungen aus dem Deutschen ins Französische. Zergiebel.
Englisch. 4 St. w. Gelesen wurden die schwierigeren Stücke
Erklärung des Matthäus-Evangoliums.
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aus Vietor und Dörr's Lesebuch. Die Grammatik wurde im Anschluſs an den Lesestoff und an Zimmermann's Lehrbuch der englischen Sprache wiederholt und durch- genommen. Inhaltsangaben des gelesenen Stoffes, Nach- erzäühlen von vorerzählten Geschichten, Sprechübungen auf Grund der Anschauung. Die schriftlichen Arbeiten bestanden in Diktaten, Inhaltsangaben, Nacherzählungen, Beantwortungen von Fragen und Obersetzungen. Dr. Quiehl.
Geschichte. 2 St. w. Deutsche und preufsische Geschichte vom Regierungsantritt Friedrichs des Groſsen bis zur Gegenwart(nach Andrä); die aufserdeutsche Geschichte wurde soweit herangezogen, als sie für die deutsche und preufsische Geschichte zum Verständnis notwendig war. Wiederholungen aus dem gesamten Gebiet der Geschichte. Dr. Krelsner.
Erdkunde. 1 St. w. Wiederholung der Erdkunde Europas. Die Elemente der mathematischen Erdkunde. Karten- skizzen an der Wandtafel und in Heften. Wieder- holungen aus dem früheren Lehrstoffe. Die bekanntesten Verkehrs- und Handelswege der Jetztzeit. Dr. Krefsner.
Mathematik. 5 St. w. a) Arithmetik. 2 St. w. Wieder- holung der Potenz- und Wurzelrechnung. Logarithmen. Gleichungen 1. und 2. Grades mit einer und mehreren Unbekannten. b) Planimetrie. 1 St. w. Wieder- holungen aus der Planimetrie. Konstruktionsaufgaben. c) Trigonometrie. 1 St. w. Anfangsgründe der Trigonometrie und Berechnung von Dreiecken einschlieſs- lich des Sinus- und Tangentialsatzes. d) Raumgeo- metrie. 1 St. w. Die wichtigsten Lehrsätze über Linien und Flächen. Berechnung des Inhalts und der Oberfläche einfacher Körper. Beinhauer.
Physik. 2. St. w. Erweiterung der Mechanik, Plektrizität und Wärmelehre. Einige Abschnitte aus der Lehre vom Schalle und vom Lichte. Dr. Hoebel.
Chemie. 2 St. w. Einleitung in die Chemie. Die wich- tigsten Elemente. Dr. Schreiber.
Naturbeschreibung. 2 St. w. a) Pflanzenkunde im Sommer, Dierkunde im Winter. 1 St. Wiederholung aus allen Teilen des Gebietes mit besonderer Berück- sichtigung der niederen Tiere.— b) Mineralogie. 1 St. Einzelbeschreibung von Mineralien und im An- schlufs daran das Wichtigste über Krystalle. Einiges aus der Entwicklungsgeschichte der Erde. Dr. Schreiber.


