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3) Naturwiſſenſchaftliche Lehrmittel: Feldwinkelmeſſer nach Ohmann. Doppel⸗ thermoſkop nach Looſer. Schulamperemeter. Waſſerzerſetzungsapparat. Mikroſkop von Leitz.
4) Lehrmittel für Erdkunde und Anſchauungsunterricht.
a) Karten: Haack, Auſtralien phyſikal. Gaebler, Europa phyſikal. Gaebler, Europa polit. Bamberg, Italien phyſikal. Baldamus, Karte zur Deutſchen Geſchichte von 1273—1519. Kiepert, Alt⸗Gallien.
b) Bilder: Lehmanns Geographiſche Charakterbilder Nr. 3, 23, 30, 31, 32. 2 Kupfer⸗ drucktafeln vom Pergamonfries, herausgegeben vom Kaiſerl. Archäolog. Inſtitut.
c. Texthefte: Weigelt, Aus allen Erdteilen. 3 Hefte(IB. II. III.) Eſchner, Deutſchlands Kolonien. Heymann⸗Uebel, Aus vergangenen Tagen, 3 Hefte(Texte zu Lehmanns Kultur⸗ hiſtor. Wandbildern.) Steiner, Eine Benediktinerabtei. Texte zu Lahmeyers Kulturge⸗ ſchichtl. Wandbildern, Texte zu Geiſtbeck⸗Engleder, Geographiſche Typenbilder, Nr. 1, 2, 3, 8, 10.
5) Lehrmittel für den Zeichenunterricht Neuanſchaffungen wurden nicht gemacht.
6) Lehrmittel für den Geſangunterricht.
Noten: Humperdink, Hänſel und Gretel. Reinecke, Duette. Mendelsſohn, Duette. Taubert, Kinderlieder. Riemann, Einſtimmiges Chorbuch..
7) Lehrmittel für den Turn⸗ und Schwimmunterricht.
Aus den etatsmäßigen Mitteln wurden 40 Keulen angeſchafft. Aus Mitteln der„Wis⸗ kemann⸗Spende“(ſ. u.) wurde ein Badehaus in Herzhauſen errichtet.
V. Stiftungen und Anterſtützungen der Schüler.
Von den Zinſen der Strubeſchen Stiftung wurden im Januar 1912 88,50 Mk. ver⸗ teilt, von den Zinſen des Waldeckſchen Legats 11,25 Mk., von den Zinſen der Jubiläums⸗ ſtiftung 255 Mk., von der von Bunſenſchen Stiftung 105,25 Mk. Aus den Zinſen der Stiftung„Simſon und Rebecka Wittgenſtein“ wurden 300 Mk. zu Unterſtützungen verwandt.
Eine neue Stiftung verdankt die Anſtalt Herrn Direktor Dr. Wiskemann. Anläßlich der Feier ſeiner 25 jährigen Tätigkeit als Direktor des Landesgymnaſiums(am 18. März 1910) war ihm von ſeinen ehemaligen Schülern eine Ehrengabe von 2400 Mk. überwieſen mit der Bitte, darüber nach freiem Ermeſſen zu verfügen. Nach Entnahme des Betrages von 480 Mk. für den Bau eines Schüler⸗Badehauſes in der Eder hat Herr Direktor W. den Reſt der genannten Spende nebſt deren aufgelaufenen Zinſen unter der Bezeichnung „Wiskemann⸗Stiftung“ dem Gymnaſium zu Eigentum überwieſen und beſtimmt, daß die Zinſen des Kapitals dazu verwandt werden ſollen, um jährlich zwei braven und ſtrebſamen Schülern der oberen Klaſſen der Anſtalt eine Ferienreiſe zu ermöglichen. Solange die Zinſen die jedesmal zu verwendende Summe von 100 Mk. noch nicht erreichen, hat ſich der Stifter verpflichtet, für die Dauer ſeines Lebens den fehlenden Betrag aus eigenen Mitteln zuzuſchießen. Für dieſen neuen Beweis ſeiner Güte und⸗ Fürſorge gegenüber den Schülern des Landesgymnaſiums ſei dem hochverehrten Herrn auch an dieſer Stelle noch einmal herzlichſt gedankt.
Die Annahme der Stiftung wurde durch Verfügung vom 3. Januar d. J. ſeitens der hohen Behörde genehmigt.


