Jahrgang 
1902
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C. Übersicht über den im Schuljahre

Sexta.

Klassenlehrer: In a: wiss. Hilfslehrer Dr. Bauer- meister, in b: wiss. Hilfslehrer Hofmann.

Religion: 3 Std. Die alttestamentlichen Geschichten bis zur Teilung des Reiches.(Preufs.) Die christlichen Festgeschichten. Das erste Hauptstück mit Luthers Erklärungen. Das Vaterunser ohne Luthers Erklärung.

Passende Bibelsprüche. Vier Kirchenlieder und ein Psalm. In a: Hasselbaum, seit August Rommel, in b: Hofmann.

Deutsch und Geschichtserzählungen: 5 Std. Lesen und Erzählen von Prosastücken und Vortragen von ge- lernten Gedichten aus Hopf-Paulsiek-Muf; für Sexta. Die Begriffswörter. Das Wichtigste aus der Formen- lehre der Wortarten. Der einfache Satz. Schriftliche Übungen in der Rechtschreibung und Grammatik. Benutzt wurde die kleine deutsche Sprachlehre von Bohm u. Steinert. Wöchentlich ein Diktat in das Reinheft. Lebensbilder aus der vaterländischen Ge-

schichte, besonders der neueren Zeit. In a: Dr. Bauer-

meister, in b: Hofmann.

Französisch: 6 Std. Einübung der französischen Laute mit Benutzung der Lauttafeln. Sprechübungen auf Grundlage der Anschauung im Anschlufs an die nächste Umgebung unter Benutzung des französischen Ubungs- buches für Anfänger von Karl Kilm und des franzö- sischen Übungsbuches von Te. Diehl, Teil I. Im An- schlufs hieran auch Einübung der Grammatik. Das Wichtigste aus der Formenlehre des Hauptworts, des Adjektivs; Zahlwörter; die Hilfsverben avoir und etre und die regelmäfsigen Konjugationen. Auswendig- lernen einiger Gedichte. Von Johannis an wöchent- lich eine Klassenarbeit. In a: Dr. Bauermeister, in b: Zimmermann.

Erdkunde: 2 Std. Grundbegriffe aus der mathematischen und physischen Erdkunde bei der Bétrachtung Cassels und seiner nächsten Umgebung(mit gelegentlichen Ausflügen). Der Regierungsbezirk Cassel. Gelegent- liche Mitteilungen aus der hessischen Geschichte und Sage. Einführung in das Verständnis der Karte und des Globus. Allgemeine Übersicht über die Erdober- fläche. Zeichnen einiger Skizzen. In a: Laus, in b: Hofmann.

1901/1902 erledigten Unterrichtsstoff.

Rechnen: 5 Std. Die Grundrechnungsarten mit unbe- nannten und benannten Zahlen. Die deutschen Münzen, Malfse und Gewichte. Sortenverwandlung. Zeitrech-

nung. Zerlegen der Zahlen in Primfaktoren. Nach Harms und Kallius§§ 1 16 und 18 21. In a: Laus,

in b: Weifsbrod.

Naturbeschreibung: 2 Std. Im Sommer: Beschreibung einheimischer Pflanzen mit deutlich erkennbaren Blütenteilen. Im Winter: Beschreibung von Säuge- tieren und Vögeln. In a: Dr. Völker, in b: Weifs- brod.

Quinta.

Klassenlehrer: In a: Prof. Feitel, in b: Ober- lehrer Bachmann.

Religion: 2 Std. Biblische Geschichten des Neuen Testamentes bis zur Ausgielsung des heiligen Geistes nach Preufs, Biblische Geschichten. Wiederholen des 1. Hauptstückes und der in VI gelernten Lieder und Bibelsprüche. 4 Kirchenlieder und ein Psalm. Aus- wendiglernen und Erklären des 2. Hauptstückes samt Sprüchen. In a: Hofmann, in b: Bachmann.

Deutsch und Geschichtserzühlungen: 4 Std. Lesen und Erklären von Lesestücken und Gedichten aus dem Lesebuche von Hopf-Paulsiek-Muff für V mit be- sonderer Berücksichtigung der alten Sage und Ge- schichte. Mündliche und schriftliche Wiedergabe des Erzählten. Vortragen auswendig gelernter Gedichte. Die Wortarten, der einfache und erweiterte Satz, das Notwendigste vom zusammengesetzten Satze. Lehre von der Zeichensetzung. Schriftliche Übungen: Dik- tate; im Winterhalbjahre aufserdem kleine Nacher- zählungen und grammatische Übungen. In a: Feitel, in b: Bachmann.

Französisch: 6 Std. Durcharbeitung einer gröfseren An- zahl von Lesestücken aus dem Lesebuche und einer geringen Anzahl von Lesestücken aus der Unterstufe von Karl Kühn. Gehör- und Sprechübungen im An- schlufs an den Lesestoff. Einige Gedichte und Lieder wurden gelernt. Grammatik: Teilungsgenitiv, Bildung des Plurals, Steigerung, Fürwörter, Zahlwörter, regel- mälsiges Zeitwort und einige unregelmälsige Zeit-