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und Dauerlauf. Erweiterung des Geräteturnens, namentlich am Barren, Reck und Springel, wobei gute Erfolge erzielt wurden, was Gewandtheit, äußere Haltung und Straffheit anlangt.
II. Turnabteilung: Freiübungen, Ordnungs⸗ und Marſchübungen; Übungen mit dem Eiſen⸗ und Holzſtabe. Daneben Übungen an den Geräten. Ueberall wurde auf gute Haltung geſehen und die Schüler angehalten, nach dem Kommando bei den Frei⸗ und Ordnungsübungen aufmerk⸗ ſam zu hören und die Übungen präcis und exakt auszuführen.
III. Abteilung: Einfache Frei⸗ und Ordnungsübungen; Gangarten; Übungen mit Holzſtäben; Übungen an Tau⸗- und Strikkleiter; leichtere Hang- und Stützübungen an Reck und Barren. In angemeſſenem Wechſel wurden Turnſpiele vorgenommen. Es wurden Ball⸗ und andere Be⸗ wegungsſpiele ausgeführt: Schlaglaufen, ſchwarzer Mann, Katze und Maus, Drittenabſchlagen, Barlaufen u. ſ. w.
2. Singen.
Mit der Chorgeſang⸗Abtheilung wurden in 3 Stunden vierſtimmige Choräle, Motetten und Lieder geſungen; daran ſchloſſen ſich Übungen auch für Männerchor. Außerdem erhielten die Schüler der Sexta und Quinta zuſammen 1 St. Unterricht in Notenkenntniß, Takteintheilung und im Treffen der Töne. Wettſtädt.
3. Zeichnen.
Den Zeichenunterricht erteilte Zeichenlehrer Thiemann.
IIIlI. Im Sommerſemeſter wurde das Zeichnen nach dem Holzkörper, zuerſt in Frontal⸗, dann in perſpektiviſcher Schrägſtellung in Umrißlinien geübt. Im Winter wurden Gefäßformen nach dem plaſtiſchen Modell im Umriß gezeichnet. Hieran ſchloß ſich das Darſtellen plaſtiſcher Gyps⸗ ornamente unter Berückſichtigung der Licht⸗ und Schattenwirkung.
IIle. Im Sommer: Darſtellen der Spirale und Volute und deren Anwendung als Frieſe und Füllungen. Im Winter: Zeichnen ſchwieriger Pflanzenblätter im Umriß nach Wandtafel⸗ zeichnung.
IV. Darſtellen ſymmetriſcher Figuren nach Wandtafelzeichnung. Sommer: Ellipſe, Eiform Schildformen, Blattformen. Winter: Kelchformen, Heraldiſche Lilien, Palmetten. Darſtellen der Spirale und Volute.
V. Darſtellen der geraden Linie und der Winkel, erläutert am Rechteck, nebſt Teilungen derſelben. Hierauf Zeichnen regelmäßiger Figuren. Im Winter wurde das Zeichnen des regel⸗ mäßigen Fünfecks, hierauf das Zeichnen von Roſetten geübt.
Fakulatives Zeichnen I und II. Zeichnen nach dem Holzkörper mit und ohne Berückſichti⸗ gung der Licht- und Schattenwirkung. Zeichnen nach dem plaſtiſchen Gypsmodell und nach natürlichen Gegenſtänden: Muſcheln, ausgeſtopften Tieren u. ſ. w. Geometriſches Zeichnen. Konſtruktion der Ellipſe, Eiform, Parabel, Hyperbel, Parallelprojektion des Dreiecks, Quadrates, Kreiſes, Würfel, Pyramiden u. ſ. w. Hieran anſchließend parallelperſpektiviſche Darſtellung von geometriſchen Körpern und Architekturteilen.


