Jahrgang 
1926
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Am Baden und Schwimmen, das den Schülern im städtischen Flußbad zu billigen Preisen ermöglicht wurde, beteiligten sich 234 Schüler(36% aller Schüler). Darüber hinaus gehörten viele Schüler, darunter ein hervorragender Wassersportler, bürgerlichen Schwimmvereinen an. Für die Schüler der Quarta und die Nichtschwimmer der Untertertia wurde pflichtmäßiger Schwimmunterricht erteilt. Bei einer am 10. August vorgenommenen Schwimmprüfung schwammen sich aus IV und UIII 29, aus anderen Klassen noch 56, insgesamt also 85 Schüler frei; damit stieg die Zahl der Freischwimmer der Schule von 20 auf 33%.

Ein am 12. August veranstaltetes Schwimmfest ergab viele gute, teilweise sogar sehr gute Leistungen in vielen Arten des Schwimmens, im Springen und Wasserballspiel. Beim letzteren

besiegte die UIIb in überlegener Weise die OIb.

Gesundheitszustand, schulärztliche Untersuchung.

Der Gesundheitszustand der Schüler war trotz heftig einsetzender winterlicher Grippe im allgemeinen gut. Mehrfach im Laufe des Jahres wurden sämtliche Schüler vom Schularzt Dr. Steinhardt auf ihren Gesundheitszustand unentgeltlich untersucht. Für die Schüler der Sexta und Quinta bestand die Möglichkeit, sich gegen geringe Vergütung in der städtischen Schul- zahnklinik untersuchen und behandeln zu lassen. Hiervon machten leider nur verhältnismäßig wenige Schüler Gebrauch. Die im Vorjahre getroffene Einrichtung, Schülern zum Frühstück keimfreie Milch durch den Hausmeister darbieten zu lassen, wurde beibehalten; auch in diesem Winter machten viele Schüler davon Gebrauch.

Leider hatte die Schule den Tod zweier Schüler, des Oberprimaners Werner Reimschüssel und des Unterprimaners Ernst Schwandt zu beklagen.

i) Schulgeldsatz, Zahl der Freistellen usw.

Das Schulgeld betrug für Einheimische 12,50 Mk., für Auswärtige 16 Mk. monatlich. An Freistellen waren im Sommerhalbjahr 60, im Winterhalbjahr 60 ½ bewilligt. In einem Falle wurde eine Erziehungsbeihilfe von 150 Mk. gewährt.

Die Hilfsbücherei nahmen rund 260 Schüler in Anspruch.

k) Berufsberatung.

Berufsberatung wird in der Schule zunächst von Fall zu Fall gepflegt; da ein großer Teil der Elternschaft in regelmäßiger persönlicher Verbindung mit dem Klassenleiter steht, ist diese gelegentliche Art der Berufsberatung nicht zu unterschätzen. Darüber hinaus besteht in jeder Klasse ein Berufsberatungsausschuß, der sich aus dem Klassenleiter, dem besonderen Berufs- berater der Schule Studienrat Ehringhaus und dem Direktor der Schule zusammensetzt. Die Berufsberatung ist in den Klassen OI und UII besonders nachdrücklich. In der bei weitem größten Zahl der Fälle konnte die Schule die Berufswahl der Abiturienten gutheißen.

Die Berufskenntnis wird in vielen Unterrichtsfächern an geeigneter Stelle gepflegt, besonders im Deutschen, in der Geschichte, der Erdkunde und den naturwissenschaftlichen Fächern.