Jahrgang 
1928
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Lorenz durch ihre unermüdliche Betätigung viel zum Gelingen dieſer Fahrt beitrug, fanden überall große, oft geradezu begeiſterte Anerkennung. Eine ausführliche Schilderung der Turnfahrt brachte der Oberſekundaner Hilmar Stöcker in derWaldeckiſchen Landeszeitung.

5. Die Reichsjugendwettkämpfe wurden am 9. September, leider bei plötzlich eintretendem ungünſtigem Wetter, das die Leiſtungen erheblich beeinträchtigte, nur innerhalb unſerer Schule ausgetragen. Trotzdem konnten von 200 Schülern 44 Sieger mit einem Eichenkranz geſchmückt und durch Verleihung einer Ehrenurkunde ausgezeichnet werden.

6. Der Geſundheitszuſtand der Schüler kann als gut bezeichnet werden. Längere Erkrankun⸗ gen kamen nur vereinzelt vor. Die ſchulärztliche Beaufſichtigung lag wie bisher in den Händen des Kreisarztes Medizinalrat Dr. Hartwig.

DerVerband öffentlicher Unfall⸗- und Haftpflichtverſicherungen in Deutſchland, Berlin SW 11, Königgrätzerſtraße 105, dem das Landesgymnaſium ſeit Oſtern 1927 angeſchloſſen iſt, brauchte glücklicherweiſe nur bei wenigen und zwar leichten Unfällen in Anſpruch genommen zu werden.

k. Schulgeld, Freiſtellen, Hilfsbücherei.

Das Schulgeld betrug vierteljährlich 50 RM. und wurde monatlich im voraus(17 und 17 und 16 RM.) erhoben, das Eintrittsgeld 5 RM. Von dem geſamten Schulgeldaufkommen ſtehen 20% zur Verfügung für die nur auf Antrag zu gewährenden Geſchwiſterermäßigungen, für Freiſtellen, Erziehungsbeihilfen und den planmäßigen Ausbau der Schülerhilfsbücherei.

Nach den miniſteriellen Beſtimmungen genoſſen von 236 bezw. 228 Schülern Geſchwiſter⸗ ermäßigungen:

25% 50% 100% im Sommer: 45 5 1 im Winter: 43 5 1 Freiſtellen für bedürftige und würdige Schüler wurden gewährt: im Sommer 18 ganze, 20 halbe im Winter 24 ganze, 8 halbe.

Erziehungsbeihilfen von je 200 RM. im Sommer und Winter je 2 Schüler.

Mit dem nach Abzug dieſer Aufwendungen verbleibenden Reſtbetrag konnten auch in dieſem Jahr die Beſtände der Hilfsbücherei, deren Bücherzahl in erfreulicher Weiſe wächſt, erheblich ver⸗ mehrt werden.

I. Berufsberatung.

Während des Berichtsjahres ſuchten die Eltern der Abiturienten und der mit Reife für O II ſowie aus anderen Klaſſen abgehenden Schüler den Direktor recht häufig auf, um mit ihm über den zukünftigen Beruf ihrer Söhne zu beraten. Bei dieſen meiſt längeren Rückſprachen wies der Direktor die Frageſteller u. a. auch auf die einſchlägige Literatur hin und ſtellte ihnen ſowie ge⸗ legentlich auch den älteren Schülern die im Beſitz der Schule befindlichen Bücher und Schriften über Berufsberatung zur Verfügung.

Nach Anordnung der vorgeſetzten Behörde wurde den Abiturienten bezw. Primanern bekannt gegeben:

1. Die Beſtimmungen über die Aufnahme in die Pädagogiſchen Akademien(Erlaß des Herrn Unterrichtsminiſters vom 1. 11. 1926 U III 2459 II U II 1 Zentralblatt für die geſamte Unterrichtsverwaltung in Preußen 1926, Heft 22, S. 388).