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13. Dezember 1899. Mitteilung eines Allerhöchſten Erlaſſes vom 11. Dezember 1899, betr. die Feier des am 1. Januar 1900 bevorſtehenden Jahrhundertwechſels.
3. Januar 1900. Verf. des Königl. Prov.⸗Schulk., betr. Einführung der vierſtelligen Logarith⸗ mentafel von Schülke, von Oſtern 1900 ab.
5. Januar 1900. Verf. des Königl. Prov.⸗Schulk. Ein Exemplar des Werkes von Wislicenus: „Deutſchlands Seemacht ſonſt und jetzt“ wird der Anſtalt überwieſen als Geſchenk Sr. Majeſtät des Kaiſers an einen tüchtigen Schüler.
9. Januar 1900. Verf. des Königl. Prov.⸗Schulk., betr. die Erhöhung der Gehälter für den Direktor und die Oberlehrer Wende und Baetz.
13. Januar 1900. Miniſterialerlaß. Bei der Berechnung des für die Gewährung der Alters⸗ zulagen maßgebenden Dienſtalters der wiſſenſchaftlichen Hilfslehrer iſt fortan allge⸗ mein die geſamte Zeit in Betracht zu ziehen, während welcher der Kandidat an einer Schule voll beſchäftigt geweſen iſt.
1. Februar 1900. Miniſterialerlaß. Die zu Freiburg in der Schweiz verbrachten Studien⸗ ſemeſter werden künftig nicht angerechnet werden, auch nicht auf dem Dispenſations⸗ wege.
15. Februar 1900. Verf. des Königl. Prov.⸗Schulk., betr. Veränderung der Bemerkungen auf der Rückſeite der Zeugniſſe für den einjährig⸗freiwilligen Militärdienſt.
5. März 1900. Verf. des Königl. Prov.⸗Schulk. Der Direktor wird zum Vertreter des König⸗ lichen Kommiſſars bei der Reifeprüfung ernannt.
III. Chronik des Gymnaſtums.
Das neue Schuljahr begann am 10. April mit der Aufnahme 27 neuer Schüler. Der neue wiſſenſchaftliche Hilfslehrer Friedrich Heckmann wurde am 11. April in ſein Amt ein⸗ eführt.
4 ligu 3. Mai beteiligte ſich die Schule an der Feier zur Einweihung der wiederhergeſtellten St. Kilianskirche. Am folgenden Tag unterzog der Geh. Provinzialſchulrat Herr Dr. Lahmeyer die Anſtalt einer eingehenden Reviſion, über deren Ergebnis er ſich in einer allgemeinen Lehrer⸗ Konferenz mit Befriedigung ausſprach.
Am 1. Juli unternahm die ganze Schule einen Ausflug nach dem Dörnberg. Der Weg nach Zierenberg und zurück wurde auf der Eiſenbahn zurückgelegt..2
Vom 22. bis 26. Juni wurden von den Primanern die üblichen Probearbeiten geſchrieben.
Die Sommerferien dauerten vom 2. bis 31. Juli.
Der 14. Auguſt, der Tag der Enthüllung des Denkmals für Kaiſer Wilhelm I. in Arolſen, zu der auch Seine Majeſtät der Kaiſer mit großem Gefolge erſchienen war, war wie für das Waldecker Land ſo auch für unſer Gymnaſium ein überaus herrlicher Feſttag, der ſich mit ſeinen überwältigenden Eindrücken in den Herzen unſerer Jugend unauslöſchlich eingeprägt haben wird.
Am 2. September, dem Sedantage, fand in der Aula des Gymnaſiums eine öffentliche Feier ſtatt. In ſeiner Feſtrede bekämpfte Profeſſor Waldeck die ſogenannte„Reichsverdroſſenheit“ und wies nach, daß für das deutſche Volk durchaus kein Grund vorhanden ſei, ſich durch ſolche


