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Hopf und Paulſiek. Memorieren kleinerer Gedichte. Der einfache Satz; Deklination und Kon⸗ jugation. Allwöchentlich Diktate.
Latein, 8 St. Wende. Einübung der regelmäßigen Formenlehre nach Oſtermann— Müller. Memorieren der Vokabeln. Wöchentlich eine Klaſſenarbeit nebſt Reinſchrift; im letzten Vierteljahre wöchentlich eine in der Schule vorbereitete ſchriftliche Hausarbeit.
Rechnen, 4 St. Wettſtädt. Die vier Species in unbenannten und benannten ganzen Zahlen. Die deutſchen Maße, Gewichte und Münzen nebſt Übungen in der dezimalen Schreib⸗ weiſe und den einfachſten dezimalen Rechnnngen. Alle 8 Tage eine Arbeit in die Reinſchrift wie in Quinta.
Geographie, 2 St. Wettſtädt. Im S.: Allgemeine geographiſche Vorbegriffe mit Be⸗ ziehung auf die nächſte Umgebung; Anleitung zum Verſtändnis des Reliefs, des Globus und der Karten. Allgemeines Bild der Erdoberfläche und der engern Heimat. Heimatskunde. Pro⸗ vinz Heſſen⸗Naſſau. Im W.: allgemeine Geographie der fünf Erdteile, Deutſchlands und Preu⸗ ßens nach Daniel.
Geſchichte, 1 St. Wende. Lebensbilder aus der vaterländiſchen Geſchichte.
Naturkunde, 2 St. Wettſtädt. Im Sommer: Botanik. Beſchreibung von einzelnen ein⸗ heimiſchen Pflanzen nach lebenden Exemplaren und Anlegung von Herbarien wie in Quinta. Einprägung terminologiſcher Ausdrücke. Im Winter: Zoologie. Beſchreibung wichtiger Tiere aus den oberen Klaſſen des Tierreichs. Einfache ſchematiſche Übungen im Zeichnen des Beob⸗ achteten an Pflanzen und Tieren wie in Quinta.
Schreiben, 2 St. Wettſſtädt. Übungen in deutſcher und lateiniſcher Schrift nach der Taktiermethode. Nach Vorſchrift an der Wandtafel.
Techniſcher Unterricht.
1. Turnen. Die Anſtalt beſuchten im Sommer 143, im Winter 138 Schüler. Von dieſen waren befreit:
Vom Turnunterricht V Von einzelnen Übungs⸗
überhaupt: arten: Auf Grund ärztlichen Zeugniſſes im S. 5, im W. 5 im S.—, im W.— 1 it— 4 zlt 21 aus anderen Gründen iim S.—, im W.— im S.—, im W.— Zuſammen im S. 5 im W. 5 im S.—, im W.—
alſo von der Geſamtzahl der Schüler... im S. 3,%, im W. 3% im S.—, im W.—
Von beſonderen Vorturnerſtunden abgeſehen, waren für den Turnunterricht wöchentlich ins⸗ geſamt 12 Stunden angeſetzt. Ihn erteilten: 1) Wettſtädt, Lehrer und Turnlehrer am hieſigen Gymnaſium. Die Qualifikation erwarb derſelbe auf Grund eines Zeugniſſes der Central⸗Turn⸗ anſtalt in Berlin und unterrichtete die I. und III. Turnabteilung. 2) Wedemann, Hilfslehrer am Gymnaſium; er übte mit der II. Abteilung.
Das Turnen iſt ermöglicht im Freien und im geſchloſſenen Raume. Der Anſtalt ſtehen zur uneingeſchränkten Verfügung ein Turnplatz und eine damit verbundene Turnhalle; beides iſt in 5 Minuten von der Anſtalt bequem zu erreichen. Der Turnplatz, zugleich Spielplatz, hat


